Geburtstagsgruß für Maike

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Strahlend schön wie diese Rose
(auch wenn sie nur virtuell)
sei dein neues Lebensjahr
lieblich heut‘ für dich zur Stell!

Freude, Glück sei dir beschieden,
schließe auch Gesundheit ein,
tüchtig wie du bist hienieden,
soll Erfolg dir sicher sein!

Eine große Wundertüte
halt das Leben dir bereit,
Menschlichkeit, Humor und Güte
Gottes Segen, dein Geleit!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Winters Rückkehr

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Leise rieseln kleine Sterne,
sammeln sich als Pulverschnee,
zaubern Gauben und Laternen,
Mützen, Hauben in der Höh‘.

Wo man schon von Farben träumte,
legt Frau Holle Decken aus,
holt nun nach, was sie versäumte,
wirft ihr weiß Konfetti raus.

Doch die Narren auf den Straßen
kümmert ’s kaum, an Fassenacht
zeigen sie ihr lange Nasen,
bunt gemischt hier Frohsinn lacht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Februarmorgen

Version 2

Ein Wintermorgen, und erröten
wird nun der Horizont im Ost.
Sanft ging die Nacht und ließ den Nöten
des Tages nur noch wenig Frost.

Der Himmel spielt jetzt ins Türkise
klart auf, die Sonne hell erstrahlt,
und Raureif glänzt in Wald und Wiese,
von ihrem Lichte weiß bemalt.

Die Tauben plustern ihr Gefieder
und putzen sich hoch auf dem Dach,
wo Rauch in Pirouetten wieder
verrät, dass dort ein Mensch ist wach.

Zum Futterhäuschen fliegen Meisen,
possierlich sind sie anzuseh’n.
Ich steh‘ am Fenster, seh‘ dem leisen
Beginn des Tages zu, der schön.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Hochwasser

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Reißend strömt der Fluss, es haben
hohe Wasser über Nacht
ihn gefüllt mit manchen Gaben,
Stämme, Schlamm als fremde Fracht.

Kaum die Dämme ihn noch halten,
kraftvoll dringt die wilde Flut
aus dem Bett, wohin im Walten
man ihn zwang in Siedlungs-Wut.

Man durchstach Mäander-Schleifen
und verkürzte seinen Lauf,
Fortschritt schien dies, nun begreifen
wir, der Plan geht so nicht auf.

Sehen im Renaturieren
für ihn Auenwälder vor,
doch noch fehlt ein Reüssieren,
wenn die Fluten vor dem Tor.

Denn des Klimawandels Zeichen
konnten reich an Regenzeit
nun auch unser Land erreichen,
Unwetter hier weit und breit.

Mensch, sei klug bei deinen Kämpfen
gegen Unbill der Natur.
Sie wird deinen Hochmut dämpfen,
wo du sie missachtest stur!

© Text:Ingrid Herta Drewing,2018,
Foto : Pixabay

Vorfrühling

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Im grünen Haar der Weide
spielt noch ein kühler Wind.
Doch Sonnenstrahlen lind
im See als Lichtgeschmeide
schon glitzernd,funkelnd sind.

Zwei weiße Schwäne schweben
und tanzen auf dem See.
Ihr zärtlich Pas de Deux
begrüßt ein neues Leben
nun mild nach Frost und Schnee.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Verbesserung

„Verschlimmbessern“, das Wort das stimmt,
denn manches, was verbessert, nimmt
anschließend falsche Züge an,
und man bedauert es sodann.

So sagte jüngst, ganz ohne Schnulz,
nach dem Jamaika-Crash Herr Schulz,
er steh‘ dazu, tu es auch weh,
regierungsfern bleib‘ SPD.

Der Präsident, Verfassungswürde
ihm luden auf nun doch die Bürde
sein jüngst Gesagtes zu bedenken,
zum Koalieren umzuschwenken.

Nun steht er da als armer Tropf,
sein Wort fiel in den Juso-Topf,
wo man ihm zeigen will die Spur.

„Verschlimmbessern tun die auch nur!“

© Ingrid Herta Drewing,2018

Wenn Realität auf Sprichwörter trifft

Morgenmuffel

Neulich nachts ging’s bei ihm rund,
ja, das Fest war reichlich bunt.
„Morgenstund hat Blei im Bauch“,
das tat Peter auch dann kund,
als man ihm, wie’s halt so Brauch,
sagte, sie hab‘ Gold im Mund.

Notlage

„Not kennt keinen Bahnhof“,
sagte Winkelmann,
als ihn Schaffner Kahnschwof
traf beim WC an.
„Ist man echt in Not,
wirkt kaum ein Gebot.“

© Ingrid Herta Drewing,2018

Mondlicht

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Heut wurde gar der Mond zum Star,
so groß und rund und helle,
der hier als Sonnenspiegel klar
war in der Nacht zur Stelle.

Es zeigte so der Januar,
der sonst als Grau-Geselle
gemeinhin viel zu dunkel war,
sein Licht noch auf die Schnelle.

Nun hoffen wir, dass Februar
die Tage zeigt im Licht,
auch wenn er dann als Fastnachtsnarr
mit Schneekonfetti spricht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Mondnacht

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Januarnacht, hell
blauen Blut-Vollmondes Licht
lässt mich nicht schlafen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Vorfreude auf den Frühling

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Ich hangel‘ mich beherzt durch’s Grau der Tage
und hoffe, dass bald klar ein Morgen blaut,
wenn Sonnengold als liebe Lustansage
verdrängt das feucht‘ Gespinst der Nebelplage,
uns schenkt dies helle Lebensleuchten traut.

Darf hören dann der Frühlingsvögel Singen
und halte offen meine Fenster weit,
wenn in der Frühe schon dies‘ lieblich‘ Klingen
mich lockt, ermuntert, fröhlich mag beschwingen,
verkündet wieder neu die leichte Zeit.

All überall wird hier das Leben grünen;
in Park und Garten, auch in Wald und Feld
erwachen nach des fahlen Winters Sühnen
die Pflanzen blühend auf den Wiesenbühnen,
bereichern duftend, farbenfroh die Welt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018