Archive for the Category Jahreswechsel

 
 

Zum Jahreswechsel

Und wieder zählt ein Jahr, ein scheinbar Ende,
doch stetig sich die Welt um Sonne dreht.
Für uns markiert, nach Erden-Sonnenwende,
Sylvester Neubeginn, der nun entsteht.

Obwohl der Winter dräut, wächst doch das Licht;
sein Spiel wird länger in Natur, und Leben,
das auf der Nordhalbkugel übt Verzicht,
es träumt im Stillen, darf sich neu verweben.

Wir Menschen feiern dieses Tagen, hoffen,
dass uns im neuen Jahr viel Glück beschert.
Probleme, die uns vormals ernst betroffen,
schnell seien in der Zukunft ganz geklärt.

Jedoch das Wichtigste für uns hienieden,
ist doch ein Leben heil und froh in Frieden!

© Ingrid Herta Drewing,2014

Schnee

Es stiebt der Schnee, die Flocken wirbeln, fallen.
Der Winter schenkt nun reich mit voller Hand
die filigranen, kleinen Eiskristalle,
bezieht mit weichem, weißem Flaus das Land.

Er häkelt hier die zarten, weißen Spitzen
den Bäumen, Sträuchern auf das kahl‘ Geäst.
Im Sonnenschein wird alles strahlend blitzen,
wenn die Natur lädt ein zu Winters Fest.

Die Straßen sind jetzt glatt, die Autos krauchen,
und wer es kann, lässt seines lieber stehn,
bleibt mal zu Haus und lässt den Schornstein rauchen,
kann so beschaulich seinen Tag begehn.

Zwischen den Jahren einmal innehalten,
bevor wir wieder wuseln, quirlig walten.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Hoffnungsschimmer

Welches Lied wird es uns singen,
dieses Jahr, das nun beginnt?
Wird dein Werk dir gut gelingen,
auch Erfolg und Freude bringen?
fragst du, hoffend wie ein Kind.

Das durch’s Schlüsselloch der Pforte
schon ein süß Geheimnis sieht,
dort an weihnachtlichem Orte
lauscht,gebannt vom Märchenworte,
träumt, was Schönes ihm geschieht.

Ja, auch dich beseelt dies‘ Hoffen,
Wunderbares möge sein,
dass die Glücksfee dich getroffen,
halte deine Chancen offen,
freudvoll lad‘ ins Leben ein.

© Ingrid Herta Drewing,

Neujahrswunsch

Wie diese Taube, nah der Dach – Antenne,
im Sonnenlicht des Morgens sich genügt,
so möchte ich von Lärm und Hast mich trennen
und bleiben doch ins Leben eingefügt.

Ja, es bewusst im Wesen auch erfassen,
bevor mein Tag den Abend kommen sieht,
und seine Wunder auf mich wirken lassen,
das Feuer fühlen, das in allem glüht.

In diesem grünen Land der Wälder, Wiesen,
der Städte, die an Parks und Gärten reich,
wo klare Flüsse hin zum Meere fließen,
Libellen, Silberreiher-Spiel am Teich.

Hier möcht‘ ich, bar des Grauens der Natur,
erleben ihrer Schönheit sanfte Spur.

© Ingrid Herta Drewing

Silvesterwünsche

Wir sind wohl hoffnungsvolle Optimisten,
begrüßen froh gestimmt das neue Jahr
und glauben, dass sich nun doch bessern müsste,
was uns im alten gar zu garstig war.

Gesundheit sehnt herbei der leidend Kranke,
an Arbeit denkt, wer lang schon arbeitslos.
Der Klimagunst gilt grün auch der Gedanke,
man wünscht sich, Einsicht werde endlich groß.

Der eine träumt von seiner großen Liebe,
ein anderer sieht ’s Glück in Gut und Geld.
Bescheiden wünscht so mancher, Frieden bliebe
erhalten ihm in seiner kleinen Welt.

So wähnen wir das Wohl im Zeitenschritt,
und immer geht die Hoffnung lächelnd mit.

© Ingrid Herta Drewing

Jahreswechsel

Nun legt ermüdet dieses Jahr, das alte,
zufrieden seine Tage in den Schoß.
Das neue naht.Ob es sich reich entfalte?
Die menschlichen Erwartungen sind groß.

Da sind die Wünsche, das naive Hoffen,
es bringe Gutes nur, was man begehrt,
dass sich Probleme lösen, die hier offen,
und Fragen, schlimme Plagen dann geklärt.

Da wirkt die Ratio plötzlich klitzeklein,
Vernunft beseelt, und doch an Schicksal glauben
wir zur Sylvesternacht, als wollt‘ das Sein
von guten Wünschen sich die Zukunft klauben.

Auf Gottes Hilfe lasst uns besser bauen,
das neue Jahr gestalten,ihm vertrauen!

© Ingrid Herta Drewing,2013

Neujahrseindrücke

Trüber Neujahrstag
Böllerhüllen, aufgeweicht,
Straßenpappmache´.

Ein grauer Himmel
verdunkelt den ersten Tag,
zweitausenddreizehn.

Deutscher Landregen
lässt die Flüsse anschwellen,
Hochwassergefahr

© Ingrid Herta Drewing

Neujahrsvorsatz

Kurz nach erfolgter Wintersonnenwende
nimmt uns das neue Jahr nun in die Pflicht.
Zwar kommt die Kälte noch, jedoch das Ende
der dunklen Tage klärt bald trübe Sicht.

Was hell im Norden wächst, im Süden schwindet,
so zweigeteilt ist irdisch das Geschick.
Wenn uns die längste Nacht noch Winter kündet,
beginnt der Südhalbkugel Sommerglück.

So wundervoll ist dies‘ hier eingerichtet,
es findet stets das Leben seine Zeit;
erscheint Natur im Winter fast vernichtet,
schläft sie doch nur, erwacht zur Frühlingszeit.

Auch wir in diesem Wechsel gern beteuern,
dass wir bereit sind, uns nun zu erneuern.

© Ingrid Herta Drewing

Zwischen den Jahren

Das alte Jahr nimmt Abschied nun im Regen;
die letzten Tage tröpfeln so dahin.
Die milde Luft, der Frühlings-Weihnacht Segen,
belebt zwischen den Jahren deinen Sinn.

Du blickst zurück, beleuchtest, was gewesen
an Freud und Leid zu Haus‘ und in der Welt.
Noch immer ist von Hass und Krieg zu lesen
und Katastrophen, die wir selbst bestellt.

Du hoffst, dass sich doch jetzt im neuen Jahr
das, was uns schmerzt, zur Besserung bewege
in Liebe, Güte;Menschlichkeit auch klar
zu unser aller Wohl den Grundstein lege.

Auf dass der Mensch vernünftig, gütig lebe,
damit es hier auf Erden Frieden gebe.

© Ingrid Herta Drewing

Zum Jahresende

Des Jahres Tage sind gezählt.
Der Blick zurück lässt Wünsche offen,
gebiert zugleich das stille Hoffen,
dass Glück im neuen Jahr uns wähl’.

Prognosen gibt es, im Orakel,
da findet mancher seine Sicht.
Noch ahnt er nichts von dem Debakel,
das ihn alsbald nimmt in die Pflicht.

Sylvesterträume in den Lüften;
der Lärm den Dämon dräng’ zurück!
Jedoch in unsren engen Klüften,
wir weben mit an dem Geschick.

So vieles, was wir tun, entscheiden,
ist wichtig, zeigt des Lebens Weg.
Die Gier, den Hass gilt ’s zu vermeiden,
die Liebe sei uns Brücke, Steg!

Dann wird vielleicht das nächste Jahr
auch für uns Menschen wunderbar.

© Ingrid Herta Drewing