Spätherbst

Die Tage, die im Licht schon morgens glänzen,
sie werden rar, nun da der Nebel graut,
November, trüb gesinnt, ins Fenster schaut,
am Boden Blätter, welk nach wilden Tänzen.
In der Allee verschwimmen die Konturen,
die Bäume, feucht und schwarz, dort stehen kahl;
was vormals leuchtend war, wirkt fahl,
und Spätherbst zeigt fast feindlich seine Spuren.
Geborgenheit zu Haus’ magst du erstreben;
gemütlich, wohlig soll’s Ambiente sein,
beschaulich auszuruhen, wäre fein.
Zum Innehalten lädt dies Wetter ein.
Du liest gern, hörst Musik bei Kerzenschein,
bewusst gestaltest du, genießt dein Leben.
© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto:Pixabay
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