Archive for the Category Winter

 
 

Trüber Januartag

Tage, winterfern,
dümpeln hier im Einheitsgrau,
Vorfrühlingsbotschaft?

Das einsame Haus,
Tränenspiel an den Scheiben.
Die Wolken weinen.

© Ingrid Herta Drewing, 2018

Zweiter Weihnachtsfeiertag

Version 2

Der Tag ist klar, lässt uns die Sonne sehen.
Vorbei, was uns im Nebel hat verwirrt.
Was jüngst noch trüb, erschließt sich dem Verstehen
und findet Wege, vormals fast verirrt.

Erwacht auf grünen, weihnachtlichen Pfaden
schaust du vom Berg hinab ins Tal; dein Blick
streift in die Weite, und du fühlst die Gnaden
die Gott als Leben hier ins Licht gerückt.

Es wird jetzt nach der Wintersonnenwende
ein jeder Tag ein wenig länger spielen,
in Winter, Frühling, Sommer sich verschwenden
und uns geleiten hin zu neuen Zielen.

Und hält sich auch die Nacht noch an der Macht,
ist Hoffnung mit dem Licht, das wächst, erwacht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Wintermorgen

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Herr Winter kam heut zu Besuch,
klammheimlich über Nacht,
hat’s Schneekind mitgebracht,
das hier in weißes, weiches Tuch
gehüllt die Landschaft sacht.

Nun scheint die kleine Welt zu träumen;
als sei ein Wunsch erfüllt,
ruht alles still und mild.
Ein Zauber liegt auf Büschen, Bäumen
schenkt sich in sanftem Bild.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Winterlicht

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Es hat der Winter reichlich uns bedacht,
in feinen Flocken tanzend fiel der Schnee,
bedeckte Wiesen, Wege und den See,
die Tannenbäume, Dächer in der Höh‘,
ließ silberweiß erstrahlen Mondes Nacht.

Dich lockt die Winterlandschaft in die Stille.
Durch frischen Schnee führt deiner Schritte Spur,
ein Innehalten, Augenweide pur,
lässt dich genießen schön nun die Natur,
verbannt, was sonst anmahnt der Hektik Wille.

Der Sonne Licht im tief verschneiten Wald
schenkt hier als goldner Stern ein Zauberbild,
in dem dies Wintermärchen sanft enthüllt,
was der Adventszeit Warten reich erfüllt;
es leuchtet uns das Licht der Weihnacht bald.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Nasskalter Dezembermorgen

Kaminfeuer

Es will der Morgen mir heut fremd erscheinen,
das, was noch gestern ganz von Schnee verhüllt,
erwacht nun kaum im trüben Nebelbild,
mag sich mit Regen und dem Wolkengrau vereinen.

Wohl dem, der sich zu Hause weiß geborgen,
sich wärmen darf am Feuer im Kamin,
dieweil zum Müllberg hin die Krähen zieh’n,
sich dort im Abfall um ihr Futter sorgen.

Doch du genießt nun wohlig diese Stille,
dies Innehalten, das der Winter schreibt.
Wenn auch sein Wetter unbotmäßig bleibt,
wehrt jenem Trübsinn stets dein starker Wille.

Das Stövchen leuchtet, wärmt dir deinen Tee,
und draußen regnet’s, rieselt’s sanft wie Schnee.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Sonniger Wintertag im Nerotal

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Nun, da die Sonne diesen Wintermorgen
in ihrem hellen Schein erstrahlen lässt,
beginnt der Tag als zauberhaftes Fest,
in dem die Landschaft glänzt,im Licht geborgen.

Als habe über Nacht ein Elfenreigen
das Tal so zart bestäubt mit Pulverschnee,
verziert die Haut aus Eis dort auf dem See,
wo sich am Schwarzbachzulauf Enten zeigen.

So unberührt und rein wirkt diese Stille,
sanft hat der Winter Park und Wald bedacht.
Ein Märchenland lädt ein zu träumen sacht,
in seiner weichen,weißen Glitzerhülle.

Ich stehe, schaue, weite meinen Blick,
genieße froh dies kleine Winterglück.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Morgenspaziergang

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Dezembertag, so blau und klar!
Die Sonne lässt die Hausfassaden
in ihrem hellen Lichte baden.
Was unlängst grau und dunkel war,
grüßt nun, befreit von Nebelschwaden.

Die Stadt, geschmückt, adventlich heiter,
erstrahlt wie neu im Winterlicht,
und auch der Frost, sonst hart Gericht,
schenkt Glanz, den Raureif als Begleiter,
verschönt der Bäume kahl Gesicht.

Da mag ich gern im Park spazieren,
in morgendlicher, stiller Welt.
Ihr zarter Zauber mir gefällt,
und Eiskristalle hier brillieren,
als hätten Engel sie bestellt.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,

Winters Signale

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Noch baumeln letzte Blätter an den Zweigen
der Bäume, die der Herbst so schön bemalt‘,
die nun, da auch der Nebelschleier Reigen
gewichen ist, die Sonne warm bestrahlt.

Doch zeigt die Landschaft winterliches Wirken.
Dort, wo der Frost die Nebelfee geküsst,
bedeckt der Raureif Wiesen, Büsche, Birken;
sein weißes Glänzen gut zu sehen ist.

Sogar der alten traulichen Laterne
verlieh der kalte Gast ein trüb‘ Gesicht.
Jedoch die Sonne löst des Reifes Sterne,
verhilft ihr wiederum zu klarem Licht.

Du freust dich, denn die Luft ist frisch und klar,
und dein Spaziergang hier wird wunderbar.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017,

Wiesbaden, Nerotal

Winternacht

Ein heller Silbermond streift zart die Zweige,
die raubereift hier in der Winternacht
hoch in den Sternenhimmel greifen, schweigen,
der klar und kalt das stille Tal bedacht.

Nun nächtens unterwegs die Einsamkeit,
in blauen Schatten fliegt sie über Schnee.
Zu Eis erstarrt, ermattet liegt der See;
der Winter schreibt amphibisch seine Zeit.

Und alles Leben scheint von hier verbannt,
in Todesruhe, eine Welt der Dinge.
Jedoch, noch in den Tiefen birgt ein Schwingen
des Frühlings Hoffnung treu als Liebespfand.

Um Phönix gleich, entflammt sich zu erheben,
bereit, zu schenken hier erneut das Leben.

© Ingrid Herta Drewing

Sonniger Wintermorgen

Kurparkim Winter_o

Die Sonne leckt den Schnee vom Dach,
der nun leicht tröpfelnd taut.
Vorbei der Wolken grau Gemach,
weithin der Himmel blaut.

Ein Wintermorgen, strahlend schön,
so recht nach meinem Sinn,
lädt ein hier zum Spazierengehn
im Kurpark, ein Gewinn.

Da badet froh der Blick im Licht,
das sich jetzt voll ergießt.
Der Tag von heller Freude spricht,
die in die Seele fließt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing