Naturschutz
Den Frauenschuh, den ich hier seh‘,
kauft man nicht bei Zalando,
trägt ihn auch nicht beim Tango,
denn er ist eine Orchidee,
dient keinem Deko-Eigennutz,
steht unter ganz besond’rem Schutz.
© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay
Den Frauenschuh, den ich hier seh‘,
kauft man nicht bei Zalando,
trägt ihn auch nicht beim Tango,
denn er ist eine Orchidee,
dient keinem Deko-Eigennutz,
steht unter ganz besond’rem Schutz.
© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Pixabay

Goldene Forsythien-Spitzen,
Frühlings Boten, lieb vertraut,
leuchtend an den Zweigen blitzen,
heute hab‘ ich sie erschaut.
Sie, die trotz der Kälte zeigen,
Winters Tage sind gezählt,
starten ihren Blüten-Reigen,
der im Licht das Leben wählt.
Und im Park, dort unter Bäumen
Teppiche in sattem Blau:
Zilla, ihre Blüten säumen
dicht an dicht der Stämme Grau.
Zart erwacht dies neue Leben,
wachsend hier auf lichter Spur,
bald des Frühlings Lieder weben
klingend sich in Wald und Flur.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Die Nordmann-Tanne liegt dort zum Entsorgen,
wirkt grünend frisch, nicht ihrer Nadeln bar,
nun Abfall, nur ein Strohstern zeigt noch klar,
dass sie, als Weihnachtsbaum zum Fest erworben,
das Lichtgeschenk in einem Haushalt war.
Befremdlich will mir dieses Bild erscheinen,
wie achtlos wir hier nutzen die Natur,
als Konsumenten folgen einer Wegwerf-Spur.
Ein Kurz-Verbrauch lässt wohl zu schnell verneinen,
was uns beglücken könnt‘ in Wald und Flur.
Dreißig Millionen solcher schönen Bäume,
gezüchtet zum Verbrauch, Monokultur,
Plantagen, Wirtschaftsfaktor heißt es nur;
man nimmt dabei dem Mischwald Wachstums-Räume,
in jedem Jahr die gleiche Prozedur.
Nachhaltig könnten wir das Brauchtum pflegen,
verschwenden nichts so maßlos und so stur,
da braucht’s auch keinen Plastik-Tand, obskur!
Im Blumentopf lässt sich ein Bäumchen hegen,
auch ein geschmückter Zweig dient der Kultur.
© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto : Pixabay

Als schwebten Engel in der Morgenröte,
ein Wolkenhauch in Sommers Himmelblau!
Es ist, als ob der junge Tag hier böte
den früh Erwachten eine lichte Schau.
Noch liegt die Stadt im Schlaf, fast herrscht hier Stille;
doch bald weckt Sonne alle Schläfer auf.
Die Fenster blinken in der goldnen Fülle,
und Leben nimmt allmählich seinen Lauf.
Ich sitz auf dem Balkon, blick in die Runde,
genieße froh gestimmt den Augenblick,
der mir zum Frühstück in der Morgenstunde
beschert beschaulich dieses kleine Glück.
Es schenkt Natur uns Schönes auch zur Zeit,
wenn wir es sehen, halten uns bereit.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Am Rand des Eichenwaldes in der kleinen Klause
erfreut mein Blick sich an dem satten Grün,
erlebe die Natur jetzt als Zuhause,
wo mir die Jahreszeiten hell erblüh’n.
Zwar Sommersonne greift mit heißen Händen
dem Wäldchen harsch ins grüne Angesicht;
doch wird dann bald die Trockenheit hier enden,
ein Regenbogen zeigt sein farbig Licht.
Und Pfützen dürfen Himmels-Augen spielen,
bis Sperlinge sie flugs benutzt als Bad.
Ich mag sie still bewundern, froh mich fühlen,
genieße frische Luft, die talwärts naht.
Bin Teil des Lebens auf der schönen Erde
und hoff‘, dass man sie pfleglich hegen werde!
© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing, 2022

Noch singen,
behütet im Dornenbett,
der Kakteen Blüten
glühend farbige Lieder
in den Himmel der Halbwüste.

Und der Palmen
stolz erhobene Kronen
widerstehen federnd
dem Wüstenwind .

–
Doch schon sind
gefangen
im Sandstrahl
die Dächer des Dorfes
am Rande der Düne.
©Text: Ingrid Herta Drewing
Fotos: Pixabay

Ein Sommertag nun mild anbricht.
Es schnäbeln Täuberich und Taube;
sie sitzen auf dem Dach der Gaube
so traut im goldnen Sonnenlicht.
Derweil die Amsel, selbstvergessen,
beginnt ihr lieblich Morgen-Lied.
Wie kunstvoll ihr Gesang erblüht,
als könne sie ’s beherzt ermessen.
Ich weile in der grünen Laube
auf dem Balkon, stärk‘ mich mit Tee,
als dies‘ Idyll ich vor mir seh‘,
und es erwacht mein Friedensglaube.
Beschaulich lässt mich innehalten,
was hier Natur im Licht uns schenkt;
ich hoffe, jene Macht wird walten,
die alles hin zum Guten lenkt.
© Text u.Bild: Ingrid Herta Drewing,

Wie gut, dass wir hier hautnah noch erleben,
empfinden können alle Jahreszeiten,
dass uns Natur im Umfeld ist gegeben
und nicht nur virtuell im Bildschirm-Gleiten!
Dass es noch Häuser gibt, wo man die Fenster
weit öffnen kann, die frische Luft zu spüren,
und nicht im Bann geschäftiger Gespenster
sich lässt das Leben weich gespült filtrieren!
Noch ist der Mensch ein Wesen, das Natur
in Nähe braucht, nicht nur PC, Maschinen,
die leicht auch führen in des Fremdseins Spur,
obwohl die Dinge täglich nützlich dienen.
Wir mögen die Natur mit ihrem Flunkern,
verabscheuen ein Leben, grau, in Bunkern.
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden,Weiher im Park “ Am Warmen Damm“
Lasst uns froh den Lenz begrüßen,
der sich grünend eingestellt,
rauschend lässt den Schwarzbach fließen,
weckt der Wiese duftend‘ Welt.
Zilla blau, auch zarte Veilchen,
der Narzissen Sterne glüh’n,
und im Park, nach einem Weilchen,
hell Magnolien, Kirschen blüh’n.
Lieblich auch der Amsel Singen,
wie ’s vom hohen Wipfel klingt,
schenkt den Tagen dieses Schwingen,
das tief in die Seele dringt!
Es vermag den Blick zu heben
weg von Krise, Leid und Krieg,
zaubert Leichtigkeit ins Leben,
Freude wird zum wahren Sieg.
© Text u. Foto : Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Nerotal, Ostern 2022

Wie gut, dass wir hier hautnah noch erleben,
empfinden können alle Jahreszeiten,
dass uns Natur im Umfeld ist gegeben
und nicht nur virtuell im Bildschirm-Gleiten!
–
Dass es noch Häuser gibt, wo man die Fenster
weit öffnen kann, die frische Luft zu spüren,
und nicht im Bann geschäftiger Gespenster
sich lässt das Leben weich gespült filtrieren!
–
Noch ist der Mensch ein Wesen, das Natur
in Nähe braucht, nicht nur PC, Maschinen,
die leicht auch führen in des Fremdseins Spur,
obwohl die Dinge täglich nützlich dienen.
–
Wir mögen die Natur mit ihrem Flunkern,
verabscheuen ein Leben, grau, in Bunkern.
–
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Am Warmen Damm