Archive for Juni 2024

 
 

Fußball-EM-Limericks

Vorbei für die Fans nun das Warten!
In München tat gestern man starten
das Fußball-Turnier;
geöffnet die Tür
für ’s Sommermärchen im Garten.

Aus Schottland empfing man die Gäste,
gestimmt waren alle auf ’s Beste,
und Nagelsmanns Kür
erwies sich als Zier
des Fußballs und wurde zum Feste.

Erfahrung mit Jugend im Bunde,
ein herrliches Spiel in der Runde!
Die Mannschaft ging vor,
traf fünfmal ins Tor,
schenkt’ „Schottland“ noch eins, schließt die Wunde.

Den Fans, die euphorische Schäume
schon tragen in Meisterschaftsträume,
sei dennoch gesagt,
dass man sich auch fragt,
wie ’s wird, wenn der Gegner blockt Räume.

Solch Fragen soll sie nicht verdrießen,
den Fußball-Sport froh zu genießen,
wenn in unsre Welt,
die Kriege vergällt,
durch’s Spiel Freuden friedlich einfließen!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Naturschutzgebiet am Taunusrand

Im Rabengrund erblühen Orchideen,
das Knabenkraut wächst neben Mädesüß,
Wegwarten, Margeriten zahlreich stehen,
auch Storchenschnabel grüßt im Paradies.

Wie kleine Inseln Hecken blühen, Schlehen,
für manchen kleinen Vogel Raum für’s Nest,
ein Schutz, wenn stürmisch, böig Winde wehen;
Goldammern feiern dort ihr Frühlingsfest.

Des Schwarzbachs Quellen wasserreich entspringen
hier, wo man sorgsam die Natur beschützt,
im Reservoir sie Trinkwasser bedingen,
das der Versorgung Wiesbadens gut nützt.

Und Klatschmohn, der im Grün der Wiesenwogen
in warmen, roten Feuern leuchtend brennt,
schreibt trotz des kühlen Regens Sommers Slogan,
verkündet Leben, das im Licht gefällt.

© Text: Ingrid Herta Drewing,

Foto: Pixabay

Wetter-Katastrophe

Im milden Schein der Sommerabend-Sonne
sitzt auf dem Dach ein Ringeltauben-Paar,
genießt gemeinsam jetzt der Wärme Wonne,
nachdem der Tag kühl, regenreich hier war.

Es zeigt Natur nun sommerliche Milde,
jedoch in Deutschlands Süden herrscht noch Not:
Durch Straßen toben Wasser-Ströme, wilde,
und Menschen,Tiere sind von Flut bedroht.

Solch Katastrophen-Wetter wir beklagen,
zu häufig herrscht es weithin in der Welt,
dann ist’s um Existenzen schlecht bestellt.

Der Klimawandel sei es, so das Sagen,
weil sich ein Teil der Menschheit falsch verhält
und so das Leben aller gar vergällt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Viola

Blütengesichter
auf dem Balkon, farbenfroh,
Frühsommertage.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing