Archive for the Category Frühling

 
 

Dankeslied

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Und als des Tages lichtes Blau im Osten,

gerötet von der Sonne Feuerstrahl,

die frühen Vögel rief auf ihre Posten,

zum Himmel jubelnd auf in großer Zahl,

da schwang sich auf auch meine müde Seele,

geweckt vom ersten sanften Frühlingsruf,

und dankbar sang auch ich mit heller Kehle

ein Lied dem Schöpfer, der dies alles schuf.

Das grüne Kleid der Hoffnung, seine Blüten,

der Sonne Strahlen, milde Morgenluft,

dies kündet uns von Gottes großer Güte,

die uns im Frühlingsauferstehen ruft.

Wir sehen froh im Werden der Natur

des neuen Lebens wunderbare Spur.

Ingrid Herta Drewing

April

Haswe

April und seine frechen Wetterlaunen,
wer kennt ihn nicht, ward nie von ihm gefoppt.
Auch Osterhasen bringt er flugs ins Staunen,
wenn er ihr heimlich Werk gewitternd stoppt.

Sogar mit Schnee bedeckt er wild die Blüten;
die Hagelschauer sind ihm gar nicht fremd.
Und früher riss sein gar so stürmisch’ Wüten
von Wäscheleinen Opas bestes Hemd.

Der Mensch folgt diesen Launen selbst auch scherzend,
schickt Ahnungslose keck in den April.
Am ersten Tag des Monats, nichts verschmerzend,
sogar das Fernsehen Enten senden will.

Ja, manche Lüge kommt so wahr daher,
dass sie beschworen wird noch hinterher.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingstag

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Der Frühling träumt im Apfelbaum;

sein Kleid aus weißen Blüten

glänzt leuchtend vor des Himmels Blau.

Die Sonne strahlt in Güte.

Ein Tag , dem Paradies entliehen,

der uns sein Lächeln schenkt.

Was Trübsal heißt, muss da entfliehen,

das Glück die Sinne lenkt.

Und auf der Wiese tanzt das Kind,

die Arme ausgestreckt,

als habe es im milden Wind

sein Leben neu entdeckt.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingslaune

Anemone

Der Frühling ist jetzt pünktlich angekommen.

Erquickend wärmt die Sonne, hell ihr Licht.

Was sonst dir noch im Grau den Mut genommen,

erreicht dich nun mit seiner Trübsal nicht.

An solchen Tagen möcht’ man lauthals singen.

Sie schenken uns am Morgen schon das Glück,

die Kraft; du fühlst, dass vieles wird gelingen,

beginnst dein Tagewerk mit klarem Blick.

Kein‘ Unbill wird dir deine Laune trüben,

du fühlst getragen dich von Hochgefühl,

und triffst du Schwere, hältst du dich ans Üben,

erreichst ausdauernd, froh gestimmt dein Ziel.

So schenkt auch uns des Frühlings zartes Weben

den Schwung auf unsrem Weg, ein neues Leben.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingsimpression

Belli

Ein Sonnengesicht
schaut lächelnd in dein Fenster
und weckt dich zärtlich.

Zwei Ringeltauben
turteln in der Efeuwand
trauliches Gurren

Spielende Kinder,
ihr Lachen erschallt im Hof
wird zum Frühlingsruf.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingsanfang

Neropanorama

Und gleißend scheint der Sonne Licht,

erwärmt die müde Erde,

die, nun erwacht, von Frühling spricht

mit blühender Gebärde.

Es keimt und sprießt, an Strauch und Baum

die Knospen glänzend schwellen.

Die Bäche, Flüsse, eisfrei kaum,

sich stürzen in die Schnellen.

Es braust und rauscht, an Baches Ranft

sich frische Gräser zeigen.

Der Frühlingswind, er flüstert sanft

dort in der Weide Zweigen.

Ich lausche still der Amsel Lied,

dem Klang, dem lieblich süßen,

und dichte, froh ist mein Gemüt,

den Frühling zu begrüßen.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingsgefühl

Zissi

Wir wachen auf aus Winters Nacht,
erleben, was der Lenz gebracht
an Blüten-Klanggenüssen.
Die Veilchen, die Narzissen
beglücken uns und Vogelsang.
Nun ist vorbei der Kälte Fang.
Die Sonne lässt ’s uns wissen.

Des Frühlings Spuren in den Auen,
sie leuchten farbig; voll Vertrauen
erklingt sein grünes Hoffnungslied
in allem, was hier hell erblüht.
Und in den milden Lüften
verströmen sich die Düfte,
erfreuen zärtlich das Gemüt.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingsfreude

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Die Sonne nimmt uns sanft in ihre Arme,
ihr helles Strahlen mild den Tag verschönt.
Verheißungsvoll beglückt uns nun dies warme
Versprechen, dass sie bald den Frühling krönt.

Auch Schneeglöckchen erfreuen uns im Garten,
und sie sind dort, weiß blühend, nicht allein.
Des Krokus Farben, leuchtende Standarten,
hier weihen neues Blütenleben ein.

Und in dem zarten Bild der Frühlingsbühne
besingen Vögel lieblich ihre Welt.
Nur hin und wieder spielt der wetterkühne
April den Clown, wirft Schnee, der nicht bestellt.

Doch uns soll das die Laune nicht verdrießen;
wir werden froh die Frühlingszeit genießen.

Kurpark im März

Regenbogen

Ein kühler Wind, doch blau und klar
sein Lächeln dieser Sonntag schenkt.
Im Park die grüne Sittichschar,
für die der Winter sonderbar,
recht lautstark meine Blicke lenkt.

Sie sitzen auf dem Sonnen-Ast
der hohen Eiche dort am See,
dicht beieinander; böig fasst
der Winterwind als wilder Gast
ins Wasser, wirft es in die Höh’.

Aus der Fontäne hochgeflogen,
millionenfach, der Tropfen Vlies
wird farbenschön zum Regenbogen,
glänzt überm See, ins  Licht gezogen,
ein Blick ins Frühlingsparadies.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingsbefreiung

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Auch du trugst Schnee in deinen Haaren.

Als dich der Sonne Strahl erfasst’,

erkanntest du die Last der Jahre,

befreitest sorgsam Ast für Ast.

So wird der junge Frühling greifen

ins Herz dir, lässt dich leicht nun gehen.

Wohin auch deine Blicke schweifen,

siehst du das Leben neu entstehen.

Des Tages blaue Augen strahlen,

die Silberfähre Mond, zur Nacht

sich Sterne klar ins Dunkel malen,

du schaust beglückt, im Licht erwacht.

Und leise tönt ein zartes Klingen,

wird zum Crescendo, füllt den Raum.

Das Lied, das schlief, beginnt zu singen

in dir, es blüht dein Frühlingstraum.

Ingrid Herta Drewing