Archive for the Category Aktuelles

 
 

Bundestagswahl 2021

( geänderte Fassung)

Der Michel spielt den Kritikaster
an denen, die in Politik
verpulvern all den Steuerzaster
und sägen an dem morschen Ast, der
noch trägt der Deutschen Republik.

Alle vier Jahr‘ darf Michel wählen,
auch Michaela ist dabei,
wenn hier beim großen Stimmvieh-Quälen
Parteien vollmundig erzählen,
dass ihr Programm das beste sei.

„Ach“, sagt manch‘ Wähler, „ das Entscheiden
fällt mir auch diesmal wirklich schwer.
Was ich auch wähle, kaum vermeiden
kann ich ’s, dass sie sich überschneiden
beim Koalieren kreuz und quer.

Da finden sie den kleinsten Nenner,
und das, was vorher noch Programm,
mir fast erschien, als sei’s der Renner,
erkennt noch nicht einmal der Kenner,
Koalition wirkt wie ein Schwamm.

Ich hoffe, dass nun Kompromisse
sich nicht entpuppen gar als faul,
damit beim Ritt ins Ungewisse
man reite keinen toten Gaul!“

© Text: Ingrid Herta Drewing, 26.09.21
Foto: Pixabay

Bundestagswahl 2021

Der Michel spielt den Kritikaster
an denen, die in Politik
verpulvern all den Steuerzaster
und sägen an dem morschen Ast, der
noch trägt der Deutschen Republik.

Alle vier Jahr‘ darf Michel wählen,
auch Michaela ist dabei,
wenn hier beim großen Stimmvieh-Quälen
Parteien vollmundig erzählen,
dass ihr Programm das beste sei.

„Ach“, sagt der Wähler, „ das Entscheiden
fällt mir auch diesmal wirklich schwer.
Was ich auch wähle, kaum vermeiden
kann ich ’s, dass sie sich überschneiden
beim Koalieren kreuz und quer.

Da finden sie den kleinsten Nenner,
und das, was vorher noch Programm,
mir fast erschien, als sei’s der Renner,
erkennt noch nicht einmal der Kenner,
Koalition wirkt wie ein Schwamm.

Bei den drei Kanzler-Kandidaten
erscheint wohl leichter jene Kür.
Hier ist Erfahrung angeraten,
nicht Worte zählen, sondern Taten,
da lob ich doch den Meister mir.“

©  Text: Ingrid Herta Drewing, 01.09.21

Foto: Pixabay

Staates Macht

Föderalismus
treibt hier seltsame Blüten
im Corona-Kampf.

© IHD, März 2021

Status

Corona-Seuche,
das Land in dritter Welle,
Inzidenz steigend.

© IHD, März 2021

Corona-Ritornelle

Covid-Pandemie
nun zeigt, wie schwach der Mensch, „der Schöpfung Krone“,
wenn er nicht sinnvoll nutzt die Synergie.

Millionen Tote,
weil viele sorglos die Gefahr verkannten,
nicht glaubten, welches Leid den Menschen drohte.

Es war zu ahnen,
die Wissenschaft, besonders Virologen,
sie klärten auf, vergaßen nicht das Mahnen.

Es gelten Lehren:
Abstand und Hygiene-Regeln achten
und mit Mund-Nasenschutz dem Virus wehren.

Sich neu justieren,
im Lockdown sind die Bürger hier im Staat;
politisch sollt‘ Verantwortung regieren!

Die Inzidenzen,
zunächst noch sinkend, steigen wieder an,
das zwingt zur Wachsamkeit auch an den Grenzen.

Doch gibt’s Beschwerden,
auf manch Regierende die Bürger schimpfen,
den Amtsschimmel, Bürokratie, Behörden.

Und wie bei Pimpfen
schiebt man den Schwarzen Peter andern zu;
es fehlt noch immer der Stoff zum Impfen.

Jetzt geht ’s ans Testen,
die Logistik leisten Spahn und Scheuer.
Na hoffentlich hält man uns nicht zum Besten!

Ist’s spät zur Stelle,
das Testen, Impfen, dennoch vieles offen,
folgt gar dem Hoffen die dritte Welle.

© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto: Pixabay

Appell

Statt ständig neu zu zündeln,
wird es nun höchste Zeit,
dass wir die Kräfte bündeln,
um mit Vernunft bereit
zu sein, dem Virus wehren,
verweigern sich als Wirt,
dann muss es uns entbehren,
bald nicht mehr tödlich schwirrt.

