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Fastnachtsgestöber

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Ins kunterbunte Fastnachtstreiben
mischt Winter sich, lässt seinen Schnee
inmitten des Konfettis bleiben,
das wirbelnd hier fällt aus der Höh’.

Begeistert stehen kostümiert
die Narren dort am Straßenrand;
sie schunkeln, lustig animiert,
so mancher außer Rand und Band.

Helau! Helau! schallt ’s in den Gassen,
wo farbenfroh der Faschingszug
sich prächtig nun hat sehen lassen,
der Karneval im Höhenflug.

Da passen Winters rote Nasen
gut in die Zeit, so mancher Clown
den Schneemann gibt; auf weißem Rasen
verirrt sich schalkhaft auch ein Faun.

Wie’s scheint, lässt sich wohl niemand stören
durch Winters frostiges Gesicht.
Heut gilt ’s dem Frohsinn zu gehören;
da fühlt man Schnee und Kälte nicht.

© Foto u. Text /Ingrid Herta Drewing

Winters Rückkehr

DSCN9175 Kopie

Leise rieseln kleine Sterne,
sammeln sich als Pulverschnee,
zaubern Gauben und Laternen,
Mützen, Hauben in der Höh‘.

Wo man schon von Farben träumte,
legt Frau Holle Decken aus,
holt nun nach, was sie versäumte,
wirft ihr weiß Konfetti raus.

Doch die Narren auf den Straßen
kümmert ’s kaum, an Fassenacht
zeigen sie ihr lange Nasen,
bunt gemischt hier Frohsinn lacht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Milder Fastnachtstag

neropanorama1Der Winter trägt auch Maske nun;
im Sonnenlicht erstrahlt
ein Tag, blau angemalt,
und tanzt in Frühlings leichten Schuh’n.

Begegnet lächelnd uns, so mild.
Frühblüher lockt das Licht,
Schneeglöckchen, dicht an dicht
im Park, bezaubernd Bild.

Es taut das Eis, der muntre Bach
er plätschert murmelnd hin.
Die Haut des Sees wird dünn,
und Wasservögel schnattern, wach.

Dort auf den Wegen, kostümiert,
zieht eine Kinderschar.
Ein Tiger läuft da, ungeniert,
mit einem Prinzenpaar.

Geblendet von des Winters Spiel,
der sich geschickt verstellt,
in Milde sich gefällt,
herrscht hier ein fastnachtsfroh’ Gefühl.

© Ingrid Herta Drewing

Straßenfastnacht

Fastnacht, Köln,2015

Die Fastnachtszüge hier am Rhein
nun ziehen fröhlich durch die Städte.
Die Frohsinnsdrachen Gaben spei’n,
und Kinder schnell die Schätze retten.

Froh tummelt sich der Narr im Volke,
das kostümiert dem Jokus frönt.
Am Himmel nur Schönwetterwolken
und Sonnenglanz sie heut’ verwöhnt.

Als sei der Winter schon vergangen,
vertrieben frostige Dämonen,
tanzt hier ein fröhliches Verlangen,
kann kunterbunt den Tag belohnen.

Und mag ’s auch Morgen frieren, schneien,
das stört die Narren nicht.
Heut’ woll’n sie feiern und sich freuen;
ab Aschermittwoch heißt’ s Verzicht.

© Ingrid Herta Drewing

Verirrt

Seltsam real ist’s oft, wovon wir träumen.
Wir sind an Orten, auch in fremdem Land;
auch wenn nur Name oder Bild bekannt,
entführt’s uns magisch dann in seine Räume.

So ging im Traum ich heut‘ in Köln spazieren,
zum Rosenmontagszug schnell hin gereist.
Die Narren durften durch die Stadt marschieren.
In Mainz lag wegen Sturm der Zug auf Eis.

Obwohl die Sonne schien, wollt‘ ich nach Haus,
und suchte nach dem Bahnhof, fand ihn nicht.
Kein Mensch, den ich gefragt, kannte sich aus,
bedauerte mit fröhlichem Gesicht.

Es kam mir vor wie eine Odyssee,
ich irrte lang umher in Straßen, Gassen,
sah Kostümierte in der Rheinallee,
sich munter tanzend an den Händen fassen.

Viel bunte Schiffe fuhren auf dem Rhein,
von fern sah ich den Dom mit seinen Türmen.
Smaragdgrün war der Fluss, wie konnt‘ das sein ?
Und dann begann’s zu regnen und zu stürmen.

Doch, kurz bevor Verzweiflung mich befiel,
verging der Traum, erleichtert wacht‘ ich auf.
Ich war zu Haus. Vorbei das irre Spiel!
Und heiter nahm der Tag dann seinen Lauf.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Straßen-Fastnacht

Herr Jokus kommt heut‘ grau verkleidet
mit reichlich Regen im Gepäck.
So manchem er den Tag verleidet
trotz Fastnachtszug und muntrem Jeck‘.

Es fehlt der Schnee; kein sanftes Rieseln,
kein Sonnenschein, kein Himmelblau,
statt dessen Trübe, kaltes Nieseln
verschleiern hier die schöne Schau.

Da mag das Schunkeln wohl erwärmen,
die Regenhaut schirmt das Kostüm
der Narren, die auf Straßen schwärmen,
verlachend Sturmes Ungestüm.

Sie lassen sich durch nichts verdrießen.
Es ist die fünfte Jahreszeit
für sie stets Anlass zu genießen
die närrische Geselligkeit.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Fastnacht 2016

Der Jecken Zeit ist nun gekommen,
sie feiern munter Karneval.
Die Tradition bleibt unbenommen;
doch mancher Mensch denkt auch beklommen
an Terrorismus und Skandal.

Was früher, leicht und unbekümmert,
bestimmte närrisch‘ frohe Stunden,
wirkt nun im Grunde wie zertrümmert.
Man fühlt, es hat sich was verschlimmert,
hofft, dass noch Sicherheit gefunden.

Fast mag es manchem hier erscheinen,
als sei’s ein Tanz auf dem Vulkan,
wo vieles nicht mehr ist im Reinen.
Bedenken, Ängste sich vereinen
mit Krise, Leid, Not, Krieges-Wahn.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Straßenfastnacht

Die Fastnachtszüge hier am Rhein
nun ziehen fröhlich durch die Städte.
Die Frohsinnsdrachen Gaben spei’n,
und Kinder schnell die Schätze retten.

Froh tummelt sich der Narr im Volke,
das kostümiert dem Jokus frönt.
Am Himmel nur Schönwetterwolken
und Sonnenglanz sie heut’ verwöhnt.

Als sei der Winter schon vergangen,
vertrieben frostige Dämonen,
tanzt hier ein fröhliches Verlangen,
kann kunterbunt den Tag belohnen.

Und mag ’s auch Morgen frieren, schneien,
das stört die Narren nicht.
Heut’ woll’n sie feiern und sich freuen;
ab Aschermittwoch heißt’ s Verzicht.

© Ingrid Herta Drewing

Winter-Fastnacht

Schon ist vorbei der Januar;
wie schnell die Zeit entflieht!
Es kehrt hervor der Februar
sein närrisches Gemüt.

Der Narren fünfte Jahreszeit
ist jetzt schon voll im Schwange.
Der Winter trägt sein eisig‘ Kleid
und lässt den Frühling bangen.

Der hatte sich jüngst sanft gerührt,
ließ gar die Knospen schwellen.
Nun wird er grob zurückgeführt,
der Kälte Hunde bellen.

Noch zeigt der Winter hier im Land
sein hartes Regiment,
behält es bleich und kalt als Pfand
mit frostigem Talent.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Närrischer Winter

Es kann der Winter sich wohl nicht entscheiden,
wie er sich heuer hier nun präsentiert.
Soll er sich nassforsch nebelgrau einkleiden,
vielleicht auch schneeweiß, wenn er kalt spaziert?

Da wirft er stürmisch alles aus der Höh‘,
lässt an der Nordsee Wellenkämme türmen,
der Osten und der Süden steckt im Schnee,
der Westen regenblass, ein Meer von Schirmen.

So närrisch wie die fünfte Jahreszeit
begleitet er da jetzt den Karneval.
Ich mag’s nicht, bin vergrätzt, hab’s gründlich leid
und warte auf den Frühling hier im Tal.

Der wird, ich hoff’s, den Wetterwunsch erfüllen
und endlich meine Sonnensehnsucht stillen.

© Ingrid Herta Drewing,2015