Archive for the Category Pandemie

 
 

April-Ende

April geht, zeigt uns unverhohlen
mit Blitzen, donnerndem Gebrüll,
dass er mit Wetter-Kapriolen
zum Abschied noch erschrecken will.

Nachdem der Lenz kurz reingeschaut,
Forsythien schenkte, Tulpen, Veilchen,
rief er den Winter noch mal laut
mit Frost zurück hier für ein Weilchen.

Die Vögel in den Nestern froren,
der Teich trug eine Haut aus Eis,
was Frühling farbig schon beschworen,
bedeckte Schnee mit Sternen weiß.

Warst gar ein launiger Gesell,
April, magst außer Landes ziehen,
damit der Mai wird nun recht schnell
uns grünen, sonnig hier erblühen.

Wir sehnen Wärme, Licht herbei,
und Hoffnung wartet vor den Toren,
dass bald Corona ist vorbei,
geimpft wir frei sind, wie erkoren!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Nerotal

Ach, Amanda, bleib auf der Veranda!

Wenn die ganze Welt in Nöten
durch die Covid-Pandemie,
sag‘, wie kann man mit so blöden
Weltverschwörungstheorien
hier im Land die Leut aufwiegeln?

Die dann, ohne sich zu zügeln,
folgen dieser falschen Spur,
wo die Rattenfänger bügeln
Fahnen eig’ner Diktatur,
die sie gern dem Staat andichten?

Der im Rahmen seiner Pflichten
doch versucht, mit Ordnung nur
sich nach Bürgers Wohl zu richten,
stets dem Virus auf der Spur,
will wehren so der Pandemie,
bewahren auch Demokratie

© Text: Ingrid Herta Drewing,
Skizze: Ingmar Drewing

Meldungen

Tagtäglich geistern übern Bildschirm Zahlen
der Toten, Infizierten, Inzidenzen,
unsäglich wachsend, und in den Annalen
der Printmedien mag man das Leid ergänzen.

Ein Bild taucht auf aus meinen Kinderjahren,
als durch den Äther schwirrten viele Namen,
Such-Meldungen, Millionen es wohl waren,
vermisste Menschen, kläglich Nachkriegs-Dramen.

Doch was man da im Rundfunk konnte hören,
war letztlich doch von Zuversicht getragen;
das Hoffen ließ man sich wohl nicht zerstören,
bewegte Liebe doch das bange Fragen.

Und dennoch schwingt ein „Ausgeliefert-Sein“
wie damals so auch bei Corona mit.
Als kleiner Mensch bist machtlos du allein,
gemeinsam wagst du richtig wohl den Schritt.

Die Status-Meldung heute soll uns mahnen,
dass wir dem Virus wehren unbeirrt,
mit Masken, Tests, AHA-Regeln anbahnen,
dass wir nicht werden Covid-19-Wirt.

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto: Pixabay

Immobil

Home-Office hilfreich wohl zur Zeit,
weil ’s hindert Viren flugs zu wandern,
die in Büros sich machen breit,
erreichen einen nach dem andern.

Jedoch sollt‘ man nicht unterschätzen,
dass andrerseits bei diesem „Spiel“
man schnell viel Kilos kann ansetzen,
da man so lang schon immobil.

Von Fast Food lass‘ man sich nicht blenden,
mach‘ nicht die Couch zur warmen Gruft!
Willst nicht als Nest-Potatoe enden?
Iss richtig und geh‘ an die Luft!

© Text: Ingrid Herta Drewing

© Zeichnung: Ingmar Drewing

Sehnsucht nach dem Frühling

Forsythien-Gold und Szilla-Sterne
nun frühlingshell im Park erblühen.
Spazieren möchte ich so gerne
bei Vogelsang und Sonn-Erglühen.

Doch epidemisch wirkt das Virus,
drum halt ich Quarantäne ein,
bleib brav zu Haus, weil es jetzt sein muss
und träum‘ von Frühlings hellem Schein.

Die Fotos aus den letzten Jahren,
entschädigen den Sehnsuchtsblick,
darf hoffentlich noch Lenz erfahren
und bau auf Zukunft, Lebensglück.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Am Warmen Damm

Corona-Ritornelle

Covid-Pandemie
nun zeigt, wie schwach der Mensch, „der Schöpfung Krone“,
wenn er nicht sinnvoll nutzt die Synergie.

Millionen Tote,
weil viele sorglos die Gefahr verkannten,
nicht glaubten, welches Leid den Menschen drohte.

Es war zu ahnen,
die Wissenschaft, besonders Virologen,
sie klärten auf, vergaßen nicht das Mahnen.

Es gelten Lehren:
Abstand und Hygiene-Regeln achten
und mit Mund-Nasenschutz dem Virus wehren.

Sich neu justieren,
im Lockdown sind die Bürger hier im Staat;
politisch sollt‘ Verantwortung regieren!

Die Inzidenzen,
zunächst noch sinkend, steigen wieder an,
das zwingt zur Wachsamkeit auch an den Grenzen.

Doch gibt’s Beschwerden,
auf manch Regierende die Bürger schimpfen,
den Amtsschimmel, Bürokratie, Behörden.

Und wie bei Pimpfen
schiebt man den Schwarzen Peter andern zu;
es fehlt noch immer der Stoff zum Impfen.

Jetzt geht ’s ans Testen,
die Logistik leisten Spahn und Scheuer.
Na hoffentlich hält man uns nicht zum Besten!

Ist’s spät zur Stelle,
das Testen, Impfen, dennoch vieles offen,
folgt gar dem Hoffen die dritte Welle.

© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto: Pixabay

Intermezzo

Zugeklappt der Schirm,
mir nun wieder Stütze
beim Hinablaufen.

Noch rinnt Wasser
in feinem Silberstrahl
entlang der Gosse,
und auf feuchtem Asphalt
glänzt ein Ölfleck,
Regenbogenfarben.

Kein Mensch begegnet mir.
Es ist wohltuend
ohne Maske
im Freien zu sein.

© Ingrid Herta Drewing,

Februar

F astnacht muss er heuer lassen.
E rnst steht jetzt auf seiner Stirn.
B leich die Farben in den Gassen,
R aureif lässt ihn fröstelnd fassen.
U ns treibt ’s Sorge ins Gehirn,
A uch, dass Covids Neu-Mutanten
R asch hier könnten tödlich landen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Appell

Statt ständig neu zu zündeln,
wird es nun höchste Zeit,
dass wir die Kräfte bündeln,
um mit Vernunft bereit
zu sein, dem Virus wehren,
verweigern sich als Wirt,
dann muss es uns entbehren,
bald nicht mehr tödlich schwirrt.

Drum heißt ’s: Kontakte meiden,
wo es uns möglich ist,
damit vorbei die Leiden,
der „Covid-19- Mist!“

© Text: Ingrid Herta Drewing,

    Foto: Pixabay

Winter-Impressionen

Es deckt der Schnee die Felder, Wiesen,
bestäubt der Häuser Dächer fein.
In Gärten, wo bald Veilchen sprießen,
lädt er in Weiß zum Träumen ein.

Hier treffen sich am Vogelhäuschen
die Finken und der Meisen Schar.
Durch Futtergnade-Hungerpäuschen
wird Wintersorge dort nicht wahr.

Du stehst am Fenster, siehst, wie munter
die kleinen Sänger sich gebärden,
und freust dich an dem kleinen Wunder,
hoffst, dass wir frei bald von Beschwerden.

Es möge doch Corona enden
und damit auch der Lockdown-Frust.
Es sollte sich das Blatt wohl wenden
dass Freude herrsche, Lebenslust.

©  Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing