Archive for the Category Sommer

 
 

Sommerwetter

Es weilt der Sommer weithin auf den Fluren,
regiert mit heißer Hand in Stadt und Land,
bestimmt die Schatten-Zeit der Sonnenuhren,
lädt ein zum Badespaß an See und Strand.

Doch herrscht er harsch auch häufig mit Gewitter,
schickt Hagelschauer, Sturm und Regenflut,
zerstört der Pflanzen Pracht wie schnöden Flitter,
wenn er entfesselt Bäume peitscht mit Wut.

Da bergen Mensch und Tier sich vor Gefahren
und suchen Schutz, wenn solch ein Wetter droht,
der Blitze Leuchten hell am Himmel loht.

Im Nest, zu Haus verweilen, fast Gebot,
bis man, befreit von wilden Wetters Not,
erleichtert sieht erneut die Welt im Klaren.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Trüber Sommertag

Es malt der Regen Perlen auf mein Fenster,
das hier seit Tagen wenig Sonne sieht,
ein Fragen, ob uns nun der Sommer flieht,
am Himmel drohen Wolken-Grau-Gespenster.

Doch Park und Garten glänzen, hell ergrünen,
und wenn es nieselt, duscht die Taubenschar.
Sogar die Amsel singt noch wunderbar
ihr lieblich‘ Solo, wählt das Dach als Bühne.

Von frischer Luft lass ich mich gern erquicken,
vom Duft der Blüten, Kräuter zart entzücken;
auch ist es warm, so schert mich Regen nicht.

Mag auch der Sommer uns noch feucht beglücken,
genieß’ ich doch die schönen Augenblicke,
das Leben, das den Segen uns verspricht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Erinnerung

Blauer Blick Provence,
Duft des Lavendels im Haar,
flirrende Sommer.

Ein vertrautes Bild,
das meine Träume durchwebt,
mich zärtlich entrückt.

© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay

Sommerbild

Hoch in den Lüften tanzen Cirrusweben,
als habe sie der Wind bizarr gemalt,
dort hingetuscht, vom Sonnenschein bestrahlt,
dass sie in weißen, zarten Schleiern schweben.

Die Federwolken leuchten da im Klaren,
wo sonst die Mauersegler Zeichen setzten,
sie, die auch munter durch die Straßen wetzten,
bevor sie südwärts zogen fort in Scharen.

Des Sommers helle Choreografie
erglänzt noch hier auf blauer Himmelsbühne,
erleb‘ es als Pendant zu Grau und Grüne,
und mich beglückt ein Bild der Harmonie.

Es zeigt sich uns in Vielfalt die Natur,
und gern verfolg‘ ich ihre sanfte Spur.

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing

Sommer-Morgen

Am Himmel Schäfchen-Wolken ziehen,
wie weiße Watte, zart, gezupft,
ins Blau des Himmels hoch gelupft,
wo sie im Sonnenlicht erblühen.

Ich schau‘, genieß‘ den Duft der Rosen,
die hier auf dem Balkon erblüht,
trink meinen Tee, das Stövchen glüht,
lass mich von seiner Wärme kosen.

So grüßt ein heller Sommermorgen,
und Mauersegler schwirren wild,
doch auf dem Dach thront ruhig, mild
die Ringeltaube, dort geborgen.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing

Ende Juli

Da geht der Juli hin, dies graue Wunder,
das uns hier endlich Regen hat gebracht.
Doch hoffen wir, dass der August nun munter
sich sonnig uns mag zeigen, warm und sacht.

Die Hitze bleib’ uns fern im Sommer-Leben,
von Juni schon zu deutlich vorgeführt;
auch Hagel, Wolkenbruch, Gewitterbeben
sind für uns obsolet, weil nicht gekürt.

Wohl temperiert, so seien sie die Tage,
da mag auch kurz ein kühler Regen sein,
damit die Pflanzen keine Dürre plage,
in Garten, Park und Wald lad’ Grün uns ein!

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing,

Sommerregen

Nun netzt ein Sommerregen
das sonnverbrannte Land,
spült Staub von allen Wegen;
die Pflanzen sanft zu hegen,
putzt er ihr grün Gewand.

Der Bach darf wieder fließen,
wo nur noch Rinnsal war,
Sumpfdotterblumen sprießen,
und in dem Teich genießen
die Enten Wasser klar.

Die Vögel wieder singen
und fliegen flugs herbei.
Im Park hör ich’s erklingen,
seh’ sich in Wipfeln schwingen
den grünen Papagei.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Kindheit im Nachkriegssommer

Freies Leben, die heißen Sommer
im Schatten der Felsengruppe,
dort nah jener Höhle,
wo sich einst Wilddieb Leichtweiß
vor des Herzogs Büttel versteckte.

Unterm Dach der Blauhimmeltage
spielten wir am klaren Schwarzbach
und stauten sein Wasser;
beschirmt vom schattigen Grün
der Buchen und uralten Eichen.

Uns beflügelte die Phantasie,
wähnten Tipis auf der Wiese,
die wir verteidigten
gegen die Eindringlinge,
bewaffnete Cowboys und Trapper.

Mit kleinen Papierschiffchen, Kanus,
die wir in den „Stausee“ setzten
zur erfolgreichen Flucht,
halfen wir unsren Freunden
in die rettenden Wälder am Fluss.

Fern von digitalen Kunstwelten
erkundeten wir die Natur
im Wald unsrer Heimat
und vergaßen beim Spielen
die Entbehrungen der Nachkriegs-Zeit.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Endlich Regen

Kaum hätte ich es je geglaubt,
dass ich mich so könnt‘ freuen,
wenn grau die Wolken dräuen.
Doch Regen wäscht, was hier verstaubt,
darf Trockenheit verbleuen.

Der Bach, der fast schon trocken lag,
strömt plätschernd durchs Gelände,
als ob er sprudelnd fände
nun erst den Weg, der ihm behag‘
zu seinem Mündungsende.

Die Bäume, die hier schon im Park
die Blätter, Borken schoren,
matt wirkten wie verloren,
sie zeigen sich erneut bald stark,
das Grünen auserkoren.

Vorbei der Hitze Einerlei,
ob Berg, ob Tal und Klüfte;
des Sommers milde Düfte
auch mich jetzt lassen atmen frei,
und Wind erfrischt die Lüfte!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Schwarzbach im Nerotal

Heiße Sommertage

Der Sommer hält mit heißen Händen
den Tag gefangen; Sonnenlicht
schon früh am Morgen gleißend spricht.
Die Sonnenschirme im Gelände
nun zieren auch Balkone dicht.

Der Städte Mauern speichern Hitze;
im Grünen ist man gern zu Haus,
sucht sich die hohen Bäume aus,
um dort im Schatten ruhig zu sitzen
und blickt entspannt ins Land hinaus.

Im Bad, am Fluss lässt ’s sich gut weilen,
es hilft so manche frische Brise
hier, wo die kühlen Wasser fließen,
der Macht der Hitze zu enteilen,
gelassen Sommer zu genießen.

© Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden Opelbad