Septemberende

Sonniger Herbsttag,
das Laub der Bäume leuchtet
in warmen Farben.

Mit himmlischem Blau
spiegelt sich im kleinen Teich
ein Hausgesicht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Ende September im Nerotal

Des späten Sommers satte goldne Farben
begleitet Himmelblau im Aquarell,
als gelte es, nun nach Frühnebels Darben
im Teich zu spiegeln, was so licht und hell.

Ich schaue und genieß‘ die Augenweide
jetzt, da die Sonne warm im Mittag singt
und leuchten lässt der Bäume Blattgeschmeide,
das sanft noch vor dem Tanz im Winde schwingt.

Wie bald wird ihre Schönheit welk verblassen,
wenn Herbststurm harsch hier durch die Wipfel fegt
und dann an trüben Tagen, regennassen
sich Nebel auf die kahlen Äste legt.

Doch noch erreicht Natur nicht dieses Ziel;
es schenkt der Frühherbst uns sein glänzend Spiel.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing, 2018

Trockener Sommer

Es mag der Sommer hier so licht uns grüßen,
die Sonne strahlt aus zartem Himmelblau
und trinkt den Tau, der glitzernd auf den Wiesen
dem jungen Tag zart schenkte kühle Schau.

Doch jene Schönheit trügt, es fehlt der Regen,
der die versengten Wälder neu erfrischt,
Staubteufel tanzen auf den Wanderwegen,
der Pflanzen Grünen scheint wie weggewischt.

Zu trocken ist es, und in Baches Mitte
ein Rinnsal nur, wo er sonst rauschend floss,
zu lange zählt schon Trockenheit die Schritte,
sie folgte seit April der Sonne Tross.

Vertrocknet, keine Ernte auf den Feldern.
Dem Vieh fehlt Futter, denn es gibt kaum Heu,
auch darbt das Wild in ausgedörrten Wäldern,
sucht Hilfe und verliert fast seine Scheu.

Und andern Orts ertrinkt in Regenfluten
das Land; in Indien wütet der Monsun.
Der Klimawandel zeigt, man muss sich sputen,
kann nicht mehr sorglos und bequem ausruh’n,
sondern muss endlich nun das Rechte tun!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Am Strand

Federwolken, weiß
in den Blauhimmel getuscht
über den Dünen.

Silberne Wellen,
in der gleißenden Sonne
schimmert das Meer.

Die hellen Muscheln
leuchten aufgereiht am Strand,
Geschenk der Ebbe.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Januartag

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Der Winter bleibt
im fernen Haus,
frönt dort dem Frost,
Frau Holle
kein Schneelied schreibt,
sie ruht sich aus,
trinkt süßen Most
und schläft im Flaus
der Wolle.

Der Himmel klar,
der Sonne Licht
beglückt uns Sinn
und Herzen.
Noch Januar,
doch sie verspricht
nun schon Gewinn,
fast milde Sicht
des Märzen.

Es leuchten da
auf grünem Grund
auch ohne Schnee
die Glöckchen.
Hell blühen sah
ich Weiden und
in der Allee,
am See im Rund
die Pollenflöckchen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing, 2018

Vierter Januar

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Vorfrühling mag nun offenbar
statt Winter hier entstehen.
Es fehlen Sonne, Himmel klar,
nur Regen lässt sich sehen.

Und dennoch kann dies Wettergrau
den Tag mir nicht verdrießen;
ich träume mir den Himmel blau,
zumal noch Rosen grüßen.

© Ingrid Herta Drewing,2018

29.Dezember 2017

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Die Sonne strahlt, erhellt des Himmels Blau,
sie schenkt den Lichtblick nach den grauen Tagen
und weitet in der Landschaft unsre Schau,
kein Nebel lässt ermüdend uns verzagen.

Als wolle sie das Jahr zum Abschied krönen,
ihm noch verleihen diesen letzten Glanz,
und uns so den Silvestertag verschönen,
bevor das neue Jahr spielt auf zum Tanz.

Auch uns beschwingt im Licht ein neues Hoffen,
wir geben gern dem Neujahr das Geleit
und halten ihm die Türen nun weit offen,
uns wünschend, dass es bringe gute Zeit.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Herbstfreude

Version 2

Wie hingetuscht das Gelb, das Grün und Rot.
Es malt der Herbst mit allen seinen Farben,
die der Natur hier stehen zu Gebot,
bevor sie muss im Nebelkleide darben.

Noch zaubert er die Träume hell ins Licht,
die uns erfreuen, goldner Farben Töne;
das Rouge erfrischt der Bäume Laubgesicht
und leuchtend hier erstrahlt nun alles Schöne.

Wie bald wird Müdigkeit den Glanz ersticken,
der Nebel alles nass und grau verhängen,
wo Blätter jetzt mit frohen Lichtgesängen
uns, Aug’ und Seele wärmen, reich beglücken.

Darum lasst uns genießen diese Zeit,
die nun der Herbst noch hält bereit!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Frühsommertage

Es schreiten die Junitage
jetzt freudig im blauen Gewand,
als habe die Lustansage
der Sonne die Schatten gebannt.

Der Wald grüßt in lindem Grünen.
Die Wiese, ein wogendes Feld,
beherbergt blühende Bühnen,
von Klatschmohnfeuern erhellt.

Auch Frühlingsvögel noch singen,
die Brut wird jetzt flügge und lebt,
darf sich in die Lüfte schwingen,
wo sie hier nun himmelhoch schwebt.

Es glänzen die klaren Tage,
beglücken mit wachsendem Licht,
bis an Johannis die Sage
von Schwinden und Sonnwende spricht.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Mauersegler

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Sie sind zurück, hoch in den Lüften schweben
und segeln sie im hellen Sonnenlicht.
Frühsommers Boten, Mauersegler, weben
am Himmel Leichtigkeit mir in die Sicht.

So auch am Abend, wenn sie schwirren, jagen
in Häuserschluchten auf Insektenfang,
vermag die Schar mir pfeifend noch zu sagen,
dass nun des Lebens Tage leuchten lang.

© Ingrid Herta Drewing,2017