Archive for the Category Glauben

 
 

Kraft der Stille

In der Stille hörst du Klänge,

in der Stille wirkt das Wort,

und der Poesie Gesänge

werden dir zum Lebenshort.

Sie verleihen dir die Schwingen,

dich zu tragen in das Licht,

wo der goldnen Vögel Singen

aller Nächte Schmerz durchbricht.

Und beglücken deine Tage,

öffnen alle Himmel weit,

heilen dich von Sorgen, Klage,

finden liebend dich, bereit.

Froh dem Nächsten zu begegnen,

hellen Blickes, sanft die Hand,

glaubend, Gott wird gütig segnen,

was die Freude schön verband.

Ingrid Herta Drewing



Gammablitze

Von Gammablitzen hörte ich,

die aus des Weltalls Weiten

zerstören könnten dich und mich

und alles, was hier täglich sich

das Leben mag bereiten.

Mir kribbelt wundersam die Stirn,

wenn ich ans All nur denke.

Mein armes menschliches Gehirn

fühlt arg ein Grauen, Gletscherfirn

will kühl sich auf mich senken.

Fast schwindelig wird mir dabei,

denk ich an diese Weiten,

der Galaxien Konterfei,

der Strahlen Kraft, wie groß sie sei,

bezwingend Raum und Zeiten.

Drum lasse ich das Grübeln sein,

an alles, was von draußen

in unsre Welt bös greife ein.

Ich glaub’ an ein behütet Sein

durch Gott, trotz allem Grausen.

Frühlingsweise

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Wo Blütensterne in den Himmel greifen,
entfaltet Frühling seine Lebensmacht;
und neue Erdenträume dürfen reifen,
im Hoffnungsgrün vielfältig nun entfacht.

Uns wärmt der Anblick dieses jungen Lebens,
schenkt Wagemut, stimmt freudig unsren Sinn.
Wir wissen, nichts wächst hier vergebens;
im großen Ganzen wirkt es mittendrin.

Und wir in unsrem kurzen Erden-Sein
begreifen jetzt doch ahnend das Geschehen:
Wir werden auch nach toter Winterszeit
den Blütengarten wieder leuchten sehen.

Ingrid Herta Drewing

Jesus,Licht der Welt

Sonne

Ein Sonnenblumenfeld in Blüte,
sich richtend auf zur Sonne hin,
von dort erwartend Kraft und Güte,
so mag der Mensch in frohem Sinn
zum Lichte sich, zu Jesus wenden,
und bitten, dass  ihn Gott behüte,
sein Leben sanft zum Guten sende.

Ingrid Herta Drewing

Tod

Enlros

Jäh bricht der Tod ein in des Menschen Leben,
das eben noch verheißungsvoll erblüht’,
und Dunkel legt sich lähmend auf das Streben,
die Frage nach dem Sinn wird neu bemüht.

Der Schmerz der Überlebenden, die Klage
um den geliebten Menschen, der gestorben,
sie zeigt uns nun zu deutlich, das wir vage
dies Dasein nur verstehen, kaum erworben.

Wenn kalt die Hand des Todes nach uns fasst,
wird uns bewusst, wie wertvoll dieses Leben,
einmalig uns als ein Geschenk gegeben,
und nicht, wie oft empfunden, eine Last.

Drum meidet doch den Streit um Nichtigkeiten,
beginnt einander liebend zu begleiten!

Ingrid Herta Drewing

Karfreitag

Kreuz

In des Karfreitags Stille,
den Leiden Christi nah,
erfährt mein schwacher Wille,
dass in des Glaubens Fülle
das Licht ist hell und klar.

Durch Jesu Liebe finden
den Weg wir und das Ziel.
Was alles uns mag binden
Ballast und Arbeitsschinden,
er schenkt uns Glück, Gefühl.

So können wir begegnen
dem Nächsten mit Geduld,
denn Gott lässt Liebe regnen
und wird uns gütig segnen,
vergibt uns unsre Schuld.

In seinen Vaterarmen
gewährt er uns den Schutz
und lehrt uns das Erbarmen,
zu helfen Schwachen, Armen,
zu sein ihr starker Trutz.

Ingrid Herta Drewing

Erdung

Enlros Und würde mir ein Engel jetzt auch preisen
die Pforte in ein fernes Paradies,
ich fürchte wohl, ich würde nicht verreisen,
mir ist dies Erdenleben kein Verlies.

Hier lebe ich und fühle  mich verwurzelt
und nehme in mich auf mit allen Sinnen
das Schöne  dieser Welt, blühend Beginnen.
Hier hause ich, bin nicht nur hingepurzelt.

So bete ich zu Gott um mein Verweilen
auf der geliebten Erde noch die Zeit,
bis meiner Lebens-Sehnsucht Träume heilen,
und sich ermattet hält mein Geist bereit.

Dann mag der Engel kommen und mich führen
in dieses Jenseitsreich ewiger Macht.
Vielleicht werd ich auf andre Weise spüren,
was Gott aus Sternenstaub noch hat vollbracht.

Ingrid Herta Drewing

Weihnachtsgedanken

BaumEs mag nicht sein, dass dies nur Ritual,
das festlich kurz des Alltags Grau durchbricht,
ein Träumen nur im Glanz des Kerzenlichts,
üppig bedacht, die Gans zum Festtagsmahl.

Es gilt, die Liebe, die uns ward, zu schenken,
dem Nächsten, der uns braucht, auch übers Jahr.
Mit wachem Blick zu sehen und zu denken,
die Fackel sein, im Dunkeln leuchten klar.

Das heißt, zu schützen diese schöne Erde,
den Schwachen helfen, auch in Leid und Not,
damit die Welt geeint und friedlich werde,
und jeder habe dann sein täglich Brot.

Ingrid Herta Drewing

Frohe Weihnacht

KopieKugel

Frohe Weihnacht! Es erschalle

dieser Ruf hell in die Welt,

dass er weithin widerhalle!

Christi Liebe hilft uns allen,

schenkt das Leben, es erhält.

Frohe Weihnacht! Augen glänzen,

strahlend sieht der Kinder Blick

Krippe, Baum und Tannenkränze.

Freude kennt nun keine Grenze,

bunte Päckchen  schenken Glück.

Frohe Weihnacht! Lasst uns lieben,

reichen uns zum Bund die Hand,

in Geduld und Güte üben,

uns nicht gleichgültig betrüben!

Glaube sei das Unterpfand!

Ingrid Herta Drewing

An der Krippe

Und an der Krippe steh‘ ich wieder

zur Weihnacht , wartend wie ein Kind,

höre beglückt die alten Lieder,

die mir vertraut noch immer sind.


Steh hier im milden Schein der Kerzen,

der warm mit Licht den Raum erfüllt ,

und dunkle Winkel in den Herzen

in freudig neue Hoffnung hüllt.


Dem Wunder Weihnacht tief vertrauend,

andächtig zu dem Kinde schauend ,

vernehmend ,was es zu uns spricht.


Ihm folgen , liebend ,  und in Güte

den Nächsten achten ,ihn behüten

im Dunkeln , hell , voll Zuversicht.

Ingrid Herta Drewing