11. SEPTEMBER 2001


Jahr`25 ist es her,
ein Tag der Trauer, folgenschwer;
hier brach die „Heile Welt“ entzwei,
und wir als Zeugen warn dabei.

–
Ins strahlende Septemberblau
Twin-Towers, Wolkenkratzer-Bau
brennen mit rußigen Fahnen,
zwei Fackeln zum Himmel mahnen.

–
Entsetzen starrt aus allen Mienen,
gebannt schau’n wir zum Bildschirm hin,
betroffen folgend Zeilenschienen,
entschlüsseln wir der Worte Sinn.

–
Des Terroranschlags Todesspur,
zwei Jets als Bomben eingesetzt
von Islamisten, die hier stur
im Hass gemordet, aufgehetzt.

–
3000 Tote sind zu zählen,
und Tausende Verletzte quälen
sich heut’ noch, krank an Leib und Seel’;
so mancher, dem das Liebste fehlt.

–
Gedenkt der Menschen, ihrer Namen,
die sinnlos hier zu Tode kamen,
auch derer, die hernach im Krieg
gefallen für erhofften Sieg!

–
Wo Hass und Dummheit sich verweben,
zerstören sie das Licht, das Leben.
Der Mensch, wenn er verweilt im Wahn,
bewegt sich auf des Todes Bahn.

–
© Text: Ingrid Herta Drewing


Foto : Tagesschau


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