Archive for the Category Herbst

 
 

November im Park

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Spätherbstnachmittag,
Enten- Krähen- Versammlung,
Sondierungsgespräch.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Wiesbaden, Wilhelmstraße und Park

Rosenfrüchte

Hagebutten, Nerotal

Wie schön dort in den Rosenhecken,
wo jüngst ein Blütenmeer noch war,
die roten Hagebutten blecken,
so drall und fruchtig, glänzend klar!

Zwar sind sie auch des Herbsts Signale,
jedoch ihr feuerroter Glanz
belebt das Bild jetzt, da der fahle
November nährt den Nebeltanz.

Gepflückt, geschält, als Marmelade,
so munden sie als Brotaufstrich.
Doch als der Vögel Futtergnade
erweisen sie im Winter sich.

Wie schön dort in den Rosenhecken,
die nun all ihrer Blüten bar,
die Hagebutten rot erwecken
den Traum des Sommers, der hier war!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Abend

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Es brennt der Himmel.
Leise klingt der Abend aus
über den Wipfeln.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Herbstnebel

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Der Regen ruht, doch Nebel steigen
und hüllen ein das Land, den See,
wo sich nun graues, müdes Schweigen
die feuchte Stille macht zu eigen,
den Blick versperrt in Licht und Höh‘.

Siehst vor dir fast nur Nebelwände,
und weißt fast nimmer ein noch aus,
so steil und steinig das Gelände,
du hoffst, dass sich ein Ausweg fände,
der dich doch sicher führt nach Haus.

Erreichst dein Heim, bald tanzen Flammen,
und Wärme strömt aus dem Kamin.
Dort seid, geborgen, ihr zusammen.
Wer mag da noch den Herbst verdammen,
der draußen lässt den Nebel zieh’n?

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Herbstmärchen

Version 3

Hier lässt der Herbst das alte Haus erstrahlen,
er färbte der Fassade grüne Zier
des Wilden Weines durch sein rotes Malen.
Nun steht es, weithin leuchtend, im Revier.

Der Blick vom Nerotal aus schenkt die Bühne,
auf welcher es erwacht als Märchenschloss,
und Phantasie erzählt die rätselkühne
Geschicht‘ der Zauberfee auf goldnem Ross

Ich weiß, was hier erscheint als Augenweide,
zeigt diese Darbietung nur kurze Zeit,
dann rauben wilde Stürme sein Geschmeide
und Nebel hüllt es ein mit grauem Kleid.

So halte ich es fest, dies schöne Bild,
das mich an diesen Tag erinnert mild.

© Foto u. Text /Ingrid Herta Drewing,2017

Herbstleuchten

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Der Kapuziner Kresse Blüten
erstrahlen, glühend warm in Rot;
als sollten sie den Sommer hüten,
entgegen grauen Nebels Brüten,
missachten, dass ihr Welken droht.

Das reiht sich ein ins Spiel der Farben
des Herbstes, der hier Baum für Baum
bemalt; bevor die Blätter darben,
nachdem die Stürme um sie warben,
schenkt er noch hellem Leuchten Raum.

Und mögen Kraniche nun ziehen,
sich südwärts wenden hoch im Flug.
Ich bleibe, muss hier nicht entfliehen,
genieße Schönes, das verliehen,
oktobergolden ohne Trug.

© Foto u. Text /Ingrid Herta Drewing

Nach dem Sommerfest

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In einer Reihe,
zusammengeklappt, lehnen
Stühle an Tischen.

Lampions, Girlanden
in verblichenen Farben
hängen nass im Baum.

Blätter fallen sacht,
decken die blanken Tische.
Der Herbst ist zu Gast.

© Foto u. Text /Ingrid Herta Drewing

Abschiedsgeschenk

Herbstsee,2014

Es malt der Herbst so farbentrunken
und wirkt dies opulente Bild
des Lebens, das nach grauem Unken
des Nebels, dessen Kraft gesunken,
im Sonnenlicht den Tag erfüllt.

Dies Spiel der Farben, Augenweide,
ein himmlisch‘ Blau blickt aus dem See,
und kräuselt Wind ihn, blinkt Geschmeide,
dort wo sonst übers Haar der Weide
den Schleier wirft die Nebelfee.

Ich schau beglückt, berauscht von Tönen
der Farben, deren warme Glut
Vergänglichkeit scheint zu verhöhnen,
hell leuchtend hier mit allem Schönen,
was die Natur verschenkt so gut.

Da liegt im Abschied schon Beginnen,
die Wiederkehr, und sei’s noch weit,
wird doch in Frühlings zartem Sinnen
erneut das Leben licht gewinnen,
und Winter weicht der neuen Zeit.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Herbst

Herbstkapriolen,

Herbstfeuer

Herbstfeuer, Nerotal_o

In Wald und Garten, Busch und Baum
erglühen leuchtend Herbstes Lichter;
aufflammt ein goldenroter Traum,
der Blätter feurige Gesichter.

Als feiere vor langem Darben
in dunkler Nacht und Nebelfang
Natur hier, schwelgend in den Farben,
des Grünens Sonnenuntergang.

Ein hoffnungsvolles Abschiedsfest,
wo Wiedersehen im Erwarten
den Frühling jetzt schon grüßen lässt,
das Leben blühend neu zu starten.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing