Netzliebe
Internettes Lächeln,
Herztwitter
In der virtuellen Umarmung
wächst Mut
zur Liebe,
bis
der PC abstürzt.
Ingrid Herta Drewing
Internettes Lächeln,
Herztwitter
In der virtuellen Umarmung
wächst Mut
zur Liebe,
bis
der PC abstürzt.
Ingrid Herta Drewing

Im Winternest hast du dich tief verkrochen,
entfliehst der Kälte für geraume Zeit
und hältst dich dennoch jederzeit bereit,
da du dein Wort gegeben, Licht versprochen.
Sobald der Sonne Gold die Auen streift,
wagt sich dein heller Blick sanft über Hügel,
du streckst und spreizt die wintermüden Flügel
zum Flug, der in die blauen Höhen greift.
Und landest leicht sodann nach langem Schweifen.
Erblühend rötet sich nach zartem Kuss
im Blütenkleid für dich die Zaubernuss
und lässt die sanften Frühjahrsträume reifen.
Im Frühlingsfeuer hält dein Flammenkleid
des Lebens Liebe strahlend schön bereit.
Ingrid Herta Drewing
Ein Frosch an eines Brunnens Rand
saß dort ganz selbst verloren.
Er hoffte auf ein Liebespfand,
das er sich auserkoren.
Denn jeden Tag um zwölf Uhr zehn
sah er sie hier vorüber geh’n
und glaubte, dass sie ’s wüsste,
dass was geschehen müsste.
Im Märchen war es schön zu lesen,
von einem Frosch, der Prinz gewesen,
das sollte sie doch wissen
und ihn jetzt endlich küssen.
Das Mädchen sah den Frosch nicht an,
traf sich mit einem andern Mann,
den sie verliebt nun küsste.
Ach wenn sie es nur wüsste!
Was ihr da alles nun entging:
Ein Prinz, der sie gar lieb umfing,
vom Schlösschen ganz zu schweigen,
das ihr wohl wäre eigen!
Wer glaubt denn heut noch solche Märchen?
Verliebt ging aus dem Park das Pärchen
und ließ den Frosch allein,
der sah es traurig ein.

Wer auf der Welt will reüssieren,
muss richtig auch kommunizieren.
Ein Blick allein sagt meist zu wenig,
wenn du noch Frosch bist und kein König.
Ingrid Herta Drewing

Wie schön war das Gedicht, das er geschrieben;
es sprach von Liebe, dennoch war ’s ein Traum
für ihn, der einsam in der Welt geblieben,
ein letztes, grünes Blatt am Hoffnungsbaum.
Die Liebste, die er durch den Tod verloren,
er sah sie immer noch so jugendschön.
Aus seiner Liebe ward sie neu geboren
und schien am Tag vertraut mit ihm zu gehn.
Er sprach zu ihr, erzählte von den Sorgen
und folgte oftmals ihrem stummen Rat.
Für andre war er wunderlich, verborgen
war sein Geheimnis, das er hütet’ zart.
Dann eines Morgens fand man ihn, entschlafen
lag er, fast lächelnd, dort im Rosenhag,
wo sie einander einst im Frühling trafen
und er sie glücklich in den Armen barg.
So schön zeigt dies Gedicht, das er geschrieben,
ihr beider Glück, es war kein blasser Traum,
wie tief sich Mann und Frau verstehn zu lieben.
Doch mancher Mensch, recht nüchtern, glaubt dies kaum.
Ingrid Herta Drewing

Ja, es hat die Liebe große Augen,
blickt so offen, schön in diese Welt,
lässt ein Staubkorn noch zu Gutem taugen,
sieht das Dunkel, wie es sich erhellt.
Liebe ist der Hoffnung heiße Quelle,
sprudelt leicht, lebendig in den Tag,
hilft uns gütig über manche Schwelle,
schenkt die Freude, mildert uns die Plag.
Liebe lässt sogar den Tod vergessen,
überdauert auch die schlimmste Zeit.
Nur in ihrem Reich kann man ermessen,
welches Glück dies Leben hält bereit.
Ingrid Herta Drewing

Von allen Träumen, die sich mir erfüllten,
scheint dies der schönste, und ich fass’ es nicht,
dass hier sich in des Abends letztem Licht
das Glück uns nun so liebevoll enthüllte.
Geborgen fühl’ ich mich in deiner Nähe,
und heg’ ich Zweifel, hilft dein Zuspruch auch.
Mir ist’s, als ob ich Rosen blühen sehe
an Winters Schnee bekränztem Dornenstrauch.
Ich möchte gern verweilen in dem Garten,
wie innig birgst du mich in deinem Arm.
Der Alltag mag kühl grimmig draußen warten.
Wir halten hier einander lieb und warm.
Wo Liebe herrscht, muss Kälte schweigen,
es sprießt und blüht aus Winterzweigen.
Ingrid Herta Drewing
Es ruhen die Häuser, es schlafen die Hunde,
und mondhelles Silber verzaubert das Tal.
Wir beide genießen beschaulich die Stunde,
drehen gemeinsam noch unsere Runde
und stapfen durch glitzernden Schnee nach dem Mahl.
So sorglos und friedlich scheint alles nun hier,
in Mondlicht und Schneedecke zärtlich gehüllt.
Du kuschelst mich warm, in den Armen, bei dir
fühl’ ich dieses Glück, und bewusst wird es mir,
wie schön uns die Liebe das Leben erfüllt.
Ingrid Herta Drewing
Das neue Jahr beginnt, und lieb umfasst,
die Augen glänzend, schwören sie sich Treue
und schweben glücklich, frei von aller Last,
auf Liebesschwingen in das Jahr, das neue.
Und mögen Stürme toben, Blitze wüten,
sie fühlten ’s nicht, zu weit sind sie und fern
in diesem Reich der süßen Rosenblüten,
sie trägt Musik zu ihrem hellen Stern.
Dem Hort, der ihrer Hoffnung Schönstes eint,
in Harmonie zwei Saiten einig schwingen,
wie Geigenweisen lieblich sanft erklingen,
da nur die Liebe Freudentränen weint.
Die Liebe, die das Glück, die Freude schenkt
und zärtlich in ein neues Leben lenkt
Ingrid Herta Drewing

In deinen Augen hab ich sie gefunden.
In deinen Armen wiegte mich ihr Traum.
Sie trug auf Schwingen uns aus Zeit und Raum,
die Liebe, die uns beide tief verbunden.
Sie war das Licht in unsrem neuen Leben.
Ihr Glanz erstrahlte glühend, sonnenhell,
ließ uns auf Wolken liebestrunken schweben.
Wir schöpften zärtlich aus des Glückes Quell.
Schon viele Jahre sind ins Land gegangen,
das Rosenbild, mit Trauerflor behangen,
erinnert süß noch immer, wie es war.
Wird sanft mich auf dem letzten Weg begleiten;
ich find’ dich wieder, Liebe wird mich leiten.
Ihr Licht, es leuchtet kraftvoll noch und klar.
Ingrid Herta Drewing
Dein golden blondes Haar noch immer weht
durch meiner Sehnsucht Träume.
Der helle Schimmer, den auf deiner Haut
im Glanz des Frühlichts liebend ich erschaut,
dort unter Sternenbäumen,
dein Lächeln lieblich mir vor Augen steht.

Vergangen nun, doch niemals sind vergessen
die Glück erfüllten Jahre.
Sie einten zärtlich unser beider Leben.
Dieses Geschenk, das uns von Gott gegeben,
für immer wohl bewahre
ich es im Herzen, werd es nie ermessen.
Ingrid Herta Drewing