Sommermorgengeflüster

Ein Sommermorgen blinzelt ins Gelände.
Noch bergen sich die Vögel im Gefieder,
bevor sie munter ihre ersten Lieder
hoch in des Himmels blauen Äther senden.

Nun, da sich Nacht und Tag im Lichte scheiden,
des Abschieds Tränen, Tau ganz leise fällt,
erwacht aus tiefem Schlaf die kleine Welt,
um farbig sich im Sonnenschein zu kleiden.

Da jauchzt die Lerche, und der Blüten Düfte,
so auch dies‘ lieblich Lied im Lindenbaum,
der Hummeln, Immen süßer Honigtraum,
erfüllen nun die milden, warmen Lüfte.

Du, an des Tages Schwelle noch entrückt,
genießt die Gunst der Stunde hier beglückt.

© Ingrid Herta Drewing, 2013


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