Archive for the Category Glauben

 
 

Erntedank-Gedanken

Dies Leben hier auf Erden zu erschauen

in seiner Vielfalt, Farbe, seinem Glanz;

uns auch mit seiner Schöpfung zu betrauen,

zeigt Gottes Liebe uns Geschöpfen ganz.


In seiner Güte hat er uns geliehen

die Erde, die uns reich im Leben hält.

Wir sollten sorgsam sein und uns bemühen,

dass wir sie schützen, halten wohl bestellt.


Ein jedes Wesen, jede Pflanze hier auf Erden

ist einzigartig, lässt uns dies verstehen,

damit wir Gottes Gärtner, gute Hüter werden.

Nur so wird unser Leben nicht vergehen.

Ingrid Drewing

Martin Luther

Bruder Martin , der du einst im Gottvertrauen

kämpftest gegen Papst und Kaiser für das Recht ,

dass der Mensch durch Gottes Gnade darf erschauen

Gottes Güte durch sein Wort , das echt.


Schenktest , unterstützt von einem Weisen ,

uns die Bibel , hast sie übersetzt

und befreit von Fremdheit und so , leise ,

unsre Muttersprache recht ins Licht gesetzt.


Hast in deinen Liedern , v ielen ,

uns auf Deutsch gesagt , was Glauben heißt ,

und die feste Burg der Evangelien

heut uns noch den Weg zu Christus weist.


Wolltest nie der Christen Kirche spalten,

reformieren , recht zu glauben ,war dein Sinn .

Doch die Macht ,der Hochmut konnte walten,

reichte blind noch zu den Kriegen hin.


Wir, die nun nach Hunderten von Jahren

sehen , was du einst vollbracht ,

dürfen , Gott sei Dank , erfahren ,

was ein fester Glaube möglich macht .

Ingrid Drewing

Barockgarten

Gesäumt vom Dunkelgrün

aufragender Zypressen

führt hin in weißem Kies

der Weg zum Schloss.

Hier wirkt die Ratio, kühl;

wer einstmals dies besessen,

Klarheit genoss.


Doch schuf er sich auch hier

geheimnisvolle Orte:

Ein Buchsbaumlabyrinth

führt in die Irre,

Springbrunnen, ihrer vier,

senden auf laute Worte

Fontänen in den Wind,

dass es verwirre.


Und hinter Mauerhecken

ganz plötzlich Steingestalten,

die Nymphe und der Faun,

dich frech anschauen,

du sollst erschrecken,

erfahren dunkles Walten,

ein leises Grauen.


So wie der Tod das Leben

heraus aus hellem Blühen

mit kalter Hand ergreift,

hinab ins Dunkel schleift,

so sollst du hier erbeben

und wahrhaft dich bemühen,

nach Edlem streben.

Ingrid Drewing

Leben

Die Jahre deines Lebens sind bemessen,

auch kennst du nicht den Tag, die Stunde,

wann du verlassen wirst die Runde,

dies Dasein hier für immer musst’ vergessen.


Besiegst dies Los im täglichen Verdrängen,

damit du leben kannst und lieben,

mit andern dich im Menschsein üben,

in Traum und Phantasie entflieh’n der Enge.


Im Glauben, auch in hellem, frohem Hoffen

erwartest du ein Paradies, das offen

am Ende deiner Erdenpfade.


Doch ganz dem Ruf des Lebens zugewandt,

fühlst du, als Kind des Lichtes auch gesandt,

schon hier auf Erden Gottes Gnade.


Ingrid Drewing

Ostersonntag

Ein Blütenrausch hält uns umfangen,
und frühlingsneu erwacht die Welt,
vorbei das wintergraue Bangen,
beglückt vom Jubel- Vogelsange
grüßt uns das Leben, froh erhellt.

In Farben schwelgen Park und Garten,
selbst der Balkon im Blütenlicht
weiß duftend,leuchtend aufzuwarten,
die Sinfonie der Blumenarten
singt täglich hier ihr Lobgedicht.

So schaun wir Christi Auferstehen
im Widerschein der Schöpfung hier .
Geschenkt wird uns ein neues Sehen,
im Ostersinn den Weg zu gehen:
Die Liebe Gottes führt zum Wir.

Ingrid Drewing

Karfreitag

K önig ? Spott , die Dornenkrone,

A uf dem Weg nach Golgatha

R euig folgt dem Gottessohne

F romm der Pilger Büßerschar,

R einen Herzens ihn zu lieben,

E hrn den Heiland dieser Welt

I nnig Demut nun zu üben,

T ätig sein, wie’s Gott gefällt,

A uch sanft seine Schöpfung pflegen,

G ütig Christi Botschaft hegen.

Ingrid Drewing

Osterspaziergang

Der Mittagssonne lichte Strahlen,
hauchzartes Flüstern in der Buchen Grün,
wo in des Waldes Kathedrale
sternengesichtig Anemonen blühn.

Andächtig weilend in der Stille
lauscht hier der Wanderer dem Vogelsang
und ahnt, dass wohl ein mächt’ger Wille
beflügelt allen Lebens Frühlingsdrang.

Froh öffnet er sein Herz und stimmt mit ein
in diesen Lobgesang,der Gott gefällt,
dankt seinem Schöpfer für dies irdisch Sein,
erkennt beglückt den Ostersinn der Welt.

Ingrid Drewing

Osterhoffnung

Ein Osterleuchten in den Wiesen
und farbig schön das Eiernest.
Jetzt, da die Pflanzen grün uns grüßen,
begehen wir das Hoffnungsfest.

Es kündet Christi Auferstehen
uns an ein jeder Frühlingshauch.
Wir glauben blind und werden sehen,
erneuern uns im Herzen auch.

Ingrid Drewing

Ostern

Auf dem Wege
zu dir
bin ich –
mit den Stimmen
der Frühlingsvögel
will ich tausend
Blumen grüßen ,
die deine Hand
aus Sternen gesät.

Deine Weiten,
die mein Maß
nicht durchschreitet,
erwartet mein Herz,
von deinem Atem gestreift
wie vom Blitz
das zitternde Blatt.

Unsagbarer,
lass mich dir danken!
Du, der du bist
Licht vom Lichte,
Tag
ohne Kälte und Durst.

Ingrid Drewing


Zum Geleit

Wie dieses Boot sanft übers Wasser gleitet,

gelenkt von einem, der den Kurs wohl kennt.

So mag dein Leben, liebevoll geleitet,

den Weg erspüren, der vom Ziel noch trennt.

Mein Gott ,du aller Anfang und auch Ende,

dir darf ein zweifelnd Menschenkind vertrauen,

halte es fest in deinen Händen,

lass es in deiner Gnade Himmel schauen.

Ingrid Drewing