Parkidylle

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Alte Laterne
und rote Sternenblätter
leuchtendes Herbstlicht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Roter Ahornbaum

Version 3
So rot, so brennend rot
wie diese Ahornbäume strahlen,
wird sie kein Maler malen,
und auch kein Angebot
kann ihre Kraft abzweigen,
die jetzt, im Jahr so spät,
bevor die Bäume sich zum Blattfall neigen,
im Rausch des Lebens Hoffnung sät.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2016

Herbstimpressionen

Romantikbrücke,
leuchtend roter Amberbaum,
schönes Nerotal!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2016,

Version 4

Wiesbaden, Nerotal

Oktobers Abschiedsfest

Im goldnen Glanz gefällt mir der Oktober.
Vor einem blauen Himmel, unverstellt,
erstrahlt im Licht so farbenfroh die Welt,
und Blätterspitzen leuchten rot,zinnober.

Dies helle Bild ist mir hier Augenweide,
verschönt den Herbst, der schon den Abschied zeigt,
wenn morgens grau im Tal der Nebel steigt
und Raureif wird zu welken Laubs Geschmeide.

Das mildert sanft die Wehmut der Gedanken,
die doch um die Vergänglichkeit sich ranken,
jetzt, wo ein Lebenskreis zu Ende geht.

Es lässt mich wie an ein Versprechen glauben,
dass dieses Leben, das der Tod mag rauben,
doch letztlich wieder blühend aufersteht.

© Ingrid Herta Drewing,2016

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Herrlicher Herbstsonntag

Heut schenkt Oktober alle seine Farben,
malt hier zum Abschied wohl sein bestes Bild.
Bevor wir bald im grauen Nebel darben,
er jetzt noch unsren Blick für Schönes stillt.

Er lässt des Wilden Weines Feuer leuchten;
die Hausfassade wird zum Märchenschloss.
Gleich einem Aquarell in Teiches Feuchte
erglänzt der Bäume Bild im Blattgoldtross.

Da wird der Park zur wahren Augenweide,
das Spiel der Farbnuancen wärmt den Blick,
und du schaust andächtig auf dies Geschmeide,
genießt den lichten Tag, das kleine Glück.

So muss ein Abschied sein, so lind und warm,
wie dieser Herbstsonntag mit seinem Charme.

© Ingrid Herta Drewing,2016

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Unwirtliche Herbsttage

Der Nebel dicht verhüllt das Licht
der alten Stadtlaterne.
Kein Himmel, keine Sterne
versprechen hier die klare Sicht.
Kein Blick erreicht die Ferne.

Des Herbtes Pracht, so schön erwacht,
das Blattgold in den Bäumen,
hell in Oktobers Räumen,
nun Nebels Macht zunichte macht,
lässt’s nur in unsren Träumen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Oktobertag

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Kalt streift der Nordwind über Wiesen, Felder
und auf den nahen Bergen liegt schon Schnee.
Nur hier im Tal färbt Herbst noch Gärten, Wälder,
rotgold’ner Bäume Pracht, ihr Bild im See.

Ein klarer Tag, die Morgennebel schwanden
und golden nistet Sonne im Geäst
der Esche, deren gelbe Blattgirlanden,
hell leuchten, blauer Himmel lädt zum Fest.

Als wolle sie zum Abschied uns verwöhnen,
zeigt nun Natur dies‘ farbenfrohe Bild,
das hier der Landschaft Pflanzen darf verschönen,
und auf uns wirkt als Augenweide mild.

Das Leben selbst lässt Zuversicht aufscheinen,
Vergänglichkeit kann Frühling nicht verneinen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Sonnenuntergang im Herbst

Der Tag verklingt, des Abends lange Schatten
nun greifen nach dem Land, das Sonne trinkt,
die noch den Himmel rötet im Ermatten
und zärtlich, sanft der Nacht entgegen sinkt.

Das wundersame, warme, rote Fluten
verleiht der Landschaft dieses Zauberschimmern,
und auch des Herbstes helle Feuergluten
hier leuchtend in der Bäume Blattgold flimmern.

Als sänge da das Leben, Farben trunken,
zum Abschied uns sein allerschönstes Lied,
damit wir, wenn im Nebel es versunken,
bewahren seine Schönheit im Gemüt.
Version 3
© Ingrid Herta Drewing

Spätherbststimmung

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Heut gibt der Herbst sich trüb; in den Alleen
säumt welkes Laub die Bäume, nicht zu knapp .
Dem Nachtfrost können sie kaum widerstehen;
auch wenn sie manchmal tags noch Sonne sehen,
löst sich nun Blatt um Blatt und fällt herab.

Zu früh die kalte Luft, der Wolken Horden
hier, wo noch heiß die Sommersonne schien.
Oktober ist nun neblig, kühl geworden,
und Kranichscharen fliehen jetzt den Norden;
wir sehen sie im Rheintal südwärts zieh’n.

Da träumten wir von goldenem Oktober,
der Bäume Leuchten, blauem klaren Licht,
von feuerroten Blättern,Herbstzinnober,
dem Erntetanz vor prall gefülltem Schober.
Doch schon verhüllt der Nebel alle Sicht.

Vielleicht geht bald vorüber dieses Raunen,
der Schleiertanz der grauen Nebelfee!
Vergessen sind dann ihre kalten Launen,
wenn hier ein Indian Summer lässt noch staunen,
uns schenkt die Farbenpracht am stillen See.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2016

Klarer Herbstmorgen

dscn6278Solch einen Morgen lob ich mir!
Blauhimmel, hell der Sonne Strahlen,
und Maler Herbst ist fleißig hier,
zeigt seine Farbkunst im Revier,
beginnt die Blätter zu bemalen.

Als flösse alles Himmelslicht
jetzt in die Landschaft, Büsche, Bäume,
damit zum Abschied ihr Gesicht
in abertausend Farben spricht,
Natur nun paradiesisch träume.

So kündet Ende an Beginn.
Und mögen Winter, Nebelzeiten
ihr Bild auch grau bald stellen hin,
wird doch des Lebens Frühlingssinn
uns hoffnungsfroh und heiter leiten.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing