Frühlingsdüfte

Rosen Balkon

Der Mai schenkt uns die sonnigmilden Lüfte
und lässt die Pflanzen grünen, blühend strahlen.
Bereits am Morgen dringen ihre Düfte
zu mir herein, Aromen auszumalen.

Ein Labsal sind Lavendel, Rosmarin,
Basilikum und Thymian, Salbei, auch
Petunien, die in süßer Sehnsucht blühn,
und, lieblich fein erwacht, der Rosenstrauch.

Es schwingt ein Lächeln in den Rosenblüten,
die sich entfalten hier im Sonnenlicht.
Ihr Duft, ein zarter Hauch, der von Behüten
des Lebens durch des Schöpfers Gnade spricht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Schmetterlingsbesuch auf dem Balkon

Taubenschwänzchen,jpg

Als ich so saß, beschaulich las,
umhüllt von Blütendüften,
besuchte mich ein fremder Gast,
zart fliegend in den Lüften.

Er glich fast einem Kolibri,
doch war’s ein Taubenschwänzchen.
Lavendelblüten hielten hie
den Nektar für sein Ränzchen.

Von Kelch zu Kelch der Schwärmer zog,
flugs schwirrend sich dort labend.
Mit seinem langen Rüssel sog
er ein die süßen Gaben.

Er, der im Süden sonst zu Haus,
scheint heimisch hier geworden.
Die Erderwärmung nutzt er aus,
besucht nun auch den Norden.

© Text : Ingrid Herta Drewing
© Foto : Pixabay

Verhüllter Sommer

Es fliegen die Schwalben und schweben;
noch weilt der Sommer im Land,
obwohl dichte Wolken verweben
das Licht mit grauweißer Hand.

Und dennoch die Milde der Lüfte,
ein Schauern, der Farben Rausch,
Lavendel, Petuniendüfte
Blauregen lieblich im Plausch.

Die Amsel singt hell dort im Garten,
und Sonnenblumen im Saft,
am Wege gelb blühend, erwarten
der strahlenden Sonne Kraft.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Spätsommer

Noch spüren wir des Sommers Schwüle,
obwohl des Regens frische Hand
für kurze Zeit verteilte Kühle,
benetzte hier das trockne Land.

Doch blieb ein Hauch von Sommerfrische,
belebte Grün in Park und Wald.
Das Wasser stieg im Flüsschen;Fische
sich fanden in der Strömung bald.

Und in den Gärten die Reseden!
Ein Potpourri, der Kräuter Hauch,
auch Rosendüfte, Blüten-Eden,
herb-süß grüßt der Lavendel-Strauch!

Spätsommer darf sein Lied noch singen,
wenn nun im Tal der Nebel fällt.
Doch leise fühl‘ ich Herbstes Schwingen,
der heimlich schon die Weichen stellt.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Frühsommerlich

Ein Flüstern in den Wäldern;
das Bächlein plätschert sacht.
Es blühen blau die Felder,
Lavendelduft in Pracht.

Und wispernd in den Wiesen
flirrt zart der Sommerwind,
der rote Mohn mag grüßen
das schön bekränzte Kind.

Es tanzt dort, selig träumend,
und singt sein helles Lied.
Im Schatten alter Bäume
sitz’ ich, froh mein Gemüt.

Und fühle mich geborgen
in diesem Sommerglück.
Ich frage nicht nach Morgen,
verwehr’ der Zeit den Blick.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Sommermorgen

Stürmisch malt der Wind
Federwolken ins Blaue;
bald wird es regnen.

Grünfinken munter
auf Ranken der Efeuwand
begrüßen den Tag.

Ein kühler Morgen,
doch um den Lavendelbusch
tanzen die Hummeln.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Sommerabend-Idylle am Rhein

Der Tag trägt hier nun seine Abendrobe
und stellt sich festlich dar in Dunkelblau.
Es leuchtet Venus hell; zum Sommerlobe
zeigt sich der Stern-Eleven lichte Schau.

Vom nahen Park weht lieblich Lindenduft
und hüllt dich sanft in Sommerträume ein.
Jasmin,Lavendel, Salbei würzt die Luft.
Mit leisem Wellenplätschern grüßt der Rhein.

Beschaulich geht ein warmer Tag zu Ende.
Das Amsellied ist nun verstummt; die Ruh,
ein seidig’Tuch, streift zärtlich das Gelände
und deckt auch dir die müden Augen zu.

Der Vollmond spiegelt hell der Sonne Schein
und schenkt sein silbern‘ Konterfei dem Rhein.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Sommerglück Provence

Provence,
dein blauer Blick,
Lavendelfelder,
der Sonne Glanz
in deinen Flammenhaaren,
als wir dort Wandrer waren,
auch Suchende
nach kleinem Glück.

Des Mistrals Rauschen
kühlte nicht die Glut,
und wilder Rosen Duft
sang in der Luft
und tat so gut.

Ingrid Herta Drewing

Sommerduft

Heut grüßt der Tag so hell; und mild
die sommerlichen Lüfte,
betörend duftend, sind erfüllt
von vieler Kräuter, Blüten Düfte.

Die Minze, der Lavendelstrauch,
die Rosenhecke, der Jasmin
Reseden, Lindenbäume auch
im frühen Sommer licht erblüh’n.

Da gehst du nasenselig nun,
genüsslich schnuppernd, gern spazieren,
darfst dort im Rosenhag ausruh’n,
lässt dich von Düften inspirieren.

Und fühlst, wie schön sie ist, die Welt,
Natur, ein Wachsen, neu Beginnen,
jenseits der Sorg’ um Gut und Geld,
erlebst du ’s tief mit allen Sinnen.

© Ingrid Herta Drewing

Sommerdüfte

Es sind des Morgens diese schwülen Lüfte,
die nur ein leichtes Windchen will bewegen,
gar reich erfüllt von vieler Pflanzen Düfte,
die hier der Sommer darf im Garten hegen.

Der Rosen Honigmilde im Bouquet,
Petuniendüfte, deren süßes Sehnen
herbstolz Lavendel fängt; in Windes Lee
die Sterne des Jasmins so lieblich lehnen.

Basilikum und Rosmarin, Reseden
erweitern dieses Düfte-Potpourri.
Ich fühle nasenselig mich in Eden,
genieße der Gerüche Sinfonie.

Ein Sommermorgen, der sich duftend schenkt
und meinen Blick auf vieles Schöne lenkt.

© Ingrid Herta Drewing