Gewitter

Gewitterwolken_o

Und es wachsen Wolkenberge,
türmen weiß sich himmelan.
Sie umzingeln Häuserzwerge,
und verbergen Sonne dann.

Bald färbt sich der Himmel grau,
dräut in schwefelgelben Streifen.
Und der Wind stürmt rasend, rau,
wütend will er alles greifen.

Drohend grelle Blitze zucken,
und der Donner dröhnend rollt,
ängstlich kleine Vögel gucken,
als der Hagel prasselnd grollt.
Amsel

Laut tobt das wohl eine Weile,
dann wird ’s wieder hell und still,
bis hoch auf der Dachfirstzeile
eine Amsel ohne Eile
süß ihr Liedchen singen will.

© Fotos u. Text / Ingrid Herta Drewing

Tagesbeginn

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Noch träumt das Tal;des frühen Morgens Stille
wiegt sanft die Perl betauten Blumenwiesen.
Und bis die Sonne mag den Tag begrüßen,
ruht hier der muntren Vögel Sangeswille.

Doch bald hörst du die Amsel lieblich singen,
und auch der Sehnsuchtsruf der Ringeltaube,
die einsam thront dort auf dem Dach der Gaube,
mischt tief sich in Frühsommers helles Klingen.

Geruhsam wird es nun nicht lange bleiben.
Die Mauersegler schwirren durch die Schlucht
der Häuser, so als sei es ihre Flucht,
wenn sie flugs den Insektenfang betreiben.

Du sitzt auf dem Balkon, schaust in die Runde,
wie sich ein neuer Tag im Licht erhebt,
die kleine Welt erwacht, erklingt und lebt,
genießt dein Tässchen Tee zur Morgenstunde.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Frühlingsmorgen

Ein blauer Morgen spielt vor meinem Fenster
und klar lockt schon der Sonne warmes Licht,
vertrieben sind des Nebels Graugespenster;
jetzt zeigt der Frühling hell sein Blühgesicht.

Der Scilla Sterne, Krokus, Tulpen sprießen,
im Park lädt er zur Kirschbaumblüte ein,
die Schönheit der Natur dort zu genießen
und lächelnd auch ein Teil davon zu sein.

Die Leichtigkeit, die mag der Lenz uns bringen.
ich lege schnell nun alles Schwere ab
und lasse mich beflügeln und beschwingen;
des Tages Leuchten bringt mich traut in Trab.

Darf lauschen, hör der Amsel frohe Lieder,
Geschenk des Frühlings, alle Jahre wieder!

© Ingrid Herta Drewing,2017DSCN7207

Frühlingsfreude

Nun malen lieblich mir des Frühlings Träume
dies rosafarben Bild in Seele, Sinn.
Es weilt ein Lächeln in den Blütenbäumen,
und Leben flüstert in den dunklen Räumen,
drängt sich hier wachsend nach dem Lichte hin.

Da tönen zart der frühen Vögel Lieder,
umschmeicheln melodiös und schön mein Ohr.
Ich spüre, fühle, Hoffnung nimmt mich wieder
in ihre Arme, nichts zwingt mich mehr nieder,
was mich im Winter noch geplagt zuvor.

Auch ich mag jetzt schon in den Morgen singen,
begeistert von der Amsel hellem Lied,
im Sehnsuchtsruf der Ringeltaube schwingen,
einstimmen in des Frühlings sanftes Klingen,
das zärtlich leise zieht in mein Gemüt.

© Foto u Text / Ingrid Herta DrewingAmselsang_n

Frühlingsanfang in Wiesbaden

Roderstraße Forsythien_o

Ein Frühlingstag, der Himmel noch verhangen,
und sanft ein leichter Nieselregen fällt,
netzt Pflanzen, deren erste Blüten prangen,
verzaubern noch im Grau die kleine Welt.

Da leuchten strahlend der Forsythien Hecken,
und dort im Park nun Teppiche in Blau
die Bäume säumen, Scilla-Sterne wecken
den wintermüden Blick zu neuer Schau.

Und rosafarben zeigt der Kirsche Blüte,
wie zärtlich sich der Tag im Licht verliert,
lässt ahnen uns, dass bald der Sonne Güte
zu hellem Glanz das Leben inspiriert.

Die Amsel huldigt schon und singt nun wieder
so melodiös die zarten Liebeslieder.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingszeichen

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Der Tag erblaut, am Märzenhimmel streifen
nur ein, zwei Schleierwölkchen licht und zart.
Der Südwind lässt die milden Lüfte schweifen,
und küsst die kleine Welt, sie wird begreifen,
dass Frühlings Boten ebnen seinen Start.

Hier in den Gärten und im Park ein Sprießen,
Erblühen,so als habe über Nacht
die Blütenfee nach Regen nun den Wiesen
sanft ihren Zauber mit des Mondlichts Fließen
der frühen Blüher Seidenflor gebracht.

Da mag auch schon die Amsel jubilieren,
die auf dem Dachfirst thront, besingt die Stadt,
darf ihre Kunst melodisch präsentieren.
Kein Straßenlärm kann sie dort irritieren,
weil sie des Klanges Kraft erobert hat.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Vorfrühling

Magnolien im Kurpark_o
Des Frühlings Boten grüßen in den Gärten,
Schneeglöckchen, Winterlinge als Gefährten,
auch leuchtend gelb und lila Krokus’ Schau.
Die Amseln sich auf hohe Wipfel schwingen,
um lieblich ihre Lieder dort zu singen.
Die Sonne strahlt, erhellt des Himmels Blau.

Noch ist es kühl, die Menschen sich warm kleiden.
So mancher muss sogar an Grippe leiden,
und Schnupfenmonster packen launig zu.
Doch bald wird gänzlich Lenz die Not bezwingen,
die Blütenlieder werden licht erklingen,
und Winters Spuk weicht aus in Nordpols Ruh’.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing

Frühlingsahnen

4.0M DigitalCAM

Zart lächelnd grüßt der Tag, die Luft so mild,
als weile hier der Lenz bereits im Land.
Der frühen Blüher sanftes Blütenbild
erwacht in Park und Garten; Frühlings Hand
schenkt zärtlich Träume, die er bald erfüllt.

Und es erklingen jene Sehnsuchtslieder,
die Ringeltaube gurrt, die Amsel singt.
Der Kranich heimgekehrt, lässt sich nun nieder,
erneut ein Hoffen in den Herzen schwingt;
auch unsre Zuversicht darf wachsen wieder.

© Foto u. Gedicht / Ingrid Herta Drewing

Winter

winterweite-nerotal2017jpgDes Winters Sternenglück, die sanfte Stille
liegt auf der Landschaft wie ein weißes Tuch,
als wolle hier ein unbedingter Wille
die Erde schützen vor des Frostes Fluch.

Damit das, was sonst üppig wächst, mag ruhen
und in sich kehren, sammeln neue Kraft,
bis Frühling naht auf Zefirs Flügelschuhen,
es zart erweckt, sein blühend‘ Reich erschafft.

Hell wird der Sonne goldnes Lied erklingen,
das nun im Nebelspiel oft grau verwebt,
der Amsel Melodien zärtlich schwingen,
und lindes Leben in den Lüften schwebt.

Doch noch währt hier des Winters karge Zeit;
auch wir zum Innehalten sind bereit.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Novemberende

Als zöge jetzt der Frühling ein,
so milde regen sich die Lüfte.
Doch welker Blätter herbe Düfte
verkünden uns trotz Sonnenschein,
dass Spätherbst füllt Novembers Klüfte.

Auch hie und da ein Amselhahn
probt eifrig Liebesmelodien.
Noch ist sein Paarungstraum ein Wahn,
ihn lockt das Wetter auf den Plan,
lässt schön seinen Gesang erblühen.

Die Stadt wählt schon ihr Festtagskleid.
Geschmückt mit Tannen, Sternen, Lichtern
macht sie sich zum Advent bereit,
erhofft zur Weihnacht Winters Zeit,
mit Schnee und lächelnden Gesichtern.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing