VORFRÜHLING

Überm roten Dach
tanzen Rauchpirouetten
in den Blauhimmel.
Schneeglöckchen im Vorgarten
läuten zart den Frühling ein.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Märzmorgen

Noch im Nebel
der Forsythien Gesänge,
Frühlings Signale,
die uns Sonne und Hoffnung
leuchtend in den Tag tragen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Im Park

Goldene Forsythien-Spitzen,
Frühlings Boten, lieb vertraut,
leuchtend an den Zweigen blitzen,
heute hab‘ ich sie erschaut.

Sie, die trotz der Kälte zeigen,
Winters Tage sind gezählt,
starten ihren Blüten-Reigen,
der im Licht das Leben wählt.

Und im Park, dort unter Bäumen
Teppiche in sattem Blau:
Zilla, ihre Blüten säumen
dicht an dicht der Stämme Grau.

Zart erwacht dies neue Leben,
wachsend hier auf lichter Spur,
bald des Frühlings Lieder weben
klingend sich in Wald und Flur.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Winters Rückkehr

Heute hat der Wintermorgen
Sinn und Seele mir verschneit,
sah im Lenz mich schon geborgen,
fern von Kälte, Furcht und Sorgen;
nun hält neu sich Frost bereit.

Wo noch unlängst Frühlingsregen
weckte Krokus, Glöckchen-Klang,
sind jetzt, blass erstarrt an Wegen,
Wiese, Bäume weiß zugegen,
Raureif schritt den Park entlang.

Auch der kleine Teich trägt wieder
harsch des Eises feste Haut,
wo vor Tagen traulich, bieder
sich ein Schwanenpaar ließ nieder,
das sein Frühlingsnest gebaut.

Noch verbergen sich in Träumen
Liebeslied und Pas de Deux,
bis die Buschwindröschen säumen,
Blütensterne unter Bäumen,
was bedeckt hier ruht im Schnee.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühlingserwartung

Der erste März, so kühl und klar,
zeigt wenig Frühlingsmilde,
und dennoch nehme ich ihn wahr
im Sonnenlicht als wunderbar,
durchstreife die Gefilde.

Das Schneeglöckchen, die Krokus-Pracht
sie senden die Signale,
dass doch vorbei des Winters Macht
und Lenz sein Blüten-Licht entfacht
im Park bei uns im Tale.

Der Haselstrauch, schon lang bereit,
und auch der Weide Kätzchen,
sie blühen; es ist ihre Zeit,
was Hummeln und auch Bienen freut.
Sie sammeln Pollenschätzchen.

Und auf dem Baum der Amsel-Hahn
übt seine Melodien.
Sein Lied hat es mir angetan.
Es singt von lichtem Frühlings-Nah’n.
Die Welt wird hell erblühen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Nerotal

Sterne

Man träumt auf dieser Welt von fernen Sternen,
als spare sich für uns dort Leben auf,
vergisst dabei, das Dasein hier zu lernen,
im Einklang mit Natur in wahrem Lauf.

Der Arten Vielfalt, die wir stets verlieren,
zu vieles ward durch uns schon dezimiert.
Die Kriege, die wir täglich tödlich führen,
wenn Lebens Lächeln hier im Hass gefriert.

Gewiss, wer will, darf wohl nach Sternen streben,
mit Wissenschaft und Technik auf dem Plan;
jedoch gilt’s auch zu schützen hier das Leben,
den Kindeskindern lassen freie Bahn.

Natur, Kultur bewahren und erhalten,
dass Flora, Fauna sich ins Leben schreib‘
und nicht nur künstlich Digital-Gestalten
noch spiegeln den historischen Verbleib!

© Text: Ingrid Herta Drewing

Foto: Pixabay, Ngc4414

Vorfrühling

Da ist schon dies‘ leise Flüstern,
es regt sich im Haselstrauch;
der Kätzchen goldenes Wispern
mischt mit in des Frühlings Hauch.

Hier können Bienen sich nähren,
zur Sammelfreude erwacht;
Nektar und Pollen gehören
zu ihrer kostbaren Fracht.

Doch was Natur darf verschenken
in sanftem Frühblüher-Bild,
lässt den Allergiker denken,
dass es als Sorge ihm gilt.

Er folgt den Wetterberichten,
vernimmt, wie der Pollen Flug,
um sich danach dann zu richten,
sich zu verhalten auch klug.

Nun wachsen die hellen Tage,
die Stunden im Sonnenlicht,
und Frühlings Blüten-Ansage
uns neues Leben verspricht.

© Fotos und Text: Ingrid Herta Drewing

Nostalgisch

Ein Winterwetter für Legenden,
erzählt zu Hause am Kamin.
Weißt du noch …? Und die Bilder blenden
ein das, was damals wichtig schien.

Ein hartes Leben, dennoch Träume
voll Liebe, Wagnis, Hoffnung, Mut;
so frisch und kraftvoll, junge Bäume,
auch ohne Furcht bei Sturmes Wut.

Die Welt war offen, weit, viel Zeit,
schien nur auf uns zu warten,
so blühend schön, ein Garten
empfing den Gärtner, der bereit.

Wenn man so jung ist, lockt das Leben;
man nimmt ’s als selbstverständlich hin.
Es hat dir ja so viel zu geben,
umtriebig bist du mittendrin.

Im Alter weilst du still am Rande,
schaust sinnend seine Wunder an.
Dir wird bewusst, dass tausend Bande
dich halten hier in seinem Bann.

Die Bande, die dein Leben binden,
sind Fesseln nicht, die engen ein,
du darfst die Glücksmomente finden
in deinem selbst bestimmten Sein.

Und weil dein Herz noch jung geblieben,
weißt du, jetzt weiser, was dir wert,
denn was wir innig wirklich lieben,
im Leid Erfüllung noch gewährt.

© Fotos und Text: Ingrid Herta Drewing

Winters Rückkehr

Wie geht mir das zu Herzen,
dass zu Beginn des Märzen
der Winter ist zurück,
und nun, anstatt zu scherzen
mit Frühlings Blüten-Terzen,
fühl ich erneut nur Schmerzen
und Wortweh im Genick.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühlingswunsch

Der Frühling naht, und sein grünendes Weben
regt sich schon knospend in Garten und Wald,
Hier allüberall erwacht zart das Leben,
verspricht, dass es üppig wird blühen bald.

Da sollt‘ mich erfreuen der Vögel Singen,
es klingen der Amsel Lieder so rein.
Jedoch Krieges Schreckens-Bilder mir dringen
zu tief jetzt in Sinn und Seele hinein.

Was ich als kleines Kind damals erfahren,
das Bangen im Bunker, Bomben und Tod,
vergessen schien es nach all den Jahren,
doch bringt solch Leid wieder Menschen in Not.

Ach käme mit Frühling auch Frieden zurück,
zu schenken uns Lebens alltägliches Glück!

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Nerotal