Ostern

Auf dem Wege
zu dir
bin ich –
mit den Stimmen
der Frühlingsvögel
will ich tausend
Blumen grüßen ,
die deine Hand
aus Sternen gesät.

Deine Weiten,
die mein Maß
nicht durchschreitet,
erwartet mein Herz,
von deinem Atem gestreift
wie vom Blitz
das zitternde Blatt.

Unsagbarer,
lass mich dir danken!
Du, der du bist
Licht vom Lichte,
Tag
ohne Kälte und Durst.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frohe Ostern!

O stern ist das Fest des Lebens.
S ieh, die Frühlingswelt erwacht,
T rägt im Licht des Hoffnung Gebens
E ine wahre Blütenpracht!
R esurrexit, frohes Rufen,
F reude in der Osternacht,
E int und führt auf goldnen Stufen,
S egnet uns im Glauben, sacht,
T ag durch Christi Liebesmacht.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

KARFREITAG

K önig ? Spott , die Dornenkrone,
A uf dem Weg nach Golgatha
R euig folgt dem Gottessohne
F romm der Pilger Büßerschar,
R einen Herzens ihn zu lieben,
E hr’n den Heiland dieser Welt,
I nnig Demut nun zu üben,
T ätig sein, wie’s Gott gefällt,
A uch Natur und Schöpfung pflegen,
G ütig Christi Botschaft hegen

© Foto und Text: Ingrid Herta Drewing

KI-FRAGE

Wenn man uns bald im Software-Lenz
des Menschen „Dernier Cri“ kredenzt,
ganz emotionslos Texte spinnt,
die künstliche Intelligenz
semantisch, strukturell „ersinnt“,
befolgt, was man ihr eingegeben,
dann ist das wohl ein künstlich‘ Leben,
in Algorithmen eingesponnen,
aus einem Fakten-Meer gewonnen
und doch auch trügerisches Walten,
weil nur in Servern dann erhalten,
bis man beginnt, sie auszuschalten.

Doch werden, weil man ja vernetzt,
auf vieler Unternehmen Schienen,
dem Ökonom-Prinzip zu dienen,
zu wehren auch der Konkurrenz,
viel Arbeitnehmer „freigesetzt“,
Berufs-Schwund ist die Konsequenz.

Wenn die KI mit ihren Schleifen
das akademische Begreifen
im Mehrwert sodann minimiert,
wird  dann nicht mehr so viel studiert?
Wird man beruflich sich hin wenden,
wo Menschen mit den eignen Händen,
Gefühlen zeichnen ihre Spur,
wertschätzen Menschlichkeit, Natur?

So vieles blieb / bleibt nicht erhalten,
das ist des Fortschritts zügig‘ Walten,
der unser Leben macht bequem.
Doch was dem einen angenehm
beschwert den andern ungeheuer.
Anpassung, sei es auch recht teuer,
wird da in großem Maß verlangt.
So mancher um die Zukunft bangt
und fürchtet – vielleicht ist ’s ja schlüssig –
es mach‘ der Mensch sich überflüssig.

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto: Pixabay,

Mein Gedicht

Und Worte, die aus Träumen fallen,
sie dringen hell in meinen Tag,
wo sie in Reimen widerhallen,
in Silben, Versen rhythmisch wallen,
wie ’s Bild, Gedanke schön behag‘.

Der Sehnsucht Bilder sind beileibe
recht viele, manche kaum bedacht;
doch schenkt mir alles, was ich schreibe,
poetisch, wohlig eine Bleibe,
mein Leben im Gedicht erwacht.

©Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Irdische Sicht

Hier die Illusion:
Erden-Weg führt zur Milchstraße,
Teil der Galaxie.

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto: Pixabay, Milchstraße

Astronomisches

Sternenhimmel,
Milliarden Galaxien,
unbekannte ferne Welten,
Geheimnisse dort im All.
Erden-Einsamkeit.

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto: Pixabay

Beim Anblick des Sternenhimmels

Wie flinken Ameisen ihr Bau gefällt
und Eintagsfliegen, deren kurzes Leben
zur Paarung schwärmend darf im Lichte schweben,
lebt vieles hier in seiner kleinen Welt,
um sich genetisch weiter zu verweben.

So viele Wesen, die nichts andres kennen,
sich stetig kümmern um ihr täglich Brot
und kämpfend sich verstricken in der Not,
sie müssen oftmals um ihr Leben rennen
und werden schließlich doch ereilt vom Tod.

Auch du beim Anblick von Milliarden Sternen,
fühlst dich fast schwindlig und als Wicht so klein.
Milliarden Galaxien in weiten Fernen
und schwarzer Löcher Sog, „Magneten-Kerne“,
sie sollen, sagt Astronomie, dort sein.

„Warum ist etwas und nicht nichts?“Dein Fragen
stößt da an Grenzen, doch im Dunkel Licht,
das im Verglühen jener Sterne spricht,
schenkt dir im Glauben noch ein liebend‘ Sagen,
gewährt dir hier auf Erden Zuversicht.

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto: Pixabay

Frühlingsmorgen

Dort im nahen Park
des Frühlings Blütengrüße,
Scillasterne, blau.

Die Amseln huschen
in die Forsythienhecken
neben der Parkbank.

Kühl ist der Morgen,
doch Nilgansküken am Teich
lernen das Schwimmen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Am Warmen Damm,

Geburtstagsgruß

Lieber Neithard, darf Dir heute
zum Geburtstag gratulieren,
reih‘ mich ein, denn vieler Leute
liebe Grüße reinspazieren.

Ja, ich wünsch‘, Dein neues Jahr
schenke Kraft Dir, Harmonie,
nicht mit Glücksmomenten spar‘;
weiterhin Musik, Esprit
mögen Deinen Weg begleiten,
Deine Kunst Dir Freud‘ bereiten!
Doch vor allem wünsche ich:
Gott behüte, schütze Dich!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing