Rose

Du zarte Rose, rosa und so lind,

in deinem süßen Duft ich wieder find

des hellen Frühlingstages Lebenslicht,

und deine Blüte, wortlos, ist Gedicht.


Hier hat des Schöpfers Liebespoesie

dein Lächeln zärtlich leicht ins Grün geschrieben,

und wer dich anschaut, spürt sie die Magie,

verzaubert wird er, dich ersehnend, lieben.


Weil alles Schöne, das auf dieser Welt

das Herz uns öffnet und betört den Sinn,

uns tief beglückt, bewegt und so gefällt,

auch endlich ist, uns reicht den Spiegel hin.


So sehe ich dich, Rose, rosa schön,

entfalten in der lieblichen Gestalt,

doch welken auch in sterbendem Vergehen.

Und dennoch bleibt in mir dein Bild bestehen;

mein Leben wird für dich zum Aufenthalt.


Ingrid Drewing


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