Archive for the Category Flora

 
 

Herbst

Des Sommers Träume,
goldene Lindenherzen,
Birken-Laub, seiden,
leuchten zum Abschied im Park,
bevor sie Nebel verhüllt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Nerotal

Zwei Sonnenblumen, 2. Variante

Es stimmt: „Gut Ding will Weile haben.“
Hier wird ’s im Garten uns gezeigt.
Es grüßt mit ihren Blüten-Gaben,
verspätet zwar, doch reich verzweigt,
die große Blume nun in Güte,
die kleine, voreilig, verblühte.

Jetzt, da schon Nebelschleier hüllen
des Morgens Wald und Garten ein,
darf mittags strahlend sie erfüllen
ihr Los, ein Heliotrop zu sein,
und ruft die Bienen so zurück.
Mir schenkt bereits ihr Anblick Glück.

© Text: Ingrid Herta Drewing,

©  Foto: Laura Funk, meine jüngste Enkeltochter

Im Garten

Herbstanemone
belebt mit zarten Blüten
farbenfroh den Tag.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Zwei Sonnenblumen, Variante

Zu früh erblüht, nun welk den Kopf geneigt,
der unlängst hell zur Sonne konnte sehen,
dieweil die große Blume dort verzweigt
mit vielen Knospen darf im Lichte stehen.

Sie ließ sich Zeit, um hoch hinaus zu streben,
entfaltet nun, da sie ihr Ziel erreicht,
sich strahlend hier in ihrem Blüten-Leben
zur großen Muhme hin, der sie fast gleicht.

Und Nektar spendet sie den vielen Immen.
Jetzt, da verspätet Sommer kam zurück,
verheißt sie uns mit ihren Blüten-Stimmen
auch noch der lichten Tage Wärme-Glück.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

September-Schöne

Die Sonnenblume,
ein Labsal vieler Bienen,
Spätsommer-Blüte.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Heliotrop

Die Sonnenblumen
sorgen an trüben Tagen
für Licht im Zimmer.

© Bild u. Text: Ingrid Herta Drewing

August-Abschied

 

Es zelebriert August nun doch noch Sonnentage!
Nachdem er sich im Wolkengrau gefiel,
schenkt er zum Abschied Sommers Lustansage,
lenkt ab von einem Interim, das vage
sich wählte kühl und feucht ein herbstlich‘ Ziel.
Die Sommerblumen dürfen schön erblühen,
im Garten leuchten sie in heller Pracht.
Ein Labsal für der Immen Sammler-Mühen,
auch mich erfreut ihr farbenfrohes Glühen,
das strahlend hier im Tageslicht erwacht.
Die vielen Vögel, die es ortstreu lieben,
bewegen munter sich in Wald und Feld.
Doch sehe ich auch Schwalben schweben, stieben,
und Glückes Vögel, Kraniche noch blieben,
versprechen eine sommerliche Welt.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto: Kraniche, Pixabay

 

 

Sommerregen

Es tropft der Regen auf die Sonnenuhren,
kein Zeigerschatten zeigt nun an die Zeit.
Doch farbig sind im Blumenrund die Spuren
des Sommers, der sich blühend hält bereit.
Auch glänzt ein sattes Grün in Wald und Wiesen,
wo Flora mag das Wasser wohl begrüßen.

Der Teich, der See sich bis zum Ufer füllen.
Wo ’s in den letzten Jahren trocken, sandig war,
dort wachsen Seerosen, und Enten stillen
beim Gründeln ihren Hunger; doch Gefahr
droht da den Fischen, die hier schwimmen,
weil auch die Kormorane mitbestimmen.

Jedoch im Flüsschen ziehen Bachforellen
an diesen Tagen munter ihren Lauf.
Sie dürfen zügig durch die Fluten schnellen,
und nicht einmal ein Angler hält sie auf.
Davor bewahrt sie nun der Dauerregen:
Was Mensch nicht mag, das ist für sie ein Segen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Rosen-Parfum

Ach könnte ich der Rosenblüten Leuchten
hinüber retten in die Nebel-Nacht,
wenn Spätherbst sie verhüllt, mit feuchten

trüb‘ dunkelgrauen Tagen spät erwacht,
mich sorgsam schließen lässt die Fenster, Türen,
und im Kamin ein Feuer wird entfacht.

Den Duft, der lieblich, will ich nicht verlieren,
drum werd‘ ich sein Aroma wohl bewahren,
er mag mich sanft zu Träumen animieren,
muss so nicht den November-Blues erfahren.

©  Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing, 2021

Sommerstimmung

Nun wärmen uns des Sommers milde Hände,
vorbei sind Dauerregen, graues Matt.
Die Pflanzen wachsen üppig im Gelände,
als ob das Sprießen hier kein Ende fände,
Kastanien, Eichen, Buchen grünen satt.

Im Feld so reich die Sonnenblumen blühen,
sie recken sich und bilden stolz Spalier.
Der Sonne golden sie entgegen glühen,
als sollten sie hier hell vor Freude sprühen,
das Leben setzen schön auf ihr Panier.

Da geh‘ ich froh gestimmt durch Park und Garten,
darf mich erfreuen an der Blüten Zier.
Des Morgens schon dies‘ wohlige Erwarten,
dass Amseln, Meisen ihre Lieder starten
und schenken mir den Klang als Elixier.

© Bild u. Text: Ingrid Herta Drewing