Beschwingter Tag

Mir ist so frühlingsleicht zu Mut’,
könnt’ mit den Vögeln singen,
schon früh ein Ständchen bringen
und fühl’ mich wie ein junges Blut,
dem alles mag gelingen.

Die Illusion schenkt mir die Kraft,
jetzt werd’ ich renovieren,
den Frühling tapezieren;
turn‘ auf der Leiter, hab’s geschafft,
die Wand darf nun florieren.

Da alles sich verjüngt und blüht
— Natur schenkt ’s uns, zu sehen –
will ich nicht abseits stehen.
Des Frühlings Lächeln im Gemüt,
lässt leicht auch mich nun gehen.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingsempfinden

Ein lichter Tag, dem Lenz ergeben,
erstrahlt, klar, blau das Firmament.
Die Sonne greift nun warm ins Leben,
und froh gestimmt mag sich erheben,
wer jetzt noch trübe Stunden kennt.

Da blühen wonnig Knospen auf.
Der Frühlingswind streift dein Gesicht,
und sonnig wird der Tageslauf,
obwohl die Arbeit dir zuhauf
von Pflichten und Erfüllen spricht.

Die Mittagspause wird dir bleiben,
in ein paar Schritten, Frühling pur.
Was dich gelockt vor Fensterscheiben,
wird eine Stunde dir verschreiben
im Park, dem Lächeln auf der Spur.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingssehnsucht

Ein tanzend’ Stäubchen
in der Sonne Licht,
von warmer Luft
zum Schweben animiert,
ein zartes Täubchen
flugs der Katz’ entwischt,
vom süßen Duft
des Frühlings inspiriert,
so mag auch
meine Sehnsucht ziehen
und schwerelos
in milde Träume fliehen.

© Ingrid Herta Drewing

Frühlingsempfinden

Wie mild umfächelt mich die Luft,
erfüllt von süßem Blütenduft!
Der Frühling ist gekommen,
hat alles eingenommen.

Im Blütenrausch erwacht sein Reich.
Er lässt das Harte werden weich,
und zarte Weisen klingen;
die Vögel lieblich singen.

Die Welt erwacht aus dunklem Traum,
trägt ihren federleichten Flaum
und sieht sich wachsen, werden,
in neuem Leben erden.

Auch ich fühl’ mich so leicht, beschwingt.
Dies Lied, das mir im Herzen klingt,
lässt mich am Tage träumen.

Dort unter grünen Bäumen
spaziere ich, und mir gefällt
die Frühlingshoffnung dieser Welt.

Ingrid Herta Drewing

Frühlingsliebe

Es brandet auf der Frühling, und das Leben,
das kürzlich noch im Winterfrost erstarrt,
nun neu beflügelt, lässt dich leichthin schweben
im Glanze seiner Blütengegenwart.

Du kennst das, siehst es dennoch freudig wieder,
dies’ leise, frohe, zärtliche Beginnen
des neuen Werdens, dessen sanfte Lieder
so lieblich in der Tage Klänge rinnen.

Der Vogelsang, der Blüten süßen Duft,
ein Potpourri des Jubels hisst die Fahnen,
und zart im Park die junge Liebe ruft,
das Pas de deux der Schwäne zu erahnen.

Die Hoffnung und der Frühling als Begleiter
sind Liebenden wohl gute Wegbereiter.

Ingrd Herta Drewing