Einflüstern

Rezitation Volker C. Jakoby:  https://www.facebook.com/ffolcus/videos/461617936013217?notif_id=1663156583895139&notif_t=video_wall_create&ref=noti

Ach ließest du schlimme innere Stimme
es doch, mir Klänge ins Ohr zu flöten,
sanft summend, als hieße dich eine Imme
den Nektar zu suchen, der ihr vonnöten.

Du animierst mich in Reimen zu schreiben
und flüsterst mir zu sogar im Sonett.
Da fragst du nicht, ob dieses Betreiben
gefällt und außer mir auch Leser hätt‘.

Die Bilder, die mir in Worten aufscheinen,
sie reihst du gern ein in rhythmischem Tanz,
um Sinn, Bild und Klang poetisch zu einen,
scheust du nicht zurück vor Ulk, Firlefanz.

Doch leider kann ich mich dir nicht entziehen,
es sei denn, ich würde mich selber fliehen.

©Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

In der Wintersonne

Mattes Schneemännchen.
Die Sonne bringt’s an den Tag:
„ Alles vergänglich! “

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Winter

Schnee fiel heute Nacht.
Auf dem Balkon-Tisch grüßt mich
ein kleiner Schneemann.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Silvester 2025 in Münster

Neujahrs-Begrüßung,
über Kinderhaus-Dächern
leuchtet Feuerwerk.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Weihnachten 2025

Nila zu Besuch,
sitzt auf warmer Fensterbank,
hat alles im Blick.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Schnee

Es schneit, als würde wer in Himmels Höhen,
beim Backen tüchtig Puderzucker sieben,
der sich sanft rieselnd hier im Tal lässt sehen.

Das Wetter, unlängst nasskalt, nicht zu lieben,
zeigt sich geläutert nun in Winters Zier,
auch wenn im Winde bald die Flocken stieben.

Die weiße Pracht lockt, sie gefällt auch mir;
gleicht doch der Park jetzt jenen Märchen-Träumen,
die zur Adventszeit sind uns schöne Kür.

Ein weicher Schneepelz liegt auf Büschen, Bäumen
und schmückt, was mahnend, weil vergänglich, kahl,
auch welke Blätter, die die Stämme säumen.

Erfreulich, dass der Winter nun einmal
der Jahreszeit mit Schnee entsprechen kann,
uns führt aus jenem trüben Nebelfahl,
den Blick befreit vom milchig-grauen Bann!

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Januarmorgen 2026

Ein Wintermorgen, und erröten
wird nun der Horizont im Ost.
Es ging die Nacht und ließ den Nöten
des Tages noch gemildert Frost.

Der Himmel spielt leicht ins Türkise,
klart auf, die Sonne hell erstrahlt,
und Schnee erglänzt in Wald und Wiese,
von ihrem Lichte weiß bemalt.

Die Tauben plustern ihr Gefieder
und putzen sich hoch auf dem Dach,
wo Rauch in Pirouetten wieder
verrät, dass auch ein Mensch ist wach.

Zum Futterhäuschen fliegen Meisen,
possierlich sind sie anzuseh’n.
Ich steh‘ am Fenster, seh‘ dem leisen
Beginn des Tages zu, der schön..

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Münster Kinderhaus

Erster Schnee in Münster

Nur kurz beglückt der erste Schnee;
statt lieblich weiß zu rieseln,
beginnt ein Meimeln aus der Höh’
dies’ feuchte Münster-Nieseln.

Doch hoff’ ich noch auf weiße Pracht,
trotz westlich milder Lage.
Vielleicht schenkt eine Winternacht
den Schneepelz für paar Tage?

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Silvester

Wie sich das Herbstblatt löst vom Baum,
so fällt das Jahr in seine Zeit,
die wir in unsrem Erdentraum
erfasst als Los im Sonnenraum
und sind zum Neubeginn bereit.

Ein neues Jahr weckt neues Hoffen,
Erwartung, dass es gut verlauf‘,
dass sich Probleme lösen auf,
die schmerzvoll uns zuvor betroffen;
Silvesterwünsche gibt ’s zuhauf.

Und vieles, was wir selbst gestalten,
soll besser werden, sagt man sich
und macht deshalb nun reinen Tisch.
Doch vor Unwägbarem, Gewalten,
davor schütz’ Gott auch dich und mich!

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing

Advent in Europa

S’ist Krieg und Putins Todesdrohnen bringen
nur Leid, Zerstörung, unsagbaren Schmerz.
Wo frohe Kinder sollten Lieder singen,
kriecht Kummer, Trauer dort in Kiews Herz.

Bei uns im Westen glänzen Lichterketten
und Weihnachtsmärkte feiern den Advent;
als ob wir immer Friedenszeiten hätten,
man hier noch Glühweinlaunen sorglos kennt.

Doch Cybercrime, Aggressors kaltes Schalten
trägt auch Gefahren tief in unser Land;
da wächst die Sorge, wie man sollt’ erhalten
den Schutz und Friedens helles Unterpfand.

Doch lassen wir die Hoffnung uns nicht rauben,
die Botschaft Christi schenkt uns Weihnachtsglauben.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Dezembermorgen

Noch schließen hier des Nebels feuchte Hüllen
das Tal, die Straße, Haus und Garten ein;
im Trüben sich verliert Laternenschein,
und Spätherbsts Herrschaft mag sich grau erfüllen.

Da wendest du dein Leben gern nach innen,
geborgen, wohlig fühlst du dich zu Haus,
verdrängst die Sorgen, Krieg und Nachricht-Graus,
erlebst Adventszeit still mit allen Sinnen.

Du trotzt dem Trübsinn, in den Morgen malen
darf sich der Sternen-Kette helles Licht,
auch Kerzenschein adventlich dir verspricht,
dass bald die Weihnachtsfreude wird erstrahlen.

Mit allen Lieben, hoffnungsfroh bereit,
verbringen eine unbeschwerte Zeit.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing