Archive for the Category Kinder

 
 

Schlaflied

rosereifSchlafe,  mein Kind !

In den Bäumen

säuselt der Wind dir ein Lied.

Schlafe, mein Kind !

In den Träumen

fährt dich dein Traumboot nach Süd.

Aheija, aheija, eija

“         ,    “          “    hm, hm, hm, hm.

Schlafe, mein Kind !

In den Zweigen

schlafen die Vöglein im Nest.

Schlafe, mein Kind !

Denn sie schweigen,

kuscheln einander ganz fest.

Aheija…

Schlafe, mein Kind !

In den Wiesen

träumen die Blümelein fein.

Schlafe, mein  Kind !

All die süßen

Düfte , sie hüllen dich ein.

Aheija…

Schlafe, mein Kind !

Denn schon funkeln

am Himmel die Sternelein schön

Schlafe, mein Kind !

Auch im Dunkeln

kann dich dein Schutzengel sehn.

Aheija…

Anmerkungen von Ingrid Herta Drewing zum Gedicht:

Dieses Lied ist getragen zu singen(a-Moll,C-Dur,3/4 Takt).
Ich habe es mir 1970 für meine kleine Tochter ausgedacht und ihr vorgesungen im Rahmen des Einschlafrituals.Es war sehr wirksam.

Wiegenlied

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Auf linden Rosenblüten

will ich dich betten lieb, mein Kind.

Ich werde dich behüten,

und Engel, die stets bei dir sind!

So schlafe süß und träume

von Gärten, wo dir sanfte Lieder

im Zauberlicht der Sternenbäume

in Silberglöckchen klingen wieder.


Nun schlafe ein, du bist geborgen!

Ich hab’ dich lieb und bin dir nah.

Mein zarter Kuss weckt dich am Morgen.

Die Sonne ist dann wieder da.

Ingrid Herta Drewing

Kindheit

Oh ,Kind sein , Leben im Bewegen

und Staunen , was die Welt verspricht.

Ein jeder Tag , ein Farbensegen ,

es sieht mit wachem Augenlicht.


Ja , Kind sein , wenn es wohl geborgen,

den Tag , die Stunde frei verträumt;

noch fern sind der Erwachs’nen Sorgen ,

noch keine Pflichten , die versäumt .


Vertraut mit Pflanzen und mit Tieren ,

ein Garten , hell ,die kleine Welt ,

erobert erst auf allen Vieren ,

dann aufrecht ,schauend, was gefällt.


Mit viel Geschick etwas erbauen

aus Steinen oder auf Papier ,

der eignen Kraft im Spiel vertrauen ,

mutig erkundend das Revier.


Im Reich der Phantasie obsiegen,

im Märchen und auf hoher See ;

Piraten , die auf Meeren fliegen ,

Prinzessinnen , so weiß wie Schnee.


So schön , so zart , so müsst sie währen ,

doch bleibt sie uns nur kurz , die Zeit ,

in der wir reinen Sinnes ehren ,

was uns die Schöpfung hält bereit.


Ingrid Drewing


Kinder

Kinder sind wie Sonnenstrahlen,

schenken unsrem Leben Licht,

denn ihr Lachen alle Qualen,

grauen Tages Frust durchbricht.

Kinder sind der Liebe Boten,

schauen offen in die Welt.

Ihre Augen staunend loten

aus, was wichtig ist, gefällt.


Kinder sind der junge Morgen,

gehen singend in den Tag,

lassen uns vergessen Sorgen,

auch des Alltags Müh und Plag.


Kinder, an des Lebens Quelle,

sprudeln munter, spielend leicht,

sind erwartungsfroh zur Stelle,

wenn uns Hoffnung kaum erreicht.


Kinder sind von Gott gegeben,

uns in Liebe anvertraut,

sollten sorgsam sie umhegen,

schützen, lieben, gütig pflegen,

leiten recht, erziehen traut.

Ingrid Drewing

Mutter und Kind

In einem Tuch geborgen,

und dicht getragen an der Mutter Herz,

erlebt das Kind den Morgen,

noch fühlt es nicht des Lebens Sorgen, Schmerz.


Ihr Herzschlag lässt es schlafen lind,

vertraut, in Träume wiegt es zart ihr Gang,

und wenn sie stillt ihr hungrig Kind,

beruhigt sie es wehmütig mit Gesang.


So einer Mutter selbstlos reine Liebe

erwächst hell aus des Alltags Bild,

ein Paradies dem Kinde, wünscht’, es bliebe,

bewacht von einem Engel mild.

Ingrid Drewing

Kinder

Wer Kinder hat, der weiß, wovon ich rede,
es liegt dir nur ihr Wohl und Weh am Herzen.
Sind sie noch klein, lebst du in steter Fehde
Mit Kummer, Sorgen, vielen kleinen Schmerzen.

Und in der Pubertät ist gut sodann ,
mit wachem Blick viel Freiheit zu gewähren;
auch wenn man müde ist , nur mühsam kann,
gilt dennoch es, geduldig zuzuhören.

Wenn sie erwachsen, ihren Weg gefunden,
lässt du sie los, wenn weh dein Herz auch zieht,
und freust dich auf die selten schönen Stunden,
da man einander glücklich wieder sieht.

Doch immer in Gedanken lebt die Frage:
Geht’s dem geliebten Kinde wirklich gut?
Das bleibt so bis zum Ende deiner Tage,
schließt auch die Enkel ein in sich’re Hut.

Ingrid Drewing

Frühlingssonntag

Wattebäusche

weiß, gezupft,

schweben hoch oben

am hellen Sonntagshimmel dahin,

Wölkchenparade.


Kinderstimmen

tönen hell

in ausgelassener Freude

über den grauen Hinterhof,

Frühling.

Ingrid Drewing

Osterhasen

Im Hasenlande herrscht jetzt Trubel,
man malt , verziert dort emsig Eier.
Klein Mümmel hopst zu Henne Meier
Will helfen bei der Tennen-Feier.

Die Hasenschule ist geschlossen,
an Ostern haben Häschen frei.
Vor Zeiten wurde das beschlossen,
und deshalb bleibt man auch dabei.

Die kleinen Mümmelmänner spielen,
schau’n, wo der Kinder Nester sind,
verstecken Eier, all die vielen,
die sie so schön bemalt, geschwind.

Dann steh’n sie luchsend hinter Bäumen
und freu’n sich, wenn ein Menschenkind,
das früh erwacht aus seinen Träumen ,
eins der versteckten Nester find’.

Ist dann das Suchen froh gelungen,
verschwinden Häschen klein und groß.
Flugs wird schnell nach Haus gesprungen;
ein Schlaf tut gut auf frischem Moos.

Ingrid Drewing