Herbstfreude

Version 2

Wie hingetuscht das Gelb, das Grün und Rot.
Es malt der Herbst mit allen seinen Farben,
die der Natur hier stehen zu Gebot,
bevor sie muss im Nebelkleide darben.

Noch zaubert er die Träume hell ins Licht,
die uns erfreuen, goldner Farben Töne;
das Rouge erfrischt der Bäume Laubgesicht
und leuchtend hier erstrahlt nun alles Schöne.

Wie bald wird Müdigkeit den Glanz ersticken,
der Nebel alles nass und grau verhängen,
wo Blätter jetzt mit frohen Lichtgesängen
uns, Aug’ und Seele wärmen, reich beglücken.

Darum lasst uns genießen diese Zeit,
die nun der Herbst noch hält bereit!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Herbstvormittag im Park

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Es wächst im Laub der Bäume nun dies Leuchten,
das golden in den Blättern sich verzweigt,
wenn sie erwachen aus dem nebelfeuchten
noch kühlen Morgen, der verschleiert schweigt.

Die Sonne lässt die Landschaft sanft erstrahlen
und taucht das Tal in dieses warme Licht,
das Frühherbst sich erkürt bei seinem Malen,
wenn er mit Feuerfarben kühn, lebendig spricht.

Eichhörnchen huschen hurtig, und beflissen
gilt Eicheln, Nüssen jetzt ihr Sammlersinn.
Sie horten im Versteck die Leckerbissen,
die reichen sollen bis zum Frühjahr hin.

Ich schaue zu, wie sie so wuseln, spielen;
anmutig und lebendig ist dies‘ Bild,
im warmen Sonnenschein darf ich noch fühlen
Septembers helle Tage wundermild.

Doch sinnend ruht mein Blick auf letzten Rosen,
die hier im Park noch einmal zart erblüht.
Und auch das Abschiedslied der Herbstzeitlosen
flicht mir ein wenig Wehmut ins Gemüt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Herbstlich

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Es darf, obwohl Spätsommers Feuer schwelen,
ein himmlisch‘ Blau beschirmen klar die Welt,
beglücken sonnig unsre Sinne, Seelen,
bevor die Nebelschleier grau verhehlen,
was uns an Farbenvielfalt so gefällt.

Noch mögen seine Blicke zärtlich liegen
auf jener letzten Rosenfeuer Glut.
Die Freude wird im Erntetanz obsiegen,
wenn sich Verliebte an das Leben schmiegen,
einander schenken Glück, auch Schutz und Hut.

Und rauben Stürme bald das Laub den Bäumen,
sind sie, die jetzt im Golde glänzen, kahl,
wird, wenn die Blätter ruhen, Stämme säumen,
die Landschaft in des Raureifs Silber träumen,
erglänzen, leuchten neu aus Nebels Fahl.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Frühherbst

Warda herbstlich_o

Mag Frühherbst nun vollenden
dies’ Werk der Reife, Licht
und Sonnengold uns spenden,
mit milden, sanften Händen
verzögern den Verzicht.

Auch wenn im Nebeldunst
er morgens spät erwacht,
schenkt er uns mittags Gunst
als Maler seiner Kunst,
ein himmlisch Blau wirkt sacht.

Das Blattgold in den Zweigen,
des wilden Weines Wand
darf rot gefärbt sich zeigen.
Musik und Erntereigen
verschenkt er unverwandt.

Bucheckern, Eicheln, Nüsse,
Eichhörnchen birgt sie, hebt
sie auf, die Leckerbissen.
Kastanien, Spielgenüsse,
das Kinderherz erbebt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Am Warmen Damm

Frühherbst-Idylle

Warda- Herbst_o

Jetzt naht die Zeit, die hier mit milden Träumen
das Leben auch am Tage sanft umhüllt.
Ein zärtlich Flüstern regt sich in den Bäumen,
wo sich nun Blatt um Blatt mit Gold erfüllt.

Da rascheln fallend Nüsse, und Maronen
entgleiten ihrem grünen Stachelhaus,
Eichhörnchens Sammelfreude wird sich lohnen,
es sucht sich dort die besten Früchte aus.

Ich sitz‘ im Park, genieß‘ die Mittagsstunde
im Sonnenlicht, das heute warm erstrahlt,
erfreue mich am Schönen in der Runde,
dem Farbenbild, das Herbst so kunstvoll malt.

Zum Sommerabschied dieses stille Walten
bezaubert zart und lässt mich innehalten.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Herbst im Nerotal

dscn6460Bald ist er aller Blätter bar,
der Ahornbaum, der dort darf strahlen,
sich leuchtend in die Landschaft malen
vor einem Himmel hell und klar.

Wohl legt schon Spätherbst seine Spuren,
macht müd den Morgen, neblig, kalt,
schickt Stürme nun in Park und Wald,
und Laub welkt, säumt die feuchten Fluren.

Doch mögen auch die Blätter fallen,
uns bleibt noch dieses schöne Bild,
schenkt im Erinnern sich so mild,
wenn hier nur graue Nebel wallen.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Oktobers Abschiedsfest

Im goldnen Glanz gefällt mir der Oktober.
Vor einem blauen Himmel, unverstellt,
erstrahlt im Licht so farbenfroh die Welt,
und Blätterspitzen leuchten rot,zinnober.

Dies helle Bild ist mir hier Augenweide,
verschönt den Herbst, der schon den Abschied zeigt,
wenn morgens grau im Tal der Nebel steigt
und Raureif wird zu welken Laubs Geschmeide.

Das mildert sanft die Wehmut der Gedanken,
die doch um die Vergänglichkeit sich ranken,
jetzt, wo ein Lebenskreis zu Ende geht.

Es lässt mich wie an ein Versprechen glauben,
dass dieses Leben, das der Tod mag rauben,
doch letztlich wieder blühend aufersteht.

© Ingrid Herta Drewing,2016

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Unwirtliche Herbsttage

Der Nebel dicht verhüllt das Licht
der alten Stadtlaterne.
Kein Himmel, keine Sterne
versprechen hier die klare Sicht.
Kein Blick erreicht die Ferne.

Des Herbtes Pracht, so schön erwacht,
das Blattgold in den Bäumen,
hell in Oktobers Räumen,
nun Nebels Macht zunichte macht,
lässt’s nur in unsren Träumen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Herbst

dscn6528Die Kraniche schon südwärts flogen,
laut hallten die Kirugesänge;
auch Schwalben sind bereits gezogen,
dorthin, wo Witterung gewogen
und Futtersuche leicht gelänge.

Noch malt hier Herbst mit allen Farben,
lässt golden leuchtend Bäume glänzen,
bevor des Nebels graues Darben
verhüllt die Landschaft, Laubfalls Narben,
und Blätter welken nach den Tänzen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Schöner Herbstmorgen

maronen
Das Tal erwacht; noch nebeltrunken
im Sonnenlicht die Baumkonturen.
Der Nebel, der als Tau gesunken,
liegt kühl auf Wald-und Wiesenfluren.

Die Elstern und die schwarzen Krähen
schon krächzen lauthals im Geäst.
Das Eichhörnchen flieht ihre Nähe,
nascht Nüsse und vergräbt den Rest.

Auch mancher Mensch folgt
Sammelträumen,
liest auf Maronen, nicht zu knapp,
die von den Esskastanienbäumen
jetzt fallen raschelnd hier herab.

Genießt beglückt der Sonne Strahlen,
das Leuchten dieser Blattgoldwelt,
die hier des Herbstes Kunst, sein Malen,
als Farbenspiel ins Licht gestellt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2016