So nette Natur

Mit zuckersüßen Worten mild umfächelt,
in lieblich‘ feinen Klängen zart umschrieben,
hab‘ ich Natur in lyrischem Verlieben
poetisch in den Tod getrieben,lächelnd.

Sollt‘ besser sachlich ihrem Bild begegnen,
es lassen, sie romantisch anzuschmachten,
ihre Gesetze, herbe Schönheit achten,
anstatt sie träumend,schwärmend abzusegnen.

Jedoch wenn mich erfasst ihr milder Blick,
mir flüstert zu in ungeahntem Glück,
im Sehnsuchtsklingen tönen tausend Geigen,

weicht jeder gute Vorsatz schnell zurück
und Gänsehaut greift schwiemelnd mein Genick;
da geht’s mir wider die Natur, bin eigen!

© Ingrid Herta Drewing,2013


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