Silvester-Feuerwerk

Es hortete drei Jahr Max Möller
zu Hause in Massen die Böller.
Heut sollte es krachen,
doch war ’s nicht zum Lachen,
denn sie explodierten viel schneller.

Wie brannte das Feuerwerk schön;
doch konnte es Max nicht mehr seh’n.
Vom Notdienst geborgen,
erwacht‘ er am Morgen
mit Brandwunden auf Station Zehn.

© Text: Ingrid Herta Drewing,

Foto: Pixabay

Lob der Kunst

Wer dichtet, lebt in Wort und Bild und Klang,
poetisch darf er seine Kräfte einen,
die Seele schwingen lassen im Gesang,
mag auch sein Alltag gänzlich anders scheinen.

Er findet Harmonie im Klang der Worte,
erfasst die Bilder und gewinnt den Blick
für das Verlorene an dunklem Orte
und holt es schreibend in das Licht zurück.

Des Lebens sanfte Katalysatoren
die Kunst der Dichter, Maler, Komponisten.
In ihrem Werk wird wieder neu geboren
des Lebens Lächeln, Sinn, den man vermisste.

Die Kunst vermag mit ihrem Bild, dem schönen,
uns zu beglücken, gütig zu versöhnen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Jahresende 2022

Nun neigt auch dieses Jahr sich hin zum Ende,
ein Todesjahr, viel liebe Menschen gingen.
Wird ’s neue Jahr ersehnten Frieden bringen,
dass vieles sich hier dann zum Guten wende?

Wann gibt es Schutz, ein Ende der Despoten,
der Angriffskriege, die sie führ’n mit Macht,
die Tod, Zerstörung, Elend nur gebracht?
Im neuen Jahr wär‘ s endlich doch geboten!

So viele Fragen und dies bangend Hoffen,
wovon wir sind seit Wochen aufgewühlt,
ob man sich hier noch halbwegs sicher fühlt
in einem Winter, der kurz Frühling spielt,
in Nordamerika auf Eiszeit zielt?
Krieg, Klimawandel sehen wir, betroffen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

 

Schneechaos in den USA

Bei uns mag man vom Winter träumen,
von einem Märchenland im Schnee
dem weißen Flausch an Busch und Bäumen
und Schlittschuh-Tänzen auf dem See.

Wo weit Polarluft strömt nach Süden,
auf feuchte, warme Lüfte trifft,
lässt Blizzard Leben schnell ermüden,
und Schnee lähmt alles, weißes Gift.

Da türmen meterhoch sich Wehen,
Strommasten brechen, wie gefällt,
Ganz kommt auch der Verkehr zum Stehen,
in Eis und Schnee versinkt die Welt.

Gefahrlos soll Natur erfreuen,
wir mögen ihre Milde gern
und nicht ein böses Wetter-Dräuen,
solch‘ Katastrophen seien fern!

© Text: Ingrid Herta Drewing,

Fotos: Pixabay, Chikago

Zwischen den Jahren

Das alte Jahr nimmt Abschied nun im Regen;
die letzten Tage tröpfeln so dahin.
Die milde Luft, fast Vorfrühling zugegen,
belebt zwischen den Jahren deinen Sinn.

Du blickst zurück, bedenkst, was so gewesen
an Freud und Leid zu Haus‘ und in der Welt.
Noch immer ist von Hass und Krieg zu lesen
und Katastrophen, die wir selbst bestellt.

Du hoffst, dass sich doch jetzt im neuen Jahr
das, was uns schmerzt, zur Besserung bewege
in Liebe, Güte; Menschlichkeit auch klar
zu unser aller Wohl den Grundstein lege.

Auf dass der Mensch vernünftig, gütig lebe,
damit es hier auf Erden Frieden gebe.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Lichtgeschenk

Nun nach der Wintersonnenwende
wächst mit dem Tagen hier das Licht.
Zwar neigt das Jahr sich auch zum Ende,
doch dass der Glaube Frieden spende,
uns Weihnachtsfreude schön verspricht.

An Heiligabend strahlen Kerzen,
des Lichterbaumes warmer Glanz,
und Kinderaugen, frohe Herzen,
Familienglück, ein fröhlich Scherzen,
und manche lockt es gar zum Tanz.

Wir lieben dieses Ritual,
das uns von Kindheit an vertraut.
gemeinsam hier beim Festtagsmahl
vergisst man gern, was Alltags schal,
wenn man auf seine Lieben schaut.

Die Liebe, die in Christi Worten
wahrhaftig, göttlich uns erscheint,
schenkt vielen Menschen allerorten
Gewissheit, dass des Himmels Pforten
geöffnet sind, uns Liebe eint.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Leben

Auf leichten Schwingen sanft ins Licht getragen
mein Leben, das erneut mir ward geschenkt,
erwacht in einem lebensfrohen Tagen,
wo auch der Ratio nüchternklares Fragen,
doch immerzu noch zweifelnd, vieles denkt.

Da hilft es mir, zu glauben; nicht beweisen
lässt sich der Gott, der gnädig alles gibt,
dass dort, wo wir im Dunkel dürftig reisen,
er öffne uns des Lichtes wahre Schneisen
und zeige, wie er freie Wesen liebt.

Ihn will ich hören, ganz fest auf ihn bauen,
barmherzig, wie er lehrt, die Wege gehen
mitmenschlich auch auf meinen Nächsten schauen,
mich Christi Güte, Liebe anvertrauen,
die Welt mit hellen Kinderaugen sehen.

Gewiss sein, dass in All und Nacht das Licht
mir Sterblichem von ew’ger Liebe spricht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Geborgenheit

Es knistert im Kamin, die Flammen schwärmen,
und Tannen duften, hell der Kerzen Schein,
sie laden traulich im Advent nun ein,
sich hier behaglich in Geborgenheit zu wärmen.

Da mögen draußen Sturm und Regen dräuen,
auch Winters Fröste, Schneegestöber kalt,
hier ist ’s gemütlich, trübt uns nichts so bald,
wir dürfen uns auf frohe Weihnacht freuen.

Zwar sind die Sorgen und der Krieg geblieben,
das Bangen, wann man bald dort Frieden kennt,
sich der Despot von Wahn und Machtgier trennt.

Zerstörung, Tod dann finden auch ein End.
Wir hoffen es, und als Geschenk man nennt,
dass wir zusammen sind mit unsren Lieben.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Wintersonnenwende

Die Weihnachtsstimmung schwimmt im Regen.
Die Füße werden nass und kalt,
leicht weht der Westwind dir entgegen
und bläst den Nebel aus dem Wald.

Hier grünen hohe Tannenbäume,
von Schneelast Äste unbeschwert,
und frühlingshafte Weihnachtsträume
ein zwitschernd Meisenpaar beschert.

Die Illusion, zur Sonnenwende
zög’ mit dem Licht auch Frühling ein,
hebt nur für kurze Zeit die Blende,
dann holt dich Winter wieder ein.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Wintersonnenwende

Wie viele Winter habe ich gesehen,
mit wachem Auge tief erschaut,
und viele Bilder mir wie Schnee verwehen,
Erinnerungen, aufgestaut.

Doch einen Winter werd‘ ich nie vergessen,
das war, als du, mein Schneemann, mich geküsst.
Es schien mir zunächst frech, ja fast vermessen;
dann war mir so, als ob ich träumen müsst.

Wir hatten rote Wangen, kalte Hände,
doch unsre Herzen klopften heiß.
Im Augen – Blick der Wintersonnenwende
schmolz hin in Liebe alles Eis.

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto : Pixabay