Geburtstagsgruß

G eburtstag hast Du, Eshti, heute.
E s sei Dein Tag vom Glück bestellt,
B esonders Dir zu großer Freude,
U nd schenke, was Dir gut gefällt.
R osen, duftend, darf es regnen,
T ausend Grüße lieb Dich segnen.
S chön erwach‘ Dein neues Jahr,
T rage wohlig Dich und klar,
A uch wenn Stürme melden sich!
G ott behüte, schütze Dich!

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing

Wahn

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Jonglierender Clown
verteilt Zölle wie Bälle,
frönt dem Allmacht-Rausch.

© Text: Ingrid Drewing

Trockenheit

Es dürsten die Wälder nach Regen,
im kalten Ostwind weht Staub,
der auf den Feldern gelegen.
Vom Vorjahr liegt welk braunes Laub,
nur spärlich das Grün an den Wegen,

Die Quellen der Bäche versiegen,
im Winter fiel selten hier Schnee;
Schmelzwässer wenig sich wiegen
nun talwärts zu Rhein, Bodensee;
die Schifffahrt kommt fast zum Erliegen.

Der Tag klar, des Sonnenlicht’s Brennen
zeigt heiß schon sein Sommergesicht.
Mild, wie wir Frühling benennen,
beglückt jetzt die Jahreszeit nicht,
lässt wohl Klimawandel erkennen.

©Text: Ingrid Herta Drewing,

Foto: Pixabay

FRÜHLINGSMORGEN

Sonne lässt den Tag erstrahlen,
Freude fließt in Herz und Sinn.
In des Waldes Kathedrale
Buschwindröschen Sterne malen
weiß in zartes Grünen hin.

Überall des Frühlings Weben;
sieh es wächst in Wald und Flur!
Dieses neu erwachte Leben
wird dir wieder Hoffnung geben
hier in blühender Natur.

Lieblich tönt der Vögel Singen,
hellem Morgen weicht die Nacht.
Dich beglückt dies schöne Klingen,
nimmt dich mit in sanftem Schwingen,
lächelnd ist dein Tag erwacht.

© Text: Ingrid Herta Drewing
Foto: Maike Drewing

Münster Kinderhaus

Ziegelhäuser, rot
hinter Hainbuchen-Zäunen
liegen sie versteckt.

Wie kleine Würfel
dicht aneinandergereiht
mit grünen Gärtchen

Fassaden, freundlich,
Treppen klein, weiß überdacht,
reinlich, einladend.

Vorgärten grüßen,
Kontrast zu den Mülltonnen
Blumenbeete, Buchs.

Geordnet, getrennt,
schätzt man sein Refugium
und plauscht mit Nachbarn.

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing

Geburtstagsgruß für Neithard

Diese kleine Rosenblüte
reiche ich Dir virtuell,
und mit ihrer Schönheit Güte
sei mein Glückwunsch auch zur Stell.

Bleibe froh, gesund und heiter!
Auf des neuen Jahres Wegen
seien Kunst, Glück Dir Begleiter,
doch vor allem Gottes Segen!

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing

Amselgesang

Wie reich entfaltet sie das Repertoire,
die Amsel, die dort singt auf ihrem Baum.
Ich fühle mich als Gast, bin ihr hier nah’;
darf lauschen, wie sie flötet, Frühlingstraum.

Was wäre diese Zeit mir ohne sie,
die Diva, die in Blühkulissen wirkt,
so zauberhaft und melodiös verbürgt
des Lebens helle Frühlingsharmonie.

Zwar wäre es ein blütenschöner Garten,
doch ohne diesen zarten, süßen Klang,
da fehlte mir Musik, Sehnsuchtserwarten,
es lebt der Lenz auch auf im Vogelsang.

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing

Blick aus dem Fenster

Ein kühler Tag, auf dessen blauer Bühne
der Wind verwegen mit dem Rauche spielt,
der zart gekräuselt quillt aus den Kaminen
und weiß in Tanzfiguren Sonne fühlt.

Sie steigen, neigen, wirbeln sich im Kreise
und schrauben hoch und höher Pirouetten,
um bald darauf in wundersamer Weise
sich leicht zu lösen von den Wirkungsstätten.

Verlieren sanft sich in des Himmels Höhen,
ein Wölkchen schwebt noch hell im Mittagslicht,
das schließlich auch entwächst des Blickes Spähen,
wenn Wind es trägt aus der begrenzten Sicht.

Was immer auch verlässt der Bühne Ort,
es wirkt gewiss an andrer Stelle fort.

© Fotos und Text: Ingrid Herta Drewing,

Sonniger Märzmorgen

Raureif-Perlen-Glanz,
Frost-und Nebelfee-Küsse,
schimmert am Morgen.


Als schliefe das Haus,
Augen-Fenster geschlossen,
Wintermüdigkeit.

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Doch das Amselchen
thront hoch auf dem kahlen Baum
begrüßt die Sonne.

© Fotos u. Text: Ingrid Herta Drewing

Krokokuss

Ein Kroko schwamm im Weißen Nil
und träumte, er fänd‘ bald ein Dil,
das ganz zu ihm gehöre.

Er kroch an Land, hielt sich in Schuss
trainierte auch den Kroko-Kuss,
damit er sie betöre.

Ob er sie fand, das weiß ich nicht,
denn Dile sind so scheu bei Licht,
sie lieben das Verstecken.

Doch blüht jetzt dort der Kro-ko-kus
so schön, dass man vermuten muss:
Er konnte sie entdecken.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,