Drum heißt ’s: Kontakte meiden,
wo es uns möglich ist,
damit vorbei die Leiden,
der „Covid-19- Mist!“

© Text: Ingrid Herta Drewing,

    Foto: Pixabay

Ver-rücktes Wetter im Januar

Die Meseta liegt im Schnee.
Madrilenen schauen, staunen,
was da fällt aus Himmels Höh‘
flockig leicht wie weiche Daunen,
meterhoch die Stadt bedeckt,
Straßen, Häuser weiß versteckt.

Seit Jahrhunderten nicht mehr
sah man solchen Schneesturm wehen,
auch die Bäume tragen schwer,
Äste brechen, Eis versehen.
Winter herrscht mit kalten Siegen;
der Verkehr droht zu erliegen.

Und im Süden Malaga
trifft barsch, harsch nur Nass von oben.
Wo im Sommer Dürre war,
wild nun Ströme sprudeln, toben.
Dort, wo man flamenco- munter,
geht nun viel im Wasser unter.

Aber östlich in Athen
lockt die Hitze zu Gestaden
Dort am Hafen kann man seh’n
Menschen, die im Meere baden.
Männer, Frauen und auch Kinder
finden Sommer, keinen Winter.

© Ingrid Herta Drewing

Wahl und Wahn

Bei Abwahl ist Trump, Präsident,
in Rage, wild in Wut geraten,
sieht sich, beratungs-resistent,
als Burger King von Gottes Gnaden.

Und machtgeil, hat er dann verbittert
lautstark den Frust heraus getwittert.
Behauptete dort unverhohlen,
man habe überall im Land
ihm heimlich seinen Sieg gestohlen,
weil man von Briefwahl was verstand.

„Stoppt sie! Hört endlich auf zu zählen!“,
tönt sein Geschrei auf den Kanälen.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm,
sein Sohn träumt noch von Vaters Sieg,
entblödet sich nicht, macht Tamtam,
ruft auf nun zu „totalem Krieg“.

Wie so was endet, ist bekannt:
Gefolgschaft-Masse legt den Brand.
Ein Trauerspiel, mit anzusehen,
dass Klarheit, Anstand, Würde fehlt,
kein demokratisches Verstehen,
vom Wohl des Landes auch beseelt.

Einst Heinemann zurecht erzählte:
„Man sei Gewählte, nicht Erwählte“.

© Ingrid Herta Drewing, 07.11.20

Nicht nur die Schuld an so vielen Covid-Toten, jetzt auch noch der Aufruhr im Kapitol und vier weitere Tote gehen auf sein Konto.

Wahl und Wahn

Bei Abwahl ist Trump, Präsident,
in Rage, wild in Wut geraten,
sieht sich, beratungs-resistent,
als Burger King von Gottes Gnaden.
Und machtgeil, hat er dann verbittert
lautstark den Frust heraus getwittert.

Behauptete dort unverhohlen,
man habe überall im Land
ihm heimlich seinen Sieg gestohlen,
weil man von Briefwahl was verstand.
„Stoppt sie! Hört endlich auf zu zählen!“,
tönt sein Geschrei auf den Kanälen.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm,
sein Sohn träumt noch von Vaters Sieg,
entblödet sich nicht, macht Tamtam,
ruft auf nun zu „totalem Krieg“.
Wie so was endet, ist bekannt:
Gefolgschaft-Masse legt den Brand.

Ein Trauerspiel, mit anzusehen,
dass Klarheit, Anstand, Würde fehlt,
kein demokratisches Verstehen,
vom Wohl des Landes auch beseelt.
Einst Heinemann zurecht erzählte:
„Man sei Gewählte, nicht Erwählte“.

© Ingrid Herta Drewing

Getrübter Frühling

Furcht vor Corona legt sich wie ein Nebel
bedrohlich auf das Leben hier im Land,
obwohl der Winter längst strich seine Segel,
und Frühling schenkt sein schönes Blütenpfand.

Schneeglöckchen, Krokus und die blauen Veilchen
hell recken ihre Köpfchen aus dem Grün.
Auch dauert es nur ein geraumes Weilchen,
bis uns der Kirschbaum zeigt sein zärtlich‘ Blüh’n.

Jedoch man sitzt zu Haus in Quarantäne,
wohl wissend, dass es dient dem eignen Schutz,
und dennoch wünschte man, es gebe Pläne,
die uns gewährten vor dem Virus Trutz.

Da hofft man, dass recht bald die Virologen
ein Gegenmittel finden, Medizin,
damit wir so vielleicht in Sommers Wogen
gemeinsam der Epidemie entflieh’n.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing