Frühlingsregen

Version 2

Der Tag erwacht im Wolkenbett.
Ein frischer Frühlingsregen
benetzt die Pflanzen, so als hätt‘
der Mai gebeten ihn recht nett
um seinen kühlen Segen.

Frühsommer hatte, heiß entbrannt,
den Lenz schon fast vertrieben.
Was schüchtern zart in Blüte stand,
fiel welkend gar von seiner Hand,
und wollt‘ doch Milde lieben.

Jetzt, da der Frühling ist zurück,
schenkt Wasser neues Leben,
bestärkt hier Floras grünes Glück
und rückt die Schönheit in den Blick,
die von Natur gegeben.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Frühlingsregen

Es fällt ein sanfter Frühlingsregen
und netzt der Erde frisches Grün.
So kann der helle Blütensegen
auch weiterhin im Glanz erblühn.

Die Vögel, froh gestimmte Sänger,
begrüßen flugs das klare Nass;
im Vogelbad drängt man nicht länger,
Platz gibt es auch am Regenfass.

Wir lieben’s trocken, Schirme tragend,
spürn wir die regenfrische Luft.
Der Frühling lächelt; wohl behagend
schenkt er uns seiner Blumen Duft.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Frühlings Sieg

Es nieselt sanfter Frühlingsregen
und netzt der Erde dunklen Grund.
Sehr bald wird hier ein Blütensegen
erblühen hell in Farben bunt.

Die Tauben dösen auf dem Dache;
die leichte Dusche stört sie nicht.
Und in der Erle, dort am Bache,
erklingt der Amsel Ton-Gedicht.

Die Frühlingsmilde konnt‘ bezwingen
des Winters frostiges Geschick.
Nun darf Natur im Lichte schwingen
dem Leben gilt ihr Liebesblick.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Warme Märztage

Es trägt der März, heut‘ gut gelaunt,
des frühen Sommers Kleid.
Die Sonne heiß vom Himmel schaut,
die Wolken blass vor Neid.

Sie haben sich bald ganz verzogen,
dann herrscht hier klares Blau.
So warm ist jetzt der Lenz gewogen
der Frühlingsblumenschau.

Jedoch die Flora schwächelt noch,
sehnt sich nach sanftem Regen,
der nach der Trockenheit sollt’ doch
das Wachstum nun bewegen.

© Ingrid Herta Drewing