Naturnähe

Wie gut, dass wir hier hautnah noch erleben,
empfinden können alle Jahreszeiten,
dass uns Natur im Umfeld ist gegeben
und nicht nur virtuell im Bildschirm-Gleiten!
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Dass es noch Häuser gibt, wo man die Fenster
weit öffnen kann, die frische Luft zu spüren,
und nicht im Bann geschäftiger Gespenster
sich lässt das Leben weich gespült filtrieren!
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Noch ist der Mensch ein Wesen, das Natur
in Nähe braucht, nicht nur PC, Maschinen,
die leicht auch führen in des Fremdseins Spur,
obwohl die Dinge täglich nützlich dienen.
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Wir mögen die Natur mit ihrem Flunkern,
verabscheuen ein Leben, grau, in Bunkern.
–
© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Am Warmen Damm

Änderung

Es taut das Eis, des Meeres Pegel steigen,
und Länder kämpfen gegen Sturm und Flut.
Des Klimawandels Zeichen vielfach zeigen,
dass wir extrem zu Leichtsinn, Hochmut neigen,
kaum sorgen uns hier um des Lebens Hut.

Die Wissenschaft lehrt schon seit fünfzig Jahren,
dass CO2 Treibhaus-Effekt bedingt,
wodurch uns allen drohen die Gefahren,
sich Hitze, Dürre, Regen, Stürme scharen,
Kipppunkte drohen, Lebens Spielraum sinkt.

Was harmlos man mag Erderwärmung nennen,
verändert unser Klima hier recht schnell.
Wir müssen uns vom Falsch-Bequemen trennen,
damit die Kindeskinder auch noch kennen
auf dieser Welt Natur als Lebensquell.

© Ingrid Herta Drewing

https://www.bluewin.ch/de/news/wissen-technik/polarregionen-klimarelevant-und-gefahrdet-320912.html?fbclid=IwAR1UqFThaV2FdRlw01r-LCi38Iu813z6s8HJAAii2vhyyP7YQc6uD8gauzQ

Im Nerotal

Heller Tag im Park
Der Esche Blätterteppich
säumt den kleinen Teich.

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© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden, Nerotal, 09.11.21

November im Nerotal

Der Ahorn steht nun da mit kahlen Zweigen,
wo unlängst noch sein Purpur-Laub geglänzt,
und Eschen-Blätter tanzen hier im Reigen;
ein leichter Wind darf sie im Golde zeigen,
das sanft er mir auf meinem Weg kredenzt.

Hell scheint die Sonne, schenkt dem Tag das Klare.
Es spiegelt sich im Teich des Himmels Blau,
und auch das Eichenlaub, gerötet jetzt im Jahre,
lässt doch im Spätherbst noch das Wunderbare
aufleuchten dort in schöner Farben-Schau.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,

Wiesbaden , Nerotal, 09.11.21

Herbstgruß

Parkhausfassade
Herbsttages Spiegelgesicht,
himmlische Wellen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Parkhaus am Kurpark

Nebel

N ieselregen, fühlbar kalt,
E ine graue Welt der Stille
B rütet über Stadt und Wald
E ine milchig trübe Hülle
L ässt dem Blick nun kaum noch Halt.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing

 

INNEHALTEN

Gerade wurde mein Buch INNEHALTEN veröffentlicht.Wie es das Thema bereits andeutet, geht es darum, auch der Beschaulichkeit Raum zu geben, den Stress zu vermeiden, besonders in der Vorweihnachtszeit.Gedichte stimmen darauf ein.
ISBN: 9783754917824 / 7.99 €
INNEHALTEN lädt in Gedichten dazu ein, auf beschauliche Weise die kommende Festtags-und Winterzeit zu erleben.
Die Autorin lässt in unterschiedlichen poetischen Formen die stimmungsvolle Advent-Weihnacht-und Winterzeit aufscheinen.
Verschiedene Facetten dieser besonderen Zeit werden in den Blick gerückt; Liebe, Glaube, Empathie, das Naturerleben, aber auch die Motive unsrer Tradition finden darin ihren Platz.
Schwarzweiß-Bilder ergänzen die Texte.

Herbst-Impressionen

Das Sonnengesicht
schaut blass aus des Himmels Blau,
Licht, das kaum noch wärmt.

Es singt kein Vogel;
nur ab und zu im Garten
der Elster Keckern.

Aber die Bäume,
im flammenden Blätterkleid,
feiern Herbsts Abschied.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing

Wir

Du hast mein Lied gesungen,
ich deines, schöner Klang.
Von Liebe ganz durchdrungen
war süß uns der Gesang.

Dein Lächeln war mir Sonne,
dein Atem Lebenshauch,
dein Blick, Geschenk und Wonne,
wie deine Küsse auch.

Zwei Flammen, die hell brannten
zu einem Feuer, Licht;
wenn wir einander fanden,
verschwand der Nacht Gesicht.

Jedoch die Zeit hat Flügel,
sie trug dich mit sich fort.
Ich steh’ am Grabeshügel,
und fremd ist mir der Ort.

Doch deine lieben Worte,
die trag’ ich tief in mir.
Erinnerung schenkt Horte,
dort lebst du noch mit mir.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Martin Luther

(Zum Reformationstag)

Bruder Martin, der du einst im Gottvertrauen
kämpftest gegen Papst und Kaiser für das Recht,
dass, wer glaubt, die Gnade Gottes darf erschauen,
Christi Liebe durch sein Wort erfährt, das echt.

Schenktest, unterstützt von einem Weisen,
uns die Bibel, hast sie übersetzt
und befreit von Fremdheit und so, leise,
unsre Muttersprache recht ins Licht gesetzt.
–
Hast in deinen schönen Liedern, vielen,
uns auf Deutsch gesagt, was Glauben heißt,
und die feste Burg der Evangelien
heut’ uns noch den Weg zu Christus weist.
–
Wolltest nie der Christen Kirche spalten,
reformieren, recht zu glauben, war dein Sinn.
Doch die Macht, der Hochmut konnte walten,
reichte blind noch zu den Kriegen hin.
–
Wir, die nun nach Hunderten von Jahren
sehen, was du glaubend, mutig einst vollbracht,
dürfen, Gott sei Dank, auch froh erfahren,
was ein reiner Glaube Gutes möglich macht.

© Ingrid Herta Drewing, 2009