Archive for the Category Fauna

 
 

Blauhäutig

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Ist er auf Brautschau
zeigt sich schlau,der Moorfrosch blau
zu Paarungszeiten.

© Ingrid Herta Drewing,2017
Foto: Pixabay

Frühsommer-Idyll

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Kinderspielplatz,
auf den Ranken des Efeu
Grünfinken,flügge.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Mauersegler

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Sanft schwingend schweben sie dahin,
die Mauersegler, deren Tanz
uns zeigt des Sommers leichten Sinn
hier in der Morgensonne Glanz.

Als hätten sie des Südens Helle
in ihre Heimat mitgebracht,
die schwarz gefiederten Gesellen
sich zeigen nun in ihrer Pracht.

Wie sie dort hoch am Himmel kreisen,
auch schwirren durch das Häusermeer,
sie sich als Wächter uns erweisen,
ein Schutz vor der Insekten Heer.

© Ingrid Herta Drewing

„Lieb Nachtigall wach auf !“

Nachtigall

Lieb Nachtigall, hör‘, lass‘ dir raten,
verweile hier und flieg‘ nicht fort!
Mach’s wie die Amsel, andre Arten,
die Orts treu sind bei uns im Garten,
und bleibe in Europas Hort!

Denn fern dort in Ägyptenland
kannst du auf Reisen dich nicht schonen.
Als kilometerweite Wand
wurden dort Netze aufgespannt,
damit sich Vogelfang soll lohnen.

Gefangen wirst, gerupft, gebraten,
zuvor die Flügel dir gestutzt.
Der Mensch neigt ja zu rohen Taten,
wird deines Sanges Kunst verraten,
wenn für ihn zählt nur Eigennutz.

Und meistens blickt er ohne Bangen
auf das, was kurz ihm Wohl gewährt;
was zu komplex, in Sicht zu lange,
der Artenvielfalt Welt-Belange,
sie bleiben dabei ungehört.

© Bild u. Gedicht / Ingrid Herta Drewing

Mondscheinsonate

Vollmond_nEs träumt die Sommernacht,
in Mondes Silber glänzt der See,
wo sanft in weißer Pracht
zieht seine Kreise sacht
ein Schwanenpaar im Pas de Deux.

Von Ferne Klänge tönen,
Beethoven spielt wer am Klavier,
kann so die Nacht verschönen,
uns mit Musik verwöhnen;
hier auf Parkbank lauschen wir.

Dort weilend am Gestade,
als halte zart uns die Magie
auf einem ihrer Pfade
und schenke uns die Gnade
der Liebe, Zauber,Harmonie.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Hasenpanier

Klein Hase nah dem Rapsfeld saß
und starrte vor sich hin
ins helle Feld, und seiner Nas‘
erschien dies nur als falscher Fraß
mit wenig Lustgewinn.

All überall war überm Land
die gelb‘ Sucht ausgebrochen.
Wo man sonst Kohl und Möhren fand,
wuchs nur noch dieser grelle Tand.
Von Flucht ward da gesprochen.

Versammelt saßen sie am Rain
zur Nacht,die alten Hasen,
und fragten sich, wie das könnt‘ sein,
dass nun die Menschen,so gemein,
die Hasen ganz vergaßen.

Der Mensch, der sei wohl recht verwirrt.
Die Monokultur-Felder
dies zeigten, dass er falscher Wirt;
im Fortschrittswahn sich hab‘ verirrt,
vernichte auch die Wälder.

Die Luft er außerdem verpeste,
nicht nur auf Autobahnen,
denn Stickoxide, üble Reste,
und CO2 verseuchten Feste
des Klimas, Wandel reiße Fahnen.

Man müsse hier auf’s Schlimmste hoffen,
dass es dem Menschen gehe schlecht,
denn nur, wenn er sich seh‘ betroffen,
halte er seine Augen offen,
bemerke, was ist gut und recht.

So sagten es die alten Hasen
und zogen fort mit Häsin, Kind,
um anderswo beruhigt zu grasen,
in Feldern,Wiesen, grünem Rasen.
Doch weiß ich nicht, wo man’s noch find’t.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Lindenblüten

Lindenblüten_o

Frühsommer, golden Linden blühen,
entfalten ihren Duft, den süßen,
der hier mag durch Alleen ziehen,
und Immen summen, ihn begrüßen.

Wär gern mal solch beflügelt‘ Wesen,
auch mich zieht’s nasenselig hin,
betört mir honighold den Sinn,
was dort so lieblich auserlesen.

Tief in den Kelch der Blüte kriechen,
erquicken mich am milden Hauch
zwar sammelte ich Pollen auch,
jedoch beglückte mich das Riechen.

Bin keine Biene; fern den Drohnen
verweil ich schnuppernd unterm Baum,
verrückt war er, der kurze Traum,
darf doch auch so in Düften wohnen!

© Foto u. Ingrid Herta Drewing,2017

Schmetterlingsbesuch auf dem Balkon

Taubenschwänzchen,jpg

Als ich so saß, beschaulich las,
umhüllt von Blütendüften,
besuchte mich ein fremder Gast,
zart fliegend in den Lüften.

Er glich fast einem Kolibri,
doch war’s ein Taubenschwänzchen.
Lavendelblüten hielten hie
den Nektar für sein Ränzchen.

Von Kelch zu Kelch der Schwärmer zog,
flugs schwirrend sich dort labend.
Mit seinem langen Rüssel sog
er ein die süßen Gaben.

Er, der im Süden sonst zu Haus,
scheint heimisch hier geworden.
Die Erderwärmung nutzt er aus,
besucht nun auch den Norden.

© Text : Ingrid Herta Drewing
© Foto : Pixabay

Mauersegler

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Sie sind zurück, hoch in den Lüften schweben
und segeln sie im hellen Sonnenlicht.
Frühsommers Boten, Mauersegler, weben
am Himmel Leichtigkeit mir in die Sicht.

So auch am Abend, wenn sie schwirren, jagen
in Häuserschluchten auf Insektenfang,
vermag die Schar mir pfeifend noch zu sagen,
dass nun des Lebens Tage leuchten lang.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Vogelmutter

Türkentaube_n
In der Glyzinien Blütenlaube
am Mauer-Vorsprung hat
ihr Nest gebaut die Türkentaube,
beschützt es stets und wehrt dem Raube,
dass er nicht finde statt.

Beharrlich hütet sie ihr Nest
beschirmt dort alles gut.
Die kleine Taubenmutter lässt,
obwohl der Regen prasselt fest,
nicht ab von ihrer Brut.

Erträgt auch noch des Hagels Schlag,
wenn ein Gewitter grollt,
bewahrt den Nachwuchs ohne Klag‘
sogar bei dieser Wetter-Plag‘,
wo sich so mancher trollt.

Die Vogelmutter hier erfüllt
wohl ihr natürlich Los,
sie unterm Fittich Ängste stillt,
die Küken birgt und wärmt sie mild,
damit sie werden groß.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing