Sehnsucht nach dem Frühling

Forsythien-Gold und Szilla-Sterne
nun frühlingshell im Park erblühen.
Spazieren möchte ich so gerne
bei Vogelsang und Sonn-Erglühen.

Doch epidemisch wirkt das Virus,
drum halt ich Quarantäne ein,
bleib brav zu Haus, weil es jetzt sein muss
und träum‘ von Frühlings hellem Schein.

Die Fotos aus den letzten Jahren,
entschädigen den Sehnsuchtsblick,
darf hoffentlich noch Lenz erfahren,
und bau auf Zukunft, Lebensglück.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Ermunterung

Wer wird denn faul im Lenz noch lenzen?
Vergiss die Frühjahrsmüdigkeit!
Die Sonne strahlt, der Tag darf glänzen,
den Himmel lichthell uns kredenzen,
und hier im Tal grünt’s weit und breit.

Nimmt auch Corona uns gefangen,
im Park allein bei frischer Luft
verlässt dich Grübeln, furchtsam Bangen,
hier wird es nicht zu dir gelangen,
statt Husten, Niesen, ist hier Duft.

Die Amsel singt, und Blumen sprießen,
so sei auch du dazu bereit,
des Frühlings Leuchten zu begrüßen,
erneut dies’ Leben zu erschließen!
Komm, schwing dich auf, trotz trüber Zeit!

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing,

Herbstmorgen

Ein kühler Morgen, doch der Sonne Licht
erhellt die Landschaft unsrer kleinen Welt,
wo Herbst bemalt der Bäume Laubgesicht,
ein Leuchten, Augenweide,die gefällt.

Und Blattgold seidig glänzt in Birken, Linden,
den Ahorn ziert ein strahlend schönes Rot;
die Krähen munter sich am Stadtrand finden,
wo sie sich bergen, bevor Winter droht.

Im Park spazierend, so den Tag begrüßen,
der sich mir farbenprächtig heute zeigt,
mag ich nun dieses Herbstgeschenk genießen,
bevor das Tal in trübem Nebel schweigt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Herbstwunsch

Das Fenster blickt hinaus in Nebels Grau,
ein trüber Morgen dümpelt vor sich hin.
Seit Tagen Dauerregen, Himmels Blau
schreibt sich als Wunsch mir hier in Seele, Sinn.

Zwar schätzt man nach der Trockenheit den Regen,
der Bächen, Flüssen, Strömen stärkt den Lauf.
Doch wochenlang beglückt der nasse Segen
uns nun; ich wünschte, er hört bald mal auf.

Noch träume ich von goldenem Oktober,
der Landschaft Farbenpracht, die licht gefällt,
gelb seiden Birke, Ahorn in Zinnober,
im Park dies Leuchten herbstlich schöner Welt.

Auch warten Sonnenblumen hier im Garten,
dass Sonne scheint, lässt helles Tagen starten.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Herbststimmung im Park

Das Sommerlied verklungen, Nebel weben
die Landschaft fahl in feuchte Schleier ein.
Vom Krähenruf durchdrungen, Hauch von Leben,
das graue Spiel von Tod und einsam sein.

Der helle Traum vom goldenen Oktober
erwacht am Mittag, wenn hier unverstellt
die Sonne scheint und glühendes Zinnober
des Ahorns leuchten lässt in klarer Welt.

Da wirken Abschied dir, auch Herbst nicht bitter,
du siehst die Farbenschönheit dieser Zeit,
die doch vor Blätterwelken, Raureif-Flitter
hier Park und Wald schenkt noch ein Festtags-Kleid.

Ahnst schon den Neubeginn und lernst verstehen
des Lebens Kreislauf, Werden und Vergehen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Herbstspaziergang im Park

Es streift der Herbst durch sommermüde Fluren,
bemalt das Laub zu seinem Erntefest,
verweilt am Morgen bei den Sonnenuhren
zeitlos im Nebel, den er steigen lässt.

Jedoch am Mittag glänzen seine Bühnen!
Er schenkt der Landschaft, dieser kleinen Welt,
das Gold der Birken und den rätselkühnen
entflammten Wilden Wein, der so gefällt.

Da tanzt das Eichhörnchen im Sammelfieber,
Bucheckern, Eicheln, Nüsse sind am Platz.
Die Kinder, denen die Kastanien lieber,
sie hüten in der kleinen Hand den Schatz.

Und du im Park darfst diese Wunder schauen,
genießt die Farbenpracht, das klare Licht
und fühlst, dass noch im Abschied ein Vertrauen
von Neubeginn und Auferstehen spricht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing, 2019

Am Warmen Damm in Wiesbaden

So friedlich hat der Frühling sie vereint;
Nilgänse gehen neben Krähen,Tauben,
und auch die Enten haben, wie es scheint,
nichts einzuwenden, wenn sie Futter rauben.

Das alles watschelt, hüpft, fliegt auf der Wiese
hier unter Blütenbäumen nah dem Teich.
Magnolien,üppig blühend; zarte Grüße
verschenkt nun auch der Kirschbaum hier so reich.

Ich sitz’ auf einer Bank, blick’ zum Theater,
genieß den lauen Lenz mit allen Sinnen;
Beschaulichkeit, mein innerer Berater,
weiß um ein hoffnungsfrohes, neu’ Beginnen.

Auf Schillers Marmor-Schulter Friedenstauben:
Den Kuss der ganzen Welt! Ich mag’s gern glauben.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Zuversicht

Jetzt lässt der Lenz die Welt ergrünen,
und Baum um Baum zeigt seine Zier,
dies Leuchten über Wiesenbühnen
vertreibt des Nebels fahles Sühnen,
schenkt schön sich unsren Blicken hier.

Beglückt auch meine Seele, Sinne,
wenn ich verträumt im Park spazier‘.
Ich schaue, halte gerne inne
und ahne, dass ich neu beginne,
denn Hoffnung weist nun Wege mir.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühlingsbild

Forsythien quellen übern Zaun
wie leuchtend gelbes Malen.
Jetzt mag sich Frühling endlich trau’n
hell blühend zu erstrahlen.

Lupft täglich auch im Mandelbaum,
im Kirschbaum rosa Blüten;
der Park erwacht zu einem Traum
in lieblichem Behüten.

Da glänzt es hehr; wie schön bestellt,
darf vieles wachsen, streben.
Der Hoffnung Licht beschirmt die Welt,
geschenkt wird neues Leben.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Am Warmen Damm

Frühlings-Elfchen

Forsythien,
goldenes Leuchten
dort im Park,
wo die Tulpen blühen.
Frühlingsversprechen.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019