KOSMOS

earth-11008_1920
Du zauberst
im Sternenmantel
der Liebe
Silbermond und Sonnengold
in die schwarze Nacht.
und
die blauäugige Erde
in zarte Nebel gehüllt,
bergend den Tag,
der flüchtig
die Seiten wechselt,
tanzt
sich neigend
um die Sonne.

© Gedicht: Ingrid Herta Drewing, 2009
Foto : Pixabay

Lebensermunterung

Version 3

Wie oft erstarrst du stumm vor jener Leere,
dem Elend, das zu Wüsten sich ausweitet
und unentwegt in deine Richtung schreitet.
Du fürchtest Kriege, ihre Leidensheere,
den Tod, den dunklen Mantel ausgebreitet.

Die Sehnsucht nach dem hellen Licht der Liebe,
die doch dies Leben hier in Atem hält,
das Wachsen, Blühen, Reifen schenkt der Welt,
beseelt dich dennoch, meidest, was so trübe
und du nimmst wahr, was deinem Blick gefällt.

So vieles, was begegnet dir auf Erden,
nur kurz erscheint, es greift in deinen Tag.
Ein Lächeln im Vorübergehen mag
in seinem Leuchten dir zu Teil auch werden
und löscht den Kummer einer trüben Klag‘.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Frühsommer-Morgen

Mit blank gewaschenem Gesicht
erblickt die kleine Stadt den Tag,
erstrahlt in hellem Sonnenlicht
nach nächtlicher Gewitter-Plag‘.

Im Park die Bäume, die Alleen
erglänzen grün und lassen hoffen,
dass wir nun klar den Sommer seh’n,
dem Leben steh’n die Türen offen.

Vereinzelt schenken schon die Linden
uns lieblich ihren Blüten-Duft.
Wir dürfen’s nasenselig finden,
genießen in der frischen Luft.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Herbstfarben

Der Tag, erwacht im Sonnenlicht,
lässt Nacht und Nebel schwinden,
küsst wach der Bäume Laub-Gesicht,
das herbstlich lächelnd nun verspricht,
sein Farbenspiel zu finden.

Das Linden-Herz in Gold erstrahlt,
die Birke glänzt in Seide.
Der Herbst mit seinen Künsten prahlt,
hellgelb den Ginkgo hier bemalt,
für uns zur Augenweide.

Und freundlich grüßt der Amberbaum;
der Blätter Sternenhände
ziert schon ein feuerroter Saum,
verheißend einen lichten Traum,
ein Leuchten ohne Ende.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Kühler Maientag

Es hat des Frostes kalte Sicht
sich noch mal eingefunden,
einfordernd eisig Winters Pflicht
in nächtlich frühen Stunden.

Wild blättert Wind in Frühlings Buch
und lässt im lichten Maien
schnöd‘ auf der Erde grünes Tuch
den Blütenschnee hier schneien.

Doch grüßt ein blauer, klarer Tag,
hisst hell sein Sonnensegel.
Die Luft ist frisch, so wie ich’s mag,
auch steigt der Wärme Pegel.

Die Vögel, die hier munter singen
das Morgens auf den Dächern,
bewahren uns das Frühlings-Klingen
und trotzen Winters Rächern.

© Ingrid Herta Drewing,2014

Tagen

Es ging die Nacht, die Nebel schwanden;
auch löste sich der letzte Traum.
Noch streift erinnernd dich sein Saum,
und Bilder, die die Seele fanden,
begleiten dich in deinen Raum.

Doch aus der Dämm’rung fahlem Grau
schlüpft sonnig hell ein neues Tagen.
Im Licht erwacht des Lebens Sagen;
der Morgen lockt mit frischem Blau
in Sommers wohliges Behagen.

© Ingrid Herta Drewing,2013

Morgenstimmung

Ein tiefes Gurren
in der blauen Dämmerung,
Ringeltaubenruf.

Leis‘ aus der Ferne
ertönt samtweich die Antwort.
Es erwacht der Tag.

Und weiße Schleier
schweben am Morgenhimmel,
Frühlingsbrautgesang.

© Ingrid Herta Drewing

Wintertag

An Tagen wie diesen,
der Himmel so weit,
die Sonne bereit,
uns strahlend zu grüßen.
Da mag man genießen
die Winterszeit.

© Ingrid Herta Drewing