Zuversicht

Jetzt lässt der Lenz die Welt ergrünen,
und Baum um Baum zeigt seine Zier,
dies Leuchten über Wiesenbühnen
vertreibt des Nebels fahles Sühnen,
schenkt schön sich unsren Blicken hier.

Beglückt auch meine Seele, Sinne,
wenn ich verträumt im Park spazier‘.
Ich schaue, halte gerne inne
und ahne, dass ich neu beginne,
denn Hoffnung weist nun Wege mir.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Endlich Regen

Kaum hätte ich es je geglaubt,
dass ich mich so könnt‘ freuen,
wenn grau die Wolken dräuen.
Doch Regen wäscht, was hier verstaubt,
darf Trockenheit verbleuen.

Der Bach, der durstig trocken lag,
strömt plätschernd durchs Gelände,
als ob er sprudelnd fände
nun erst den Weg, der ihm behag‘
zu seinem Mündungsende.

Die Bäume, die hier schon im Park
die Blätter, Borken schoren,
matt wirkten wie verloren,
sie zeigen sich erneut nun stark
zum Grünen auserkoren.

Vorbei der Hitze Einerlei,
ob Berg, ob Tal und Klüfte;
des Sommers milde Düfte
auch dich jetzt lassen atmen frei,
und Wind erfrischt die Lüfte!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Erneuerung

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Es schenkt der Mai den Bäumen
dies‘ helle, zarte Grün,
die Zweige aufzuzäumen,
die nun aus Knospenträumen
erwacht in Frühlings Blüh’n.

Und dort in ihren Kronen
wiegt Wind so manches Nest,
wo muntre Sänger wohnen
und singen, froh belohnen
des jungen Lebens Fest.

Auch mich erfasst ein Freuen
und nimmt mich zärtlich ein.
Was mich ließ zagen, scheuen,
verblasst, ich wag‘ den neuen
beherzten Schritt ins Sein.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Vorfreude auf den Frühling

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Ich hangel‘ mich beherzt durch’s Grau der Tage
und hoffe, dass bald klar ein Morgen blaut,
wenn Sonnengold als liebe Lustansage
verdrängt das feucht‘ Gespinst der Nebelplage,
uns schenkt dies helle Lebensleuchten traut.

Darf hören dann der Frühlingsvögel Singen
und halte offen meine Fenster weit,
wenn in der Frühe schon dies‘ lieblich‘ Klingen
mich lockt, ermuntert, fröhlich mag beschwingen,
verkündet wieder neu die leichte Zeit.

All überall wird hier das Leben grünen;
in Park und Garten, auch in Wald und Feld
erwachen nach des fahlen Winters Sühnen
die Pflanzen blühend auf den Wiesenbühnen,
bereichern duftend, farbenfroh die Welt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Sommer

Oleander_o

Es hebt der Tag die Sonnenlider;
ein blauer Himmel schirmt die Welt,
die kleine, die uns immer wieder
mit ihren Wundern neu gefällt.

Sie zeigt uns nun ein Blühen, Grünen,
das die Natur hier schön bestellt.
In Park und Wald, auf Wiesenbühnen
dies Leben unsren Blick erhellt.

Wer denkt da an den Biss der Zecke,
an Sonnenbrand und Hitzestau?
Ein frecher Faun lugt um die Ecke
und kennt sein Flötenlied genau.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Frühsommerfreuden

Rose, Dufti,2014Version 3

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Verklungen Lieder der Syringen;
jetzt reist der Sommer durch das Land,
lässt Licht aus goldner Sonnenhand
hell über Häusern, Gärten schwingen,
und Wärme glüht als Unterpfand.

Im nahen Park die Linden blühen,
verbreiten lieblich ihren Hauch.
Du folgtest gern der Bienen Brauch,
um diesen Duft tief einzuziehen,
so nasenselig lockt’s dich auch.

Wie der besternten Nächte Milde
bei Windlicht-Tänzen dir gefällt!
Ob dort im Garten, im Gefilde,
auf dem Balkon im Blütenbilde
wiegt zarter Zauber deine Welt.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Mai-Versprechen

Nilgänse im Nerotal_o

Von goldnem Sonnenlicht umflossen
dies’ Grünen in den Büschen, Bäumen!
Das Leben wächst, erklimmt die Sprossen
zu immer neuen Zauberträumen.

So mag ein Erdentag beginnen,
beschirmt von Himmels hellem Blau,
und ich erleb’ mit allen Sinnen
des Maien prächt’ge Blütenschau.

Lass mich von Licht und Duft betören,
der Frühlingsvögel süßem Lied.
Das Leben darf auch dir gehören,
so flüstert ’s zärtlich ins Gemüt.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Nerotal

Frühlingsfreude

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Des Frühlingstages helle Lieder
erfrischen licht dir Seele, Sinn.
Der Bäume zartes Blühgefieder,
ein duftend’ lieblicher Beginn.

Der Tag nun hier, so sonnig strahlend,
die Wärme in das Leben bringt
und Fröhlichkeit, die klangvoll malend,
im Brautgesang der Vögel schwingt.

Da fühlst du frei dich und geborgen
in der Natur, die sanft erwacht.
Die Hoffnung grünt, wenn schon am Morgen
die Blütenwelt im Lichte lacht.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Mai

Der Mai zeigt sich als kecker Wicht,
sprüht frech mit frischem Regen;
die Bäume duscht er im Gesicht,
zupft Blüten ab verwegen.

Doch hat er prächtig über Nacht
als Gärtner großer Güte
den grünen Glanz hervorgebracht
aus seiner Wundertüte.

Die Erde blütenreich geschmückt,
den Brautstrauß lieb gebunden.
Das Vogelvolk im Nestbauglück
hat singend sich gefunden.

Wir Menschen fühlen, leicht und frei,
auch uns lacht jetzt das Leben;
trotz Krise, Sorgeneinerlei
woll’n wir nur vorwärts streben.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingshoffnung

Geschenke aus des Frühlings Händen
beglücken uns nun reich vor Ort.
Es duftet, blüht; an allen Enden
will sich das Grau ins Grüne wenden,
und Hoffnung heißt das Zauberwort.

Was uns noch arg bedrückt, wird weichen.
Wir sehen Himmels klares Blau.
Der Sonne Strahlen setzen Zeichen;
ein Neubeginn darf jetzt erreichen,
dass wir entgehen dunkler Schau.

So wächst die Zuversicht, dies‘ Leben,
das hier im Werden die Natur
vielfältig schön ins Licht mag heben,
vermag uns Freude, Kraft zu geben,
zu folgen seiner sanften Spur.

© Ingrid Herta Drewing,2016