Archive for the Category Schmetterling

 
 

Schmetterling

S ieh da, ein Schwalbenschwanz im Mittagslicht

C hargiert beschwingt auf Herbstes goldner Bühne!

H ier, wo so vieles schon von Abschied spricht,

M imt er den guten Gast, kennt nicht Verzicht.

E in Kap-Bleiwurz lockt ihn auf die Tribüne,

T rägt blauer Blütendolden Nektar, gut Gericht.

T ändelnd von Blum‘ zu Blume, die in Sicht,

E rquickt er sich so an der Pflanzen Süße,

R uht aus dort, wo der Blütenflor besticht,

L ehnt auf den Beinchen, hat ja keine Füße.

I ch schau ihm dabei zu, doch stör’ ihn nicht,

N ehm’ seine Schönheit wahr, Natur-Gedicht,

G enieße so des Lebens Liebes-Grüße.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Schmetterlings-Gast

Das Pfauenauge
besucht Erika-Blüten
hier im Vorgarten.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Münster-Kinderhaus

Butterfly

Im Sommergarten.
schwebt tanzend durch die Lüfte
ein Kohlweißling-Paar.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Herbstbesuch

Kleiner Kohlweißling,
gleich einer zarten Blüte
schwebst du hier im Licht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Schmetterlinge

Zwei Schmetterlinge fand ich heut im Garten.
Wo ich sonst nur Kohlweißlinge geschaut,
da durfte ich bewundern andre Arten,
die mir bisher hier waren nicht vertraut.

Es saß, berauscht vom Duft, in den Zypressen
ein C-Falter, die Flügel ausgestreckt.
Ich war auf Spatzenfotos grad versessen,
als ich ihn leuchtend hell im Grün entdeckt.

Der Unterseite C konnte ich nicht sehen,
jedoch erschien sein Flügelkleid perfekt,
orangefarben sein Grundton tat bestehen,
in schwarz-braun-gelbem Muster war ’s gefleckt.

Dort auf der Dahlie, die meist‘ Bienen meiden,
saß, Nektar sammelnd, sanft ein Admiral
mit samtig schwarzen Flügel-Oberseiten,
die Binde rot mit Punkten reich an Zahl.

Und es erschienen mir die zarten Wesen
wie kleine Elfen aus dem Feen-Land,
in ihrer Schönheit, die so auserlesen,
erschaute ich im Licht sie wie gebannt.

© Fotos u. Text: Ingrid Herta Drewing

Leben

Das Leben ist ein Schmetterling,
so lind und farbenschön,
ein Spiel, das sich in Zeit verfing,
zeigt’s sich auch als zerbrechlich‘ Ding,
wenn es muss früh vergeh’n.
–
Jedoch, solange Leben währt,
schenkt es das größte Glück.
Trotz Leid viel Freude wird beschert,
und jedem Wesen ist es wert
als eigenes Geschick.
–
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Kleiner Fuchs auf meinem Balkon