Archive for the Category Frühling

 
 

Sehnen nach ungetrübtem Frühling

Nun ist der Frühling da; in Park und Garten
entfaltet reich er seiner Blüten Pracht.
Aus blauem Himmel hell die Sonne lacht,
und auch der Vogelsang mag froh hier starten.

Und dennoch fällt es schwer, sich mitzufreuen,
da die Corona-Seuche uns bedrängt,
all über all ist Leben eingeschränkt,
weil man die Infizierung wohl muss scheuen.

In Quarantäne, nun zu Haus dies Sehnen
nach Leichtigkeit, die doch zum Lenz gehört,
wenn er betört mit Milde, Blumen, schönen.

Wie gern würd‘ ich’s erleben unbeschwert,
jetzt, da die Tage sich im Lichte dehnen,
und die Natur Erneuerung beschert!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,04.04.20

Frühlingshoffnung

Es scheint, als wolle Frühling scherzen,
gibt sich heut kühl, etwas verschnupft,
obwohl er zu Beginn des Märzen
schon Krokus, Primeln, Veilchenherzen
so farbenfroh ins Gras getupft.

Ich hoff‘, des Winters launig‘ Wetter
setzt nun der Lenz nicht fort vor Ort
und wünsche mir, dass er viel netter,
gepaart mit Südwind, seinem Vetter,
uns hier beglückt in grünem Hort.

Vielleicht mag er bis Ostern säumen,
entfalten dann erst mildes Leben,
lässt Blüten noch in Knospen träumen,
bis sie erwachen und den Bäumen
den zarten Flor im Lichte geben?

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Schillerdenkmal, Am Warmen Damm,

Forsythienflüstern

Schon schimmert ’s golden im Forsythienstrauch,
wo erste Blüten sich zum Lichte recken,
und bald wird sattes, gelbes Leuchten auch
die letzten Zweige gänzlich hier bedecken.

Wie kleine Sonnen werden sie erhellen
die Stadt, die sanft im Frühling aufgeblüht.
Sogar an grauen Tagen strahlen sie, bestellen,
dass trüber Wolken-Schmand vorüberzieht.

Und tief geborgen feiern dort im Nest,
die Amselpaare ihre Hochzeit wieder.
Nun stimmen sie uns ein auf’s Frühlingsfest
mit ihren Melodien. Liebeslieder.

© Foto u. Text:Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Wilhelmstraße

Kein Gedicht

Zur Zeit küsst mich die Muse nicht,
Corona lehrt das Abstand-Halten;
was meine innre Stimme spricht,
kann sich melodisch kaum entfalten.

Und über uns des Himmels Blau
auch Frühlings Blütenbilder Helle
erscheinen mir in müder Schau,
sind wie verfremdet nur zur Stelle.

Ach würde doch das Sonnenlicht
recht bald die Viren ganz vertreiben,
damit des prallen Lebens Sicht,
wie wir ’s gewohnt sind, hier mag bleiben!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Sehnsucht nach dem Frühling

Forsythien-Gold und Szilla-Sterne
nun frühlingshell im Park erblühen.
Spazieren möchte ich so gerne
bei Vogelsang und Sonn-Erglühen.

Doch epidemisch wirkt das Virus,
drum halt ich Quarantäne ein,
bleib brav zu Haus, weil es jetzt sein muss
und träum‘ von Frühlings hellem Schein.

Die Fotos aus den letzten Jahren,
entschädigen den Sehnsuchtsblick,
darf hoffentlich noch Lenz erfahren,
und bau auf Zukunft, Lebensglück.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Getrübter Frühling

Furcht vor Corona legt sich wie ein Nebel
bedrohlich auf das Leben hier im Land,
obwohl der Winter längst strich seine Segel,
und Frühling schenkt sein schönes Blütenpfand.

Schneeglöckchen, Krokus und die blauen Veilchen
hell recken ihre Köpfchen aus dem Grün.
Auch dauert es nur ein geraumes Weilchen,
bis uns der Kirschbaum zeigt sein zärtlich‘ Blüh’n.

Jedoch man sitzt zu Haus in Quarantäne,
wohl wissend, dass es dient dem eignen Schutz,
und dennoch wünschte man, es gebe Pläne,
die uns gewährten vor dem Virus Trutz.

Da hofft man, dass recht bald die Virologen
ein Gegenmittel finden, Medizin,
damit wir so vielleicht in Sommers Wogen
gemeinsam der Epidemie entflieh’n.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Ermunterung

Wer wird denn faul im Lenz noch lenzen?
Vergiss die Frühjahrsmüdigkeit!
Die Sonne strahlt, der Tag darf glänzen,
den Himmel lichthell uns kredenzen,
und hier im Tal grünt’s weit und breit.

Nimmt auch Corona uns gefangen,
im Park allein bei frischer Luft
verlässt dich Grübeln, furchtsam Bangen,
hier wird es nicht zu dir gelangen,
statt Husten, Niesen, ist hier Duft.

Die Amsel singt, und Blumen sprießen,
so sei auch du dazu bereit,
des Frühlings Leuchten zu begrüßen,
erneut dies’ Leben zu erschließen!
Komm, schwing dich auf, trotz trüber Zeit!

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing,

Frühlingsstimmung

Der Krokus blüht, Magnolien-Knospen schwellen,
es glänzt der See, vom Eis befreit; der Bach,
der auch entronnen Winters Almanach,
strömt rauschend, springt den Fels hinab in Schnellen,
streift dann im Wiesengrund die flachen Stellen
und küsst den Hahnenfuß am Rande wach.

Mit zarter Hand mag Frühling illustrieren
die Landschaft, die der Winter fast verschmäht,
nach Spätherbst, Nebel, Regen kam er spät.
Nun dürfen wir im Blüten-Park spazieren,
wo unverwandt der Amsel Jubilieren
uns hoffnungsfroh den Neubeginn verrät.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühlingsahnen

Die milde Luft lässt mich den Frühling ahnen,
obwohl noch Winter im Kalender steht,
und Schneefall scheint im Süden ernst zu mahnen,
dass mein Erwarten sei wohl obsolet.

Doch goldgelb Winterlinge blüh’n im Garten,
und dort im Park grüßt zart die Zaubernuss.
Weißgrün Schneeglöckchen nun ihr Läuten starten,
erwachen durch der Sonne warmen Kuss.

Befreit vom Nebelgrau, seh ich es tagen,
und hell erklingt der Amsel lieblich‘ Lied,
als rufe sie mir zu: „ Wir wollen’s wagen,
da jetzt das Leben wieder neu einzieht!“

So halte ich auch Seele, Sinne offen,
darf freudig bald auf Frühlings Ankunft hoffen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Zu früher Frühling

Vom Winter träum‘ ich, obwohl Frühlingsmilde
sich hell ins Antlitz dieses Tages flicht,
und regenfeuchte Wiesen, Grüngefilde
verändern was dem Jahreszeitenbilde
im Januar als Wetter sonst entspricht.

Zu früh! Zu warm! Was soll wohl hier noch werden?
Den Bäumen schadet ’s, denn die Schädlingsbrut
vermehrt sich ohne Frost, und sie gefährden
die Wälder, Borkenkäfer; Wanzen da auf Erden,
tun auch den Garten-Pflanzen gar nicht gut.

Wird Frühling uns nun ganz vom Winter trennen,
mag man begrüßen zwar solch milde Zeit.
Jedoch, was wir als Erderwärmung kennen,
ernüchtert, nun „den Klimawandel“ nennen,
hält Schreckensseiten zukünftig bereit.

Down under, wo jetzt Sommerbrände wüten,
zeigt uns im Spiegel die Gefahr, die droht.
Wo grüne Eukalyptus-Wälder blühten,
Koalas kletterten, das Schafe-Hüten
so friedlich war, herrscht Not durch Feuertod.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing