Frühlings-Elfchen

Forsythien,
goldenes Leuchten
dort im Park,
wo die Tulpen blühen.
Frühlingsversprechen.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Frühlingsfreude

In den Lüften wiegt ein Schwingen
Frühlingsträume, Blütenflor;
auch der Vögel frohes Singen
darf uns in die Seele dringen,
und wir schau’n befreit empor.

Alle trüben Winterlieder
sind verstummt, der Frost bleibt fern.
Nichts mag uns nun halten nieder,
neu erwacht das Hoffen wieder,
Lieben, Leben zeigt der Stern!

Frühling zaubert zarte Klänge
dort, wo vieles war verstellt,
weitet, was uns ward zur Enge,
schenkt uns helle Lichtgesänge
und trägt Freude in die Welt.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Spaziergang im März

Schon leuchten der Forsythien gelbe Blüten
in Park und Garten, obwohl Regengrau
die Sonn‘ verhüllt, und auch des Windes Wüten
grob in die Wipfel greift als Wetterschau.

Die Krokus-Grüppchen halten auf den Wiesen
die Blütenkelche dennoch hoch gereckt,
auch ab und zu mag eine Amsel grüßen,
wenn sie zum Solo weit den Schnabel bleckt.

Und gut beschirmt geh‘ ich im Park spazieren,
denn mich erfrischt die feuchte, klare Luft.
Ich weiß, bald dürfen wir im Licht flanieren,
genießen Frühlings Milde, Blumenduft.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Frühlingstag / Akrostichon

F arbenfroh die Blüten wieder
R eihen sich in Gärten, Wiesen;
Ü berall der Vögel Lieder
H örbar schon am Morgen grüßen.
L ieblich klingen die Gesänge
I nnig hier als Jubelchor.
N eues Werden sprengt die Enge,
G ibt zurück, was ich verlor.
S onnenlicht will sich verweben,
T räume, die das Licht erkor:
A hnen, Hoffen, Lieben, Leben;
G lücklich schaue ich empor.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Wetterkapriolen

Das Wetter spielt im März April.
Es wechseln auf den Wegen
Gewitter, Sturm und Regen,
auch Sonne ist zugegen,
wo’s jüngst noch frostig still.

Auch wenn es stürmt und garstig graut,
lässt doch in Gärten, Wiesen
der Lenz schon lieblich grüßen,
wo Krokus, Scilla sprießen.
Im Tal ist längst der Schnee getaut.

Nur auf den Bergen liegt noch Firn.
Dort kann sich Winter halten
und harsch hier herrschen, walten,
bis warmen Föhns Gestalten
ihm bietet schließlich doch die Stirn.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

März

Es dräut der Nebel dicht,
vom Grau besessen.
Der Farben Traum im Licht
von Hoffnung, Zuversicht,
er scheint vergessen.

Doch dort im Wiesengrün
blüh’n Krokus-Grüppchen,
bewahren mutig ihn,
hell, lila, gelb sie glüh’n,
recken die Köpfchen.

Und zärtlich knüpft ein Band
des Frühlings Weise,
schenkt so mit milder Hand
dem wintermüden Land
das Lächeln, leise.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing 

Frühlingsahnen

Ein müder Tag kriecht matt auf Fastnacht-Spuren;
schon auf dem Weg zur Asche scheint das Fest.
Noch einmal zieh’n in Kreisen die Auguren
und schreiten über winterkahle Fluren
zur Vogelschau, verkünden, was das Best‘.

Der Sturm, zerstörend vieles, was inmitten
der kleinen Stadt so oft Gefallen fand,
ward trotzig hingenommen und gelitten,
als er mit Regenschauern wild gestritten,
den Ausweg doch am Ende glimpflich fand.

Noch malt der Wolken Grau im feuchten Bilde
ein Aquarell so trüb im Interim hier aus,
doch Krokus farbenfroh schenkt dem Gefilde
dies zarte Leuchten, und der Lüfte Milde
verheißt die Hoffnung, dass bald Lenz zu Haus.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing, 5. 03.19

Im Kurpark

Im knospenden Geäste thront
vertraut ein Halsbandsittichpaar.
Vom Sonnenschein so warm belohnt,
nimmt es den Winter kaum noch wahr.

Der weite Himmel, klar und blau,
lässt schon von Frühling träumen,
lockt hoch hinauf zur Wipfelschau
in Kurparks kahlen Bäumen.

Ein Sonnentag, so Licht erfüllt,
verleiht der Hoffnung Flügel,
dass bald der Frühling, unverhüllt,
ergreife zart die Zügel .

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Kurpark

Frühlingshaft

Es klingt ein frühlingszartes Lied
am Tag in Tal und Auen.
Schneeglöckchen, Krokus sind erblüht,
die Kranich-Schar nach Norden zieht,
mag wohl dem Lenz vertrauen.

Nur unterm Sternenhimmel klar
kann man es kaum verhehlen,
dass Winters Frost noch sehr bizarr
verkündet, er sei dennoch da,
man möge auf ihn zählen.

Doch, wenn dann warm die Sonne strahlt,
mit Südwind mild im Bunde
der Himmel hell, wie blau bemalt
am Mittag hier im Lichte prahlt,
hör‘ ich des Frühlings Kunde.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2019

Valentins Grüße

Hab’ Dank, mein lieber Valentin,
für deine Blumengrüße!
Ich sehe lieblich sie erblühen
in ihrer sanften Süße.

Jedoch, vielleicht ist ’s nur ein Traum,
ein zartes Frühlingssehnen,
da Winter noch bestimmt den Raum,
sich leicht zurückzulehnen,
zu atmen milder Blüten Duft,
von Veilchen und Mimosen ,
erfüllt von Liebe, weicher Luft,
von Vogelsang und Kosen?

Im Schnee, da schimmern Blütensterne,
Christrosen, klar und hell,
Schneeglöckchen sind zur Stell’,
verkünden, Frühling sei nicht ferne.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2019