Archive for the Category Besinnliches

 
 

Blumenfreude

An grauen Tagen hilft ein Hauch von Blüten,
der grünen Pflanzen Flor, ein Kerzenlicht,
dass wir die gute Stimmung uns behüten,
die uns die Freude in das Leben flicht.

So schenken uns im Winter Gärtner schon
Narzissen, Tulpen, Duft der Hyazinthen,
Mimosen, Südens Sonnen-Frühlings-Lohn.
Wir dürfen sie in unsren Tag einbinden.

Mag es auch draußen regnen, stürmen, toben,
wir dieses Wetter, das uns graut, beklagen,
lässt sich zu Haus im Blütenbilde loben
die Hoffnung doch in wohligem Behagen.

So hält uns auch im Winter die Natur
in ihrem lichten Kleid auf heller Spur.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Dezember-Gedanken

Dezember schon, wie schnell ein Jahr doch endet!
Noch kürzlich dieses Spiel der Sonnenuhr,
als Rosen fast verwischten Herbstes Spur,
der helle Stern viel Wärme, Licht gespendet.

Nun liegen Tal und Wald im Milchig-Grauen
des Nebels, der Konturen ganz verhüllt.
Jedoch nach Mittag lässt ihr schönes Bild
die Stadt in leuchtender Adventszier schauen.

Es schwingt mein Leben mit in jenem Kreise,
der sich für mich zuweilen zu schnell dreht:
Was heut noch glänzt, ist morgen obsolet.

Und dennoch sagt ein Ahnen mir hier leise,
dass alles, was so rasch vorübergeht,
sei ’s Freude, Leid, lebendig neu entsteht.

©Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

INNEHALTEN

Am Sonntag ist bereits der 2.Advent, deshalb darf ich mein Taschenbuch INNEHALTEN empfehlen.
Es lädt in Gedichten dazu ein, die Advents-Weihnachts-und Winterszeit auf beschauliche Weise zu erleben.
Verschiedene Facetten dieser besonderen Zeit werden in den Blick gerückt.Schwarzweiß-Bilder ergänzen die Texte.
ISBN: 9783754917824 / 7.99 €

Todesjahr 2022

Zu viele sind in diesem Jahr gegangen,
Verwandte, Freunde, die dem Herzen nah.
Es hat der große Abschied angefangen,
ich stehe in der ersten Reih‘, befangen,
und wähn‘, wie bald auch meine Zeit ist da.

Wie gern möcht‘ ich mein Leben weiter halten,
die Jahreszeiten sehen, die Natur,
und Flora, Fauna folgen, hoff‘, ein Walten
der Gnade Gottes lässt mich hier noch schalten,
mit Bild, Wort, Klang dem Dichten auf der Spur.

Jedoch, wenn meine Stunde dann gekommen,
der Tag mir sagt zum letzten Mal „Adieu!“,
der Gipfel meines Lebens ist erklommen,
erhoff‘ ich mir der Lieben Gruß, „Willkommen“,
im Geist vereint, dort in der ew’gen See.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Mittagspause

Hochsommer zelebriert die heißen Stunden;
ermattet magst du nun im Schatten ruh’n.
Was vormals drehte stressend seine Runden,
ist für geraume Zeit dem Blick entschwunden;
du gönnst dir diese Pause nichts zu tun.

Der Ventilator summt sein sanftes Lied,
vertreibt die Hitze, schenkt dir frische Luft.
Im Mittag ruht der Tag, und leise zieht
Beschaulichkeit dir zärtlich ins Gemüt,
und dich umgibt Lavendels herber Duft.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Sommer-Lied

In den Tälern, auf den Höhen
findest du des Sommers Spur;
darfst in grünen Wäldern gehen,
Wiesenmeere blühen sehen,
spürst den Zauber der Natur.

Milde Lüfte dich umwehen,
licht erglänzen Park und Flur,
Blütendüfte reich entstehen,
schenken dir ein Wohlergehen,
fern dem Zeittakt einer Uhr.

Dich kann Unrast nicht bezwingen,
nichts treibt an zu schneller Tour;
hörst der Amsel lieblich Singen,
die hier lässt ihr Lied erklingen,
und dein Leben schwingt in Dur.

© Text u.Bild: Ingrid Herta Drewing

Sommermorgen

Sanft rötet sich der Horizont im Osten
und früh begrüßen Vögel froh den Tag.
Als Morgenwachen sind sie auf dem Posten
und singen, zwitschern hell in Feld und Hag.

Vom Fluss herüber trägt ein leichter Wind
Motorgeräusche, Schiffe, die nun fahren,
nachdem sie zeitig schon gestartet sind
vom Hafen-Kai, wo sie zum Löschen waren.

Ich sitz‘ auf der Terrasse still am Tisch,
mag auch den Sonnenaufgang jetzt begrüßen,
die Tasse Tee hier trinken; ganz für mich
beschaulich diesen Glücksmoment genießen.

Schau nun gelassen in den neuen Tag
und sorg‘ mich nicht, was er noch bringen mag.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Sommermorgen

Der Morgenhimmel klar und blau,
ein milder Sommertag erwacht.
Es spielt das Licht, bricht sich im Tau
und lässt erglänzen Tal und Au,
so auch der Bäume grüne Pracht.

Ich steh‘ und schau, mit allen Sinnen
genieße ich die schöne Welt;
das kleine Glück darf ich gewinnen
und höre Vögel froh beginnen
den Lobgesang, der mir gefällt.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Nerotal

Frühsommer-Morgen

Am Himmel Schäfchen-Wolken ziehen,
wie weiße Watte, zart, gezupft,
ins Blau des Himmels hoch gelupft,
wo sie im Sonnenlicht erblühen.

Ich sitz‘, genieß‘ den Duft der Rosen,
die hier auf dem Balkon erblüht,
trink meinen Tee, das Stövchen glüht,
lass mich von seiner Wärme kosen.

So grüßt ein heller Sommermorgen,
und Mauersegler schwirren wild,
doch auf dem Dach thront ruhig, mild
die Ringeltaube, dort geborgen.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing

Tagesbeginn

Noch träumt das Tal; des frühen Morgens Stille
liegt auf den Perl betauten Blumenwiesen.
Und bis die Sonne mag den Tag begrüßen,
ruht hier der muntren Vögel Sangeswille.

Doch bald hör ich die Amsel lieblich singen,
und auch der Sehnsuchtsruf der Ringeltaube,
die einsam thront dort auf dem Dach der Gaube,
mischt tief sich in Frühsommers helles Klingen.

Geruhsam wird es nun nicht lange bleiben.
Die Mauersegler schwirren durch die Schlucht
der Häuser, so als sei es ihre Flucht,
wenn sie flugs den Insektenfang betreiben.

Ich sitz auf dem Balkon, schau‘ in die Runde,
wie sich ein neuer Tag im Licht erhebt,
die kleine Welt erwacht, erklingt und lebt,
genieß‘ mein Tässchen Tee zur Morgenstunde.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,