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Amselgesang

Kleine Amsel, dort im Grünen
thronst du, singst dein helles Lied.
Frühling schenkt dir seine Bühnen;
und ich lausch den lieblich-kühnen
Solos, froh wird mein Gemüt.

Abends hör’ ich, früh am Morgen
deine schöne Melodie,
und ihr Klang vertreibt die Sorgen,
fühl’ mich frühlings-leicht geborgen,
Wohlgefühl in Harmonie.

Als erwache mir mein Leben
hier aus dunklem Traum und Weh,
dürfe neu im Licht erbeben,
von Gesang und Duft umgeben,
Blütenpracht, so weit ich seh’.

© Text: Ingrid Herta Drewing,

Video: Von Sarah Funk, meiner Enkeltochter

Frühlingsmorgen

Samtweiche Stimmen, liebliche Klänge
tragen des Lächelns Licht in den Morgen,
zaubern wie sanfter Elfen Gesänge
zartes Grünen, fern nebliger Fänge,
wecken, was lag im Winter verborgen.

Golden die Sonne schickt ihre Strahlen,
weit über Berge in Täler zu schauen,
tilgend das Dunkel, lösend die fahlen
Schatten, um Frühlings farbiges Malen
schön zu zeigen in Wäldern und Auen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Erneuerung

Die alten Lieder all zu oft gesungen,
erstarb ihr Klang, es hatte Phantasie
sich helle, klare Töne ausbedungen,
nicht zwitscherten wie Alte hier die Jungen,
sie sehnten sich nach Frieden, Harmonie.

Versöhnten sich dem Land; noch ungezwungen
verfolgten, fanden andre Weisen sie.
Erst saß nicht jeder Ton, doch ward gerungen
und intoniert, bis sie auch schön geklungen,
des neuen Liedes sanfte Melodie.

© Ingrid Herta Drewing,2018