Archive for the Category Nerotal

 
 

Vorfrühling

Vorbei des Winters grau Geleit!
Die Sonne strahlt, lässt Heiterkeit
nun blau den Himmel lupfen.

Wo Busch und Baum war’n eingeschneit,
glänzt es schon knospend, bald bereit,
die Blüten wach zu zupfen.

Dort, wo noch unlängst Eises Zeit
den Teich verschlossen, sieht zu zweit
man Enten schwimmen, hupfen.

Die Amsel singt und so verleiht,
ins neue Werden eingereiht,
sie Charme dem Nestbau-Rupfen.

Und Frühling ist nun nicht mehr weit;
die Wiese grüßt in grünem Kleid
mit bunten Krokus-Tupfen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2019

Schneelandschaft

Schneeflocken kosen die Fluren
und stimmen den Winter weich,
wo kürzlich noch frostige Spuren
der klirrenden Kälte fuhren,
besänftigt sein schimmerndes Reich.

Ein Märchen lässt dich dort träumen,
so unberührt liegt das Land.
Im Schneepelz auf Büschen, Bäumen,
die glitzernd die Wege säumen,
reicht’s dir seine Zauberhand.

Entführt dich in seine Stille,
und so, als ruhe die Zeit
in dieser schneereinen Fülle,
entspannt auch dein ernster Wille,
für Glücksmomente bereit.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2019

Wintermorgen

Herr Winter kam heut zu Besuch,
klammheimlich über Nacht,
hat’s Schneekind mitgebracht,
das hier in weißes, weiches Tuch
gehüllt die Landschaft sacht.

Nun scheint die kleine Welt zu träumen;
als sei ein Wunsch erfüllt,
ruht alles still und mild.
Ein Zauber liegt auf Büschen, Bäumen
schenkt sich in sanftem Bild.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Winter 2017

Im winterlichen Park

Das Licht des Winters lässt in Weiß erglänzen
die fast in Frost erstarrte kleine Welt,
mag weich im Schnee die Landschaft hier kredenzen,
die unter Himmels Blau dem Blick gefällt.

Der kleine Teich, der unlängst, trüb, verwaist,
trug des verwelkten Laubes Blattgestalten,
verwischt die Spur von Wasser, Land, vereist,
zeigt so der Jahreszeit amphibisch‘ Walten.

Und Diamanten funkeln in den Kronen
der Bäume, die zuvor noch kahl, entstellt,
doch nun in ihrem Schneekleid traulich wohnen,
verzaubert wirken, Märchen zugesellt.

Ich stehe, schaue und genieß‘ dies schöne,
so selten hier erscheinend‘ Winterbild.
Mir ist, als ob sich etwas sanft versöhne,
Natur in Stille zeige rein und mild.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2019

Wiesbaden, Nerotal 2017

Herbstlicht

Wenn die Blätter schweben, fallen,
zieht’s mich in den Park hinaus,
mag, bevor die Nebel wallen,
Herbstes Schönheit kosten aus.

Eine wahre Augenweide
schenken mir dort Busch und Baum,
wie natürliches Geschmeide
wirkt das Laub, ein goldner Traum.

Freudig seh‘ ich dieses Leuchten,
wenn das Licht in Wipfeln schwingt
und nach Tau und Regenfeuchtem
farbenfrohe Töne singt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,23.11 2018,

Novembermittag im Nerotal

November schenkt uns doch noch Herbstes Träume,
wenn Sonne strahlt und macht, was kühl war, mild.
Der Eiche goldnes Laub ziert warm die Räume
des Parks, erglänzt im Teich als Spiegelbild.

Da will man kaum an nahen Winter denken,
obwohl der Morgen Raureif hält bereit,
denn Mittag mag uns dieses Leuchten schenken
ein Farbenspiel beglückt geraume Zeit.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,23.11 2018,

Novembermorgen im Nerotal

Der Tag erwacht, zeigt Raureif im Gelände,
den Frost und Nebel wirkten in der Nacht,
darf glitzern durch der Sonne Strahlenhände,
auch die Laterne ist nun Teil der Pracht.

Sie schenkt uns noch den Park als Augenweide;
der Blätter Farbenspiel erfreut den Blick,
und ich erschau‘ dies schimmernde Geschmeide
hier beim Spaziergang froh als Morgenglück.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing, 2018,

Wiesbaden, Nerotal

Spätherbst

Das Jahr ist schon weit fortgeschritten.
Nach Süden zog der Vögel Schar,
deren Gesang, so wunderbar,
uns mit dem Frühling früh entglitten;
der Sommer lang, heiß, trocken war.

Oktober konnte uns versöhnen
mit seiner goldnen Farbenpracht.
Als Maler wählte er bedacht,
hat uns in warmen, hellen Tönen
die Landschaft zum Geschenk gemacht.

Es schließt der Spätherbst jetzt den Kreis,
lässt des Novembers Nebel steigen,
und von den filigranen Zweigen
schwebt Blatt um Blatt herab, ganz leis‘,
ruht bald in Winters weißem Schweigen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

November

Kalter Herbstmorgen,
Raureif verziert dort im Park
des Efeus Blätter.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Winterlicher Spätherbst

Novembermorgen,
der Rosen rote Früchte
leuchten im Nebel.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018
Wiesbaden, Nerotal, Hagebutten am Schwarzbach