Dazwischen


Es sind die sanften Klänge,
die mein Herz beglücken
und mich aus allen Zwängen
wunderbar entrücken.
Ein Balsam für die Seele,
der allen Kummer nimmt.
Auch wenn mich Sorgen quälen,
Musik mich froh doch stimmt.
Von Mozarts Melodien
entführt in reine Sphären,
darf ich, in Harmonien
genesend ,Freude hören.
Ingrid Drewing
Der Winter schreibt Erbarmen
nur eisig auf die Wand,
und gibt sodann den Armen
das Schneetuch als Gewand.
Aus Tränen wirkt er Perlen
und zaubert silberweiß
am Bach den grauen Erlen
den Wurzelschuh aus Eis.
Den See lässt er erstarren,
ihm raubend seinen Spiegel;
nun muss er starr verharren,
der sonst gern aufgewiegelt.
Im Wald die stolzen Tannen,
sie knacken laut im Frost.
das Rotwild zieht von dannen,
findet nur schmale Kost.
Der Mensch,gut eingerichtet,
erträgt die Winterszeit,
ist er doch unterrichtet,
dass Frühling steht bereit.
Ingrid Drewing
Zärtlich klingt ein Lied , und leise
summ ich seine Melodie,
eine wundersame Weise
singt von Glück und Harmonie.
Fliederfarben will’s sich färben,
diese Milde, lieblich , traut ,
ein Tenor im Liebeswerben,
Töne schmelzend,ohrvertraut.
Doch dann dröhnen wilde Bässe,
und der zarte , kurze Traum
löst sich auf in grauer Blässe,
bis er stirbt im stummen Raum.
Ingrid Drewing
Es sitzt ein roter Papagei
beschaulich in der Pflanzenecke,
passt gut zum Dschungelkonterfei,
ins Hoffnungsgrüne meiner Hecke.
Was wäre ohne Hoffnung Liebe,
fehlte da nicht das Grün dem Rot?
Komplementär,gemeinsam übe ,
harmonisch rudernd,man im Boot.
Ergänzt sich gut auch, was verschieden,
wenn es Berührungspunkte gibt;
und manche , die sich erst gemieden,
haben einander sehr geliebt.
Der kleine , rote Papagei,
er ist aus jenem Stoff zum Träumen,
thront leuchtend in den Drachenbäumen,
erhellt das Alltagseinerlei.
Ingrid Drewing
Noch schweißgebadet, müde von den Wehen,
erhebt die junge Mutter nun ihr Haupt,
um endlich jetzt ihr Kindchen anzusehen.
Erfasst von Glück , wie sie es nie geglaubt,
sogleich von allem Schmerz genesen
und noch nicht ahnend,was den Schlaf ihr raubt,
verliebt sie sich in dieses kleine Wesen,
schmiegt’s an ihr Herz , sanft mit Bedacht.
Auch ,wenn sie es zuvor bereits gewesen,
als Mutter ist sie wieder neu erwacht ,
um fortan nun in lebenslanger Treue
dem Kinde beizustehn mit aller Macht,
damit es glücklich sich des Lebens freue ,
das sie hat heut zur Welt gebracht.
Ingrid Drewing