Skispringer

Sie fehlen und das Schwenken ihrer Fahnen,
die Fans von Wintersport und Schanzensprung..
Die Sieger mag man am TV erahnen,
jedoch die Windrichtung kehrt sich oft um.

Die Skispringer, sie liegen in den Lüften
und schweben sanft zu Tal in hohem Bogen,
die langen Ski wie Flügel hochgezogen,
bis sie dann landen, ohne abzudriften.

Ich schaue, staune über ihren Mut,
wie sie rasant so leicht nach unten gleiten,
und hoffe, dass ihr Absprung auch wird gut,
damit sie richtig ihren Flug einleiten.

Denn, wenn der Start im Leben recht gelingt,
ist meist‘ der Weg da, der Erfolge bringt.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Silvesterwünsche

Wir sind wohl hoffnungsvolle Optimisten,
begrüßen froh gestimmt das neue Jahr
und glauben, dass sich nun doch bessern müsste,
was uns im alten gar zu garstig war.

Gesundheit sehnt herbei der leidend Kranke,
an Arbeit denkt, wer lang schon arbeitslos.
Der Klimagunst gilt grün auch der Gedanke,
man wünscht sich, Einsicht werde endlich groß.

Der eine träumt von seiner großen Liebe,
ein anderer sieht ’s Glück in Gut und Geld.
Bescheiden wünscht so mancher, Frieden bliebe
erhalten ihm in seiner kleinen Welt.

So wähnen wir das Wohl im Zeitenschritt,
und immer geht die Hoffnung lächelnd mit.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Hoffnung zwischen den Jahren

Vorbei der Weihnachtsglanz, das Jahr, das alte,
noch dümpelt im Corona-Look dahin.
So mancher hofft, dass bald sich doch entfalte
hier nach Silvester Leben, Neubeginn.

Das Virus möge rasch durch Impfung schwinden,
wo es zur Zeit arg unser Dasein hemmt,
damit wir uns gemeinsam wieder finden,
kein Maskenschutz mehr mach‘ ein Antlitz fremd.

Doch heißt ’s, geduldig sein und abzuwarten,
bis sich der Tag erhellt, uns nichts mehr graut.
Wir ahnen, dass wir wohl des Frühlings Garten,
vielleicht die Sommerwiesen sehen traut.

Und fordert auch Vernunft jetzt noch Verzicht,
beflügeln uns doch Hoffen, Zuversicht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Winterwunsch

Es sickert Sehnsucht in mein Herz
nach heller Sonnenwende.
Nasskalt singt Regen hier die Terz,
sein Lied will gar nicht enden.

Der Tag, in grauer Nebelhülle,
lässt Himmels Blau vermissen.
Willkommen wär’ mir Winters Fülle
mit flockig weichen Küssen.

Das Schneekind, noch in Nordens Ferne,
war kurz nur hier im Süden,
und statt der kleinen, weißen Sterne
gibt’s Tropfen, regenmüde.

Ich hoff’, es stellen sich hier ein
bald klare Wintertage
mit Schnee und hellem Sonnenschein,
bar jeder Nebelplage!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Zweiter Weihnachtsfeiertag

Der Tag ist klar, lässt uns die Sonne sehen.
Vorbei, was uns im Nebel hat verwirrt.
Was einstmals trüb, erschließt sich dem Verstehen
und findet Wege, vormals fast verirrt.

Erwacht auf grünen, weihnachtlichen Pfaden
schaust du vom Berg hinab ins Tal; dein Blick
streift in die Weite, und du fühlst die Gnaden
die Gott als Leben hier ins Licht gerückt.

Es wird jetzt nach der Wintersonnenwende
ein jeder Tag ein wenig länger spielen,
in Winter, Frühling, Sommer sich verschwenden
und uns geleiten hin zu neuen Zielen.

Und hält sich auch die Nacht noch an der Macht,
ist Hoffnung mit dem Licht, das wächst, erwacht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Weihnachtszeit

`s ist Weihnachtszeit, ein Strahlen fällt
vom Himmel leuchtend auf die Welt,
und lässt die dunklen Schatten
der Kälte nun ermatten.
Das Leben lacht erhellt.

`s ist Weihnachtszeit, und Sterne glänzen.
Im Tannengrün der Hoffnungskränze
vier Kerzen weisen auf Advent.
Das vierte Licht schon strahlend brennt
in warmen Flammentänzen.

`s ist Weihnachtszeit, und Lieder klingen.
Mit hellen Augen Kinder singen,
beglückt in dieser Freudenzeit.
Öffnet auch ihr die Herzen weit,
lasst euch von Lieb durchdringen!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Weihnachtsgedanken

Es mag nicht sein, dass dies nur Ritual,
das festlich kurz des Alltags Grau durchbricht,
ein Träumen nur im Glanz des Kerzenlichts,
üppig bedacht, die Gans zum Festtagsmahl.

Es gilt, die Liebe, die uns ward, zu schenken,
dem Nächsten, der uns braucht, auch übers Jahr.
Mit wachem Blick zu sehen und zu denken,
die Fackel sein, im Dunkeln leuchten klar.

Das heißt, zu schützen diese schöne Erde,
den Schwachen helfen, auch in Leid und Not,
damit die Welt geeint und friedlich werde,
und jeder habe dann sein täglich’ Brot.

© Text u. Foto: Ingrid Herta Drewing,

Weihnachten in der Ferne

Der Tanne Duft
erfüllt die Luft
in meinem kleinen Zimmer,
und heller Kerzen Schimmer
mir leuchtet tief ins Herz hinein.
Die Weihnachtsfreude holt mich ein,
und Sorge hält mich nimmer.

Dein lieber Blick
kehrt mir zurück
und sagt, dass wir uns schenken
ein liebendes Gedenken.
Und magst du auch so fern noch sein,
du bist mir nah, denn ich bin dein,
werd’ immer an dich denken.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Weihnachtsfilm

Der Film erzählt rührselige Geschichten
von Kind und Hund und Weihnacht, tiefem Schnee,
von Eltern-Trennung, Kälte, Kindes Weh,
das herzensgute Menschen helfend schlichten.

Du denkst:“ Wie kitschig!“ Doch dies‘ Melodram
greift einen Kummer auf, den viele kennen,
zerstritten Paare, die sich hassend trennen,
und Kinder, denen man’s Zuhause nahm.

Familienstreit, aus Habsucht, Neid entstanden,
entzweit oft auch Geschwister, die als Erben
schon kurze Zeit nach ihrer Eltern Sterben
sich beim Begegnen fremd, nun nicht mehr kannten.

Die Friedensbotschaft, jetzt zur Weihnachtszeit
verkündet uns: Es gibt ein neu‘ Beginnen.
Wer seinen Nächsten liebt, der sei bereit,
vertraue Gott, die Liebe wird gewinnen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Winter-Sonnenwende

Die Weihnachtsstimmung schwimmt im Regen.
Die Füße werden klamm; feuchtkalt
weht dir der Westwind nun entgegen
und bläst den Nebel aus dem Wald.

Hier grünen hohe Tannenbäume,
von Schneelast Äste unbeschwert,
und frühlingshafte Weihnachtsträume
ein zwitschernd Meisenpaar beschert.

Die Illusion, zur Sonnenwende
zög’ mit dem Licht auch Frühling ein,
hebt nur für kurze Zeit die Blende,
dann holt dich Winter wieder ein.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Am Warmen Damm,