Frühlingsmorgen

Sonne lässt den Tag erstrahlen,
Freude fließt in Herz und Sinn.
In des Waldes Kathedrale
Buschwindröschen Sterne malen
weiß in zartes Grünen hin.

Überall des Frühlings Weben;
sieh es wächst in Wald und Flur!
Dieses neu erwachte Leben
wird dir wieder Hoffnung geben
hier in blühender Natur.

Lieblich tönt der Vögel Singen,
hellem Morgen weicht die Nacht.
Dich beglückt dies schöne Klingen,
nimmt dich mit in sanftem Schwingen,
lächelnd ist dein Tag erwacht.

© Ingrid Herta Drewing

Wasser, lichte Metamorphosen, Gedichte


Dieses Taschenbuch ist gerade bei Epubli.de erschienen.
WASSER, LICHTE METAMORPHOSEN, lädt den Leser dazu ein, mit dem Lyrischen Ich dem Wasser, der Grundlage des Lebens, nachzuspüren.
Ihre Impressionen von Wasser und Landschaft im Lauf der Jahreszeiten lässt die Autorin in verschiedenen Gedichtformen aufscheinen.
Etliche farbige Fotografien ergänzen die sprachlichen Bilder.
Die verschiedenen Aggregatzustände der chemischen Verbindung Wasser rücken ebenso in den Blickpunkt wie die unterschiedlichen Bereiche der Gewässer.
Der Inhalt ist in sieben Kapitel gegliedert:
I WASSER
II QUELLE und BACH
III TEICH UND SEE
IV FLUSS UND STROM
V MEER
VI ALLE WETTER
VII KLIMAWANDEL

Sehnen nach ungetrübtem Frühling

Nun ist der Frühling da; in Park und Garten
entfaltet reich er seiner Blüten Pracht.
Aus blauem Himmel hell die Sonne lacht,
und auch der Vogelsang mag froh hier starten.

Und dennoch fällt es schwer, sich mitzufreuen,
da die Corona-Seuche uns bedrängt,
all über all ist Leben eingeschränkt,
weil man die Infizierung wohl muss scheuen.

In Quarantäne, nun zu Haus dies Sehnen
nach Leichtigkeit, die doch zum Lenz gehört,
wenn er betört mit Milde, Blumen, schönen.

Wie gern würd‘ ich’s erleben unbeschwert,
jetzt, da die Tage sich im Lichte dehnen,
und die Natur Erneuerung beschert!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,04.04.20

Corona

Ein kleiner Virus
bekriegt „der Schöpfung Krone“,
Der Mensch, fast machtlos.

© Ingrid Herta Drewing,

Frühlingshoffnung

Es scheint, als wolle Frühling scherzen,
gibt sich heut kühl, etwas verschnupft,
obwohl er zu Beginn des Märzen
schon Krokus, Primeln, Veilchenherzen
so farbenfroh ins Gras getupft.

Ich hoff‘, des Winters launig‘ Wetter
setzt nun der Lenz nicht fort vor Ort
und wünsche mir, dass er viel netter,
gepaart mit Südwind, seinem Vetter,
uns hier beglückt in grünem Hort.

Vielleicht mag er bis Ostern säumen,
entfalten dann erst mildes Leben,
lässt Blüten noch in Knospen träumen,
bis sie erwachen und den Bäumen
den zarten Flor im Lichte geben?

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Schillerdenkmal, Am Warmen Damm,

In Quarantäne auf der Insel

Pneumokokken lauernd hocken,
Covid -19 im Konzert;
alles Leben kommt ins Stocken,
man wird ein-und ausgesperrt.

Trekkingtour wird obsolet.
Jan bleibt brav auf Helgoland,
Vom Balkon, wo er jetzt steht,
blickt er auf die rote Kant.

© Ingrid Herta Drewing

Die verhinderte Tour

(Zu Wallis Wortvorgabe in der Facebookgruppe ARME POETEN:
Pneumokokken, Konzert,Trekkingtour, Balkon, Helgoland)

Für die geplante Trekkingtour
hat Jan sich schnell noch impfen lassen,
damit die Pneumokokken pur
nicht sollten seine Lunge fassen.

Doch ward die Ausreise gesperrt,
es spielten nun Corona-Viren
ihr epidemisches Konzert,
viel Menschen flugs zu infizieren.

Statt bei den Dänen Legoland
zu sehen, bleibt nun Hinnerks Sohn
zu Haus auf Insel Helgoland
und blickt auf ’s Meer dort vom Balkon.

© Ingrid Herta Drewing,23.03.20

Forsythienflüstern

Schon schimmert ’s golden im Forsythienstrauch,
wo erste Blüten sich zum Lichte recken,
und bald wird sattes, gelbes Leuchten auch
die letzten Zweige gänzlich hier bedecken.

Wie kleine Sonnen werden sie erhellen
die Stadt, die sanft im Frühling aufgeblüht.
Sogar an grauen Tagen strahlen sie, bestellen,
dass trüber Wolken-Schmand vorüberzieht.

Und tief geborgen feiern dort im Nest,
die Amselpaare ihre Hochzeit wieder.
Nun stimmen sie uns ein auf’s Frühlingsfest
mit ihren Melodien. Liebeslieder.

© Foto u. Text:Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Wilhelmstraße

Kein Gedicht

Zur Zeit küsst mich die Muse nicht,
Corona lehrt das Abstand-Halten;
was meine innre Stimme spricht,
kann sich melodisch kaum entfalten.

Und über uns des Himmels Blau
auch Frühlings Blütenbilder Helle
erscheinen mir in müder Schau,
sind wie verfremdet nur zur Stelle.

Ach würde doch das Sonnenlicht
recht bald die Viren ganz vertreiben,
damit des prallen Lebens Sicht,
wie wir ’s gewohnt sind, hier mag bleiben!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Sehnsucht nach dem Frühling

Forsythien-Gold und Szilla-Sterne
nun frühlingshell im Park erblühen.
Spazieren möchte ich so gerne
bei Vogelsang und Sonn-Erglühen.

Doch epidemisch wirkt das Virus,
drum halt ich Quarantäne ein,
bleib brav zu Haus, weil es jetzt sein muss
und träum‘ von Frühlings hellem Schein.

Die Fotos aus den letzten Jahren,
entschädigen den Sehnsuchtsblick,
darf hoffentlich noch Lenz erfahren,
und bau auf Zukunft, Lebensglück.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing