Archive for the Category Vorfrühling

 
 

Milder Fastnachtstag

neropanorama1Der Winter trägt auch Maske nun;
im Sonnenlicht erstrahlt
ein Tag, blau angemalt,
und tanzt in Frühlings leichten Schuh’n.

Begegnet lächelnd uns, so mild.
Frühblüher lockt das Licht,
Schneeglöckchen, dicht an dicht
im Park, bezaubernd Bild.

Es taut das Eis, der muntre Bach
er plätschert murmelnd hin.
Die Haut des Sees wird dünn,
und Wasservögel schnattern, wach.

Dort auf den Wegen, kostümiert,
zieht eine Kinderschar.
Ein Tiger läuft da, ungeniert,
mit einem Prinzenpaar.

Geblendet von des Winters Spiel,
der sich geschickt verstellt,
in Milde sich gefällt,
herrscht hier ein fastnachtsfroh’ Gefühl.

© Ingrid Herta Drewing

Warten auf den Frühling

Der Kraniche Zug
schreibt sich hoch in den Himmel,
bringt Südens Lieder.

Kleine Schneeglöckchen
grüßen in den Vorgärten.
Eine Amsel singt.

Der kühle Morgen
spielt mit meinem Atemhauch
und Frühlingsträumen.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingshoffnung im Norden

Wenn im Süden die Mimosen
duftend schon die Lüfte kosen,
weilt bei uns noch Winter; Weh
mildern schön doch die Christrosen,
trotzen strahlend Frost und Schnee.
Auch die goldnen Winterlinge
zeigen bald hier ihre Pracht,
und ich bin dann guter Dinge,
dass der Sonne, die schon lacht,
es, nun wärmend, hier gelinge,
sie uns Blütenfrühling bringe,
der uns froh und glücklich macht.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Vorfrühling

Kurpark-Sittiche_nEs spielt der Winter heut im Himmelblauen,
und auch der Krokus, frühlingshaft gewitzt,
der milden Luft, dem Tauwind mag vertrauen,
mit grünen Blättern aus der Erde spitzt.

Vom Eis befreit der kleine See; der Bach
darf nun in seinen Schnellen leichthin rauschen.
Der Vögel muntre Schar, so hell und wach,
beginnt in großer Höh‘ ihr Lied zu tauschen.

Laut rufend stiebt die grüne Sittichschar
verwegen in den Kronen der Platanen,
die kahl im Kurpark stehen,knospend klar,
als könnten sie den nahen Frühling ahnen.

Ein Rest von Schnee an meiner Lieblingsbank,
erinnert mich, dass wir noch Winter haben.
Doch der schenkt Milde uns und macht sich schlank,
lässt nun vergessen Frost und Glatteis-Gaben.

© Ingrid Herta Drewing,

Frühlingsahnen

Der Sonnenbogen höher steigt,
es wächst der Tage Licht.
Zum Knospen mancher Zweig nun neigt,
obwohl der Winter noch nicht schweigt,
des Nachts noch frostig spricht.

Auch regt sich grünend hier im Garten,
was schlummernd in der Erde
geborgen liegt, um abzuwarten
und blütenzart im Licht zu starten,
wenn Frühling sagt: „Nun werde!“

Schneeglöckchen läuten’s Frühjahr ein;
es taut der letzte Schnee.
Die Winterlinge golden, fein,
sie strecken trotz der Kälte Pein
ihr Köpfchen in die Höh‘.

Du weißt, lang wird es nicht mehr währen,
bis ganz der Winter geht,
zurück die Vogelscharen kehren
und lassen hier ihr Singen hören,
das Land in Blüte steht.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Vorfrühling in Wiesbaden

DSCN6778Nomen est Omen; Sonntag hat
die Sonne heute eingeladen.
Die Stadt, noch jüngst im Nebel matt,
darf nun in hellem Lichte baden.

Zwar ist die Luft hier noch recht kühl,
doch blauer Himmel hilft bewahren
den Hauch von Vorfrühlingsgefühl,
jetzt, da die Landschaft liegt im Klaren.

Und dort, wo Eis und Schnee geblitzt,
in Weiß bedeckten Park und Garten,
keck schon ein zartes Grünen spitzt,
den Frühlingsblütentanz zu starten.

Bald wird erwachen die Natur
und folgen Frühlings sanfter Spur.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Tauwetter

Version 2

Vom Dache spült ein frischer Regen
des letzten Schneefalls Rest,
und milde Lüfte sich bewegen
jetzt zu uns aus Südwest.

Schneeglöckchen blühen auf im Garten,
die Sonne wachsen lässt.
Sie zart in weißen Röckchen starten
den linden Frühlingstest.

Es probt auch seine Melodien
der Amselhahn für’s Fest.
In stimmungsvollen Harmonien
lockt er die Braut zum Nest.

Bald hisst der Krokus seine Fahnen
hier wiesenweit im Rund.
Wir dürfen schon den Frühling ahnen,
der bald die Welt färbt bunt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Vorfrühling

Noch trag ich warme Puschen,
denn Frühling lässt sich Zeit,
schien kurz herein zu huschen.
Doch Winter mag’s vertuschen,
hat über Nacht geschneit.

Da liegt im Weiß verborgen,
was gestern gern erglüht‘.
Vertröstet auf ein Morgen,
in Knospen warm geborgen
schläft zarter Blüten Lied.

Doch endet bald das Warten,
und Winter räumt das Feld.
Dann wird in Park und Garten
des Frühlings Flor neu starten,
erhellt die kleine Welt.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlingshoffnung

Es scheint, als wolle Frühling scherzen,
gibt sich heut kühl, etwas verschnupft,
obwohl er vor Beginn des Märzen
schon Krokus,Primeln, Veilchenherzen
so farbenfroh ins Gras getupft.

Ich hoff‘, des Winters launig‘ Wetter
setzt nun der Lenz nicht fort vor Ort
und wünsche mir, dass er viel netter,
gepaart mit Südwind, seinem Vetter,
uns hier beglückt in grünem Hort.

Vielleicht mag er bis Ostern säumen,
entfalten dann erst mildes Leben,
lässt Blüten noch in Knospen träumen,
bis sie erwachen und den Bäumen
den zarten Flor im Lichte geben?

© Ingrid Herta Drewing,2016

Interim

Als ob sie wer im Schlafe wiege,
so traumverloren wirkt die Stadt.
Der Regenwolken graue Riege
noch feiert ihre feuchten Siege,
nasskalter Winter zeigt sich matt.

Es tragen diese trüben Tage
in ihrem regenmüden Kleid
den Gleichmut in sich, und nur vage
erwächst hier aus des Winters Lage
die Leichtigkeit der Frühlingszeit.

Jedoch schon sprießt’s in Park und Garten.
Schneeglöckchen, Krokus, helles Grün
der Wiesen zeigen Frühlings Starten.
Bald ist vorbei das sehnend‘ Warten,
und hell wird hier das Land erblüh’n!

© Ingrid Herta Drewing,2016