Archive for the Category Reimereien

 
 

Blödel-Reime

Kühe , die auf Rasen grasen,
haben meistens feuchte Nasen,
selten weiche Knie.
*
Ja des Lebens Liebesstunden
werden oft gesucht; gefunden
hat sie mancher nie.
*
Volle Tassen muss man fassen,
will man daraus trinken.
Ganz schlecht wär’s, man sollt’ es lassen,
noch damit zu winken.

© Ingrid Herta Drewing

Reim dich oder ich fress‘ dich!

Malheur

Ein Mensch, entbrannt in heißer Liebe,
entflammt auf Reimen, Versen stand,
hat sich, weil er bei Sehnsuchtsschüben
die rechten Worte nicht mehr fand,
falsch auf den Pegasus gesetzt.
Er stürzte ab. Gedicht verletzt!

Meisenweise

Ein Weiser hörte eine Weise,
die klang ihm zärtlich, lieb und leise
und war vertraut ihm, gut bekannt.
Er hatte sie auf einer Reise
gehört von einer kleinen Meise,
die er vor seinem Fenster fand.

Es war die Meise eine Waise
(die Eltern starben im Geleise,
als ein Schnellzug sie erfasst).
Nun singt die kleine Meisenwaise
ihr Lied im Kreis der weisen Greise,
beim Vogelhaus auf einem Ast.

Untergang

So mancher,
den das Leben ließ viel hoffen,
ist dann,
das macht mich sehr betroffen,
mit ihm im Alkohol ersoffen.

© Ingrid Herta Drewing

Reimweide, arm an Orthogra fie

Empört erreicht mich die Beschwerde,
ich hätt’ im Haus Blumento pferde.

Weil er Weihn achten falsch verstand,
brach er betrunken sich die Hand.

Nackt rannten in die Büche recken,
um sich mit Blättern zu bedecken.

Bei Glatteis lassen Auto ren’,
wenn schlau sie sind, den Schlitten stehn.

Ich fahre jetzt nach Stade,
wo ich viel Schoko lade.

Er wurde im Flug zeuge
einer Rechtsbeuge.

„ Kom post!“, sagt der Briefkasten bei Werbung erbost.

10 Niko läuse rannten zusamm‘
weg vor dem Kamm.