Archive for the Category Frühling

 
 

Alptraum

Noch verstecken sich
in Marktlücken
veilchenfarbene Träume
von Frühlingstagen,
die wir nicht
kaufen können.
Tautropfen
künden von Ursprung,
und jenseits
der Neonfassade
gedeiht
unschuldig Schlaf.

Aber Alpträume
hatte ich heute:
Wahn
eines weißen Riesen,
der Tautropfen
von Veilchenlaken
klopft
und lauthals
Frühlingsfrische
in die Welt
rülpst.

Ingrid Drewing

Frühlingstraum

Die Knospenhoffnung,die mich leitet,
führt hin zu einem Frühlingstraum,
der mich an grauem Tag begleitet,
mit Licht erfüllt den dunklen Raum.

Ich weiß,lang wird es nicht mehr währen,
dann klingt in zartem Duft die Welt.
Das Blütenglück, das wir begehren,
erglänzt in Gärten,Wald und Feld.

Ingrid Drewing

Vorfrühling

Die Berge,nebelverhangen.
das Tal jedoch ist bereit,
den Frühling froh zu empfangen
im grünen Festtagskleid.

Im Walde die Anemonen
recken ihr Sternengesicht
hin zu der Bäume Kronen
sich sehnend nach dem Licht.

Noch wintergesichtig die Sonne
nistet im Braun des Geästs,
doch Knospen verheißen die Wonne
des nahenden Frühlingsfests.

Ingrid Drewing

Junge Liebe im Frühling

Im Schwanenkleid der jungen Liebe
steht sinnend lächelnd sie am See;
nichts gibt es, was ihr hier nun trübe
dies Glücksgefühl im Maienschnee.

Der Blütenhimmel lässt sie träumen,
und Liebessonne ist ihr Licht.
Sein Kuss bei den Magnolienbäumen
klingt nach als zärtliches Gedicht.

Ingrid Drewing

Frühlingskind

Im Lichtsee glänzen Sonnenblüten,
lächelnd erwacht dein Frühlingsherz,
vergisst den Sorgenhort zu hüten,
blickt grün umflort nun himmelwärts.

Singt froh beschwingt die Blumenlieder,
dem Duftklang folgend mild im Wind.
Die Erde hat das Leben wieder
erneut geschenkt dem Frühlingskind.

Ingrid Drewing

Frühlingshoffnung

Noch lag des Winters Kuss
dir eisig auf den Wangen ,

da reifte dein Entschluss,
den Frühling zu empfangen.

Denn du, Prinzessin Erde ,
gar wählerisch und fein,
du sagst so gern, es werde
und lädst dir Gäste ein.

Begrüßt der Vögel Scharen,
lachst lind im grünen Wald,
an Quellen, sprudelnd klaren,
erfreust du dich schon bald.

Bei frohen , leichten Tänzen
und zarter Blüten Duft
wirfst du beglückt in Kränzen
dein Lächeln in die Luft.

In Frühlings Armen liegen
wirst du als schöne Braut
und neues Leben wiegen,
wie wir es nie geschaut .

Ingrid Drewing

Frühlingsahnen

Auch wenn der Winter in der Stadt
vom früh’ren Schrecken wenig hat,
es gibt beheizte Räume,
seh ich ihn gerne ziehen,
nach Norden nun entfliehen;
uns winken Frühlingsträume.

Warm vom Sonnenlicht durchflutet,
knospend sich das Blühen sputet,
dem Leben fest vertrauend.
Wem Dunkel zugemutet,
der darf nun Licht erschauen
in Wäldern, Feldern, Auen.

Ingrid Drewing

Frühlingsbotschaft

Der Frühling kommt.
bemalt die Auen,
tupft weiß und lila,
gelb auf Grün;
die Krokusgrüppchen
keck ausschauen,
wie sie im Sonnenlicht
erglühn.

Und eine Amsel,
sehr geschäftig,
sucht einen Nistplatz
im Geäst.

Bald blühn hier

die Forsythien prächtig
zu ihrem Vogelhochzeitsfest

Ingrid Drewing

Frühlingsmorgen

Hell mit dem ersten Morgenlicht
erklingt der Vögel Lobgesang.
Die Sonne schreibt uns ein Gedicht
und singt es viele Tage lang.

Sie hat sich schon das rosa Band
des Frühlings in ihr Haar gebunden,
und himmelblau ist ihr Gewand;
nun strahlt sie lächelnd viele Stunden.

Im nahen Park,am lichten See,
dort auf dem warmen Nizzaplatz,
liegt neben unsrer Bank noch Schnee,
doch sonnig schaut mich an mein Schatz.

Ingrid Drewing

Frühlingslied

Die Melodie bringt Moll in Dur,
und hell erklingt des Frühlings Lied.
So strahlend grüßt auf weiter Flur
die Sonne,Winterfrust entflieht.

Der Vögel Sang am frühen Morgen,
Schneeglöckchen zart und milde Luft,
aus Süden wir den Frühling borgen,
erquickend der Mimosen Duft.

Nun kann es nicht mehr lange währen,
dann blühen Wiese, Wald und Feld.
Das Leben wird sich neu gebären,
und lieblich lächelt uns die Welt.

Ingrid Drewing