Am Strand

Ebbe_o

Federwolken,weiß
in den Blauhimmel getuscht
über den Dünen.

Silberne Wellen;
in der gleißenden Sonne
schimmert das Meer.

Die hellen Muscheln
leuchten aufgereiht am Strand,
der Ebbe Geschenk.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing

Abkühlung

Schwimmer_o

Der Laubfrosch klettert auf der Leiter
und quakt dann weiter, heiter, heiter.
Exakt zeigt ’s auch das Thermometer,
es ist zu heiß, so klagt fast jeder.

Wer gestern nicht zum Schwimmen ging,
für den ist ’s nun ein klares Ding:
Hinaus geht ’s an den Badesee
und rein ins Wasser mit Juchhe.

Dort kann man sich sein Köpfchen kühlen,
beim Kraulen tief im Wasser wühlen.
So hält man Hitze sehr gut aus
und geht dann recht erfrischt nach Haus.

Ein guter Trunk zur Abendstunde
mag schön den Urlaubstag abrunden.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Sommermorgen

Ringel,1460178887360075_7401940623709047567_n

Auf Dächern liegt der Sonne heller Schein,
fließt golden nun herab auf die Fassaden,
erreicht die Fenster, trägt den Tag hinein,
lässt uns in ihrem warmen Lichte baden.

Der Blick hinaus sieht zart den Himmel blauen,
wo schon die Mauersegler leichthin schweben,
die früh sich schwangen aus dem Morgengrauen
und anmutig hoch in die Lüfte streben.

Der Ringeltaube dunkles Sehnsuchtsrufen
dringt an mein Ohr; ein Sommertag beginnt
und lockt verheißungsvoll auf seine Stufen,
was grünend wächst, hier lebt und Schönes sinnt.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Sommerreife

Der Sommer strahlt und zieht durchs Land,
verliebt in Wachsen, Werden,
und fördert hier mit warmer Hand,
was fruchten will auf Erden.

Schon glänzen Kirschen rot am Baum,
die Sonne lässt sie reifen.
Das Vogelkind entwächst dem Flaum,
mag durch die Lüfte streifen.

Es schwingt sich auf in Himmels Blau,
beflügelt‘, junges Leben,
und darf dort sanft in klarer Schau
im Sonnenlichte schweben.

© Ingrid Herta Drewing

Sommer

Oleander_o

Es hebt der Tag die Sonnenlider;
ein blauer Himmel schirmt die Welt,
die kleine, die uns immer wieder
mit ihren Wundern neu gefällt.

Sie zeigt uns nun ein Blühen, Grünen,
das die Natur hier schön bestellt.
In Park und Wald, auf Wiesenbühnen
dies Leben unsren Blick erhellt.

Wer denkt da an den Biss der Zecke,
an Sonnenbrand und Hitzestau?
Ein frecher Faun lugt um die Ecke
und kennt sein Flötenlied genau.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Frühling in Wiesbaden

DSCN8561
Ich mag die Tage, wenn in klarem Blau
am Himmel Wolken weiß wie Watte schweben,
der Frühling lässt ergrünen Tal und Au
und frische Lüfte, auch im Südwind lau,
die Blüten streifen, uns mit Duft beleben.

Ich freue mich, wenn früh schon Vögel singen,
ihr frohes Lied von allen Dächern schallt,
der Sonne Strahlen in die Gassen dringen,
die kleine Stadt erwacht, sich einzubringen
und sich geschäftig‘ Leben regt schon bald.

Ich lieb‘ das leichte Leben hier im Maien,
wenn unsre Stadt in Festspielstimmung glänzt,
sich aus dem Alltagskleid weiß zu befreien,
Musik aus aller Welt darf Ruhm verleihen,
im Opernhaus die Werke schön kredenzt.

Obwohl zu jeder Jahreszeit so traut,
trägt jetzt die Stadt dies Lächeln im Gesicht,
wenn sie im Lenz ergrünend, blühend schaut
auf das, was Historismus schön erbaut,
sich ins moderne Leben, Bild einflicht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Am Warmen Damm

Glockenblume

G lockenblümchen, meine Freude,
L ieblich leuchtest du, so zart.
O hne Fehl, als Augenweide
C hangierst in Blau du, ganz apart.
K önigskind der Blumenwiese,
E lfengleich der Blüte Hauch,
N och der Mond, so glaub’ ich, hieße
B lühen dich und glänzen auch.
L eise klingt dein Glockenlied
U nd lässt selbst den Frühling träumen.
M it ihm taucht auch mein Gemüt
E in in zärtlich sanfte Räume.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Glockenblümchen_o

Frühlingshoffnung

Blauregenhaus,Taunusstraße_o

Geschenke aus des Frühlings Händen
beglücken uns nun reich vor Ort.
Es duftet, blüht; an allen Enden
will sich das Grau ins Grüne wenden,
und Hoffnung heißt das Zauberwort.

Was uns noch arg bedrückt, wird weichen.
Wir sehen Himmels klares Blau.
Der Sonne Strahlen setzen Zeichen;
ein Neubeginn darf jetzt erreichen,
dass wir entgehen dunkler Schau.

So wächst die Zuversicht, dies‘ Leben,
das hier im Werden die Natur
vielfältig schön ins Licht mag heben,
vermag uns Freude, Kraft zu geben,
zu folgen seiner sanften Spur.

© Foto u.Text /Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden

Maimorgen

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Noch schläft in silbergrauen Räumen
der Tag, so sanft, fast sonnenfern,
als liege diese Welt in Träumen,
bereit das Leben zu versäumen
auf unsrem blauen Wandelstern.

Jedoch, dann hebt es an, dies Klingen;
die frühen Vögel sind bereit,
den Lobgesang schön darzubringen,
und ihre Melodien schwingen
sich hoch in Äthers Lüfte weit.

Und so, als sei sie nun gerufen,
zeigt Sonne sich im Morgenglanz,
lockt Fauna, Flora auf die Stufen,
die ihres Lichtes Strahlen schufen
hier in des Lebens Freudentanz.

© Foto u.Text
Ingrid Herta Drewing

Nasenseligkeit

Version 2
Im Licht der Sonne
der duftgeschwängerte Park
nach Mai-Gewitter.

© Foto u.Text
Ingrid Herta Drewing