Archive for the Category Epidemie

 
 

Corona

Ein kleiner Virus
bekriegt „der Schöpfung Krone“,
Der Mensch, fast machtlos.

© Ingrid Herta Drewing,

In Quarantäne auf der Insel

Pneumokokken lauernd hocken,
Covid -19 im Konzert;
alles Leben kommt ins Stocken,
man wird ein-und ausgesperrt.

Trekkingtour wird obsolet.
Jan bleibt brav auf Helgoland,
Vom Balkon, wo er jetzt steht,
blickt er auf die rote Kant.

© Ingrid Herta Drewing

Die verhinderte Tour

(Zu Wallis Wortvorgabe in der Facebookgruppe ARME POETEN:
Pneumokokken, Konzert,Trekkingtour, Balkon, Helgoland)

Für die geplante Trekkingtour
hat Jan sich schnell noch impfen lassen,
damit die Pneumokokken pur
nicht sollten seine Lunge fassen.

Doch ward die Ausreise gesperrt,
es spielten nun Corona-Viren
ihr epidemisches Konzert,
viel Menschen flugs zu infizieren.

Statt bei den Dänen Legoland
zu sehen, bleibt nun Hinnerks Sohn
zu Haus auf Insel Helgoland
und blickt auf ’s Meer dort vom Balkon.

© Ingrid Herta Drewing,23.03.20

Kein Gedicht

Zur Zeit küsst mich die Muse nicht,
Corona lehrt das Abstand-Halten;
was meine innre Stimme spricht,
kann sich melodisch kaum entfalten.

Und über uns des Himmels Blau
auch Frühlings Blütenbilder Helle
erscheinen mir in müder Schau,
sind wie verfremdet nur zur Stelle.

Ach würde doch das Sonnenlicht
recht bald die Viren ganz vertreiben,
damit des prallen Lebens Sicht,
wie wir ’s gewohnt sind, hier mag bleiben!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Sehnsucht nach dem Frühling

Forsythien-Gold und Szilla-Sterne
nun frühlingshell im Park erblühen.
Spazieren möchte ich so gerne
bei Vogelsang und Sonn-Erglühen.

Doch epidemisch wirkt das Virus,
drum halt ich Quarantäne ein,
bleib brav zu Haus, weil es jetzt sein muss
und träum‘ von Frühlings hellem Schein.

Die Fotos aus den letzten Jahren,
entschädigen den Sehnsuchtsblick,
darf hoffentlich noch Lenz erfahren,
und bau auf Zukunft, Lebensglück.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Getrübter Frühling

Furcht vor Corona legt sich wie ein Nebel
bedrohlich auf das Leben hier im Land,
obwohl der Winter längst strich seine Segel,
und Frühling schenkt sein schönes Blütenpfand.

Schneeglöckchen, Krokus und die blauen Veilchen
hell recken ihre Köpfchen aus dem Grün.
Auch dauert es nur ein geraumes Weilchen,
bis uns der Kirschbaum zeigt sein zärtlich‘ Blüh’n.

Jedoch man sitzt zu Haus in Quarantäne,
wohl wissend, dass es dient dem eignen Schutz,
und dennoch wünschte man, es gebe Pläne,
die uns gewährten vor dem Virus Trutz.

Da hofft man, dass recht bald die Virologen
ein Gegenmittel finden, Medizin,
damit wir so vielleicht in Sommers Wogen
gemeinsam der Epidemie entflieh’n.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing

Ermunterung

Wer wird denn faul im Lenz noch lenzen?
Vergiss die Frühjahrsmüdigkeit!
Die Sonne strahlt, der Tag darf glänzen,
den Himmel lichthell uns kredenzen,
und hier im Tal grünt’s weit und breit.

Nimmt auch Corona uns gefangen,
im Park allein bei frischer Luft
verlässt dich Grübeln, furchtsam Bangen,
hier wird es nicht zu dir gelangen,
statt Husten, Niesen, ist hier Duft.

Die Amsel singt, und Blumen sprießen,
so sei auch du dazu bereit,
des Frühlings Leuchten zu begrüßen,
erneut dies’ Leben zu erschließen!
Komm, schwing dich auf, trotz trüber Zeit!

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing,