Archive for the Category Sommer

 
 

Sommers Rückkehr

Wer glaubte, Herbst sei eingekehrt,
weil kühl der Morgen uns bedacht,
wird nun des Besseren belehrt,
denn Sommer, heiß zurückgekehrt,
mit Sonne um die Wette lacht.

Die Eisverkäufer freut ’s, sie haben
nun wieder Kunden reich an Zahl.
Das Ausflugs-Wirtshaus fertigt Gaben
für Gäste, die sich stärken, laben,
ist auch dabei mit Trunk und Mahl.

Zu dumm, dass Ferien sind vorbei!
Die Schüler in der Schule sitzen,
denn kaum kennt man noch hitzefrei,
obwohl in jedem Jahr seit Mai
die Klassen in der Hitze schwitzen.

Nach Schulschluss sind sie eingeladen,
das Schwimmbad lockt mit kühlem Nass.
Den Kindern tut es gut, dies Baden,
dem Lernerfolg droht kaum ein Schaden,
wenn auch noch ruht Pythagoras.

Lasst uns den Sommer noch genießen,
das helle Licht in Stadt und Wald!
Wie bald wird uns der Herbst begrüßen
und nach dem Farbenpracht-Versüßen,
wirft er die Nebelkerzen kalt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Spätsommerträume

Schon sammeln sich die Kraniche im Tal,
als wollten sie den großen Flug beginnen.
Noch ist August, doch trüber Tage Zahl
mir gaukelt vor, dass Herbst nun wird gewinnen.

Zwar lechzt dies trockne Land nach reichlich Regen,
doch Unwetter, vereinzelt nur vor Ort,
zerstören, machen Flüsse aus den Wegen
und spülen wild von Hängen Erde fort.

Da hoffe ich auf späten Sommers Tage,
wohl temperiert die Lüfte, sonnig mild,
ein Indian-Summer-Spiel als Lustansage,
das hell erglänzt in Floras goldnem Bild.

Des Nachts mag sanft erquickend leichter Regen
im Herbstgewand die Landschaft sorgsam hegen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Sommerversprechen

Im klaren Bergsee
das Versprechen des Himmels,
die Sonnentage.

Schmetterlingsworte,
zart in die Lüfte gehaucht,
der Rosen Träume,
wehen im Winde dir zu,
duftende Sehnsuchtslieder.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Sommerausklang

Wie schnell des Sommers Tage schwinden!
Ich sah die Mauersegler fliehen,
in Scharen schon nach Süden ziehen,
weit weg ins ferne Afrika.

Und auch die goldne Pracht der Linden,
ihr Duft nach milden Regens Sprühen,
der lieblich mochte hier erblühen,
ist plötzlich nun auch nicht mehr da.

Doch Hochsommer lässt uns noch finden,
was die Natur ihm hat verliehen,
nach Hitze und Gewitter Mühen,
in Wiese, Wald ein Grünen nah‘.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Mittagspause

Hochsommer zelebriert die heißen Stunden;
ermattet magst du nun im Schatten ruh’n.
Was vormals drehte stressend seine Runden,
ist für geraume Zeit dem Blick entschwunden;
du gönnst dir diese Pause nichts zu tun.

Der Ventilator summt sein sanftes Lied,
vertreibt die Hitze, schenkt dir frische Luft.
Im Mittag ruht der Tag, und leise zieht
Beschaulichkeit dir zärtlich ins Gemüt,
und dich umgibt Lavendels herber Duft.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Sommerzeit

S albei, Thymian, Rosmarin,
O leanderblütenpracht,
M inze und Lavendel blüh’n,
M ondschein und Mittsommernacht,
E ine Märchenwelt, und Düfte
R eichern an die milden Lüfte,
Z aubern Wonne in die Welt.
E s erblühen duftend Linden;
I nnig wir zusammenfinden,
T anzen, wie es uns gefällt.

© Foto u. Ingrid Herta Drewing,

Junis Abschied

Der Juni geht, nicht ohne die Allüren,
die er uns präsentiert‘ im Hitzeneid
noch einmal zugespitzt hier vorzuführen:
Er trägt zum Abschied jetzt Hochsommers Kleid.

Versetzt uns in der Sahara Kulisse
mit Trockenheit und an die 40 Grad.
Da hofft man, dass im Juli die gewisse
gemäßigt warme Zeit das Sagen hat.

Auch Sommerregen zwischendurch wär‘ schön,
der Rhein, er solle sich als Strom stets zeigen
Wir haben Brücken, über die wir gerne geh’n,
ein trocknes Flussbett werd‘ ihm nicht zu eigen!

Der Sommer zeige nur noch leichtes Spiel,
führ‘ ohne Unwetter zu seinem Ziel!

© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Ingmar Drewing

Abkühlung

Der Laubfrosch klettert auf der Leiter
und quakt dann weiter, heiter, heiter.
Exakt zeigt ’s auch das Thermometer,
es ist zu heiß, so klagt fast jeder.

Wer gestern nicht zum Schwimmen ging,
für den ist ’s nun ein klares Ding:
Auf geht ’s zum Schwimmbad in der Höh‘
und rein ins Wasser mit Juchhe.

Dort kann man sich sein Köpfchen kühlen,
beim Kraulen tief im Wasser wühlen.
So hält man Hitze sehr gut aus
und geht dann recht erfrischt nach Haus.

Ein guter Trunk zur Abendstunde
mag schön den Urlaubstag abrunden.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Frühsommertag

Ich mag den Sommer, wenn die Kirschen reifen,
die Sonne strahlend früh am Morgen spielt,
ein leichter Wind hier will die Wipfel streifen,
bevor die Schwüle auf Gewitter zielt.

Die Linden blühen, mich mit Duft betören,
wie Honig süß und doch so zärtlich mild.
Dies nasenselig Glück darf mir gehören;
der Immen Summen fügt sich sanft ins Bild.

Zur Nacht, wenn Mond und Sternenhimmel grüßen,
umfängt die Luft mich warm und seidenweich.
Ich hör den Schwarzbach leise plätschernd fließen,
genieße, was Natur uns schenkt noch reich.

Obwohl der Klimawandel unsre Welt
mit seinen Zeichen schon in Atem hält.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing

Sommerwiese

In diesem Sommer blüht die kleine Wiese,
als habe eine unsichtbare Hand
sie sanft liebkost und ihr gesagt, man ließe
ihr für ihr Blumenvolk das ganze Land.

Sie strotzt nur so im Sonnenlicht mit Grünen
der Blätter, mannigfach in Form und Kraft,
als wolle sie die Regentage sühnen
und zeigen, wie das Wasser Leben schafft.

Insekten tummeln sich in diesem Garten,
das zirpt und summt und surrt im Mittagslicht;
in frohen Tänzen, hier im Spiel der Arten,
schreibt auch der Wind sein zärtliches Gedicht.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